No Bullshit Founders: Warum Nischenmärkte oft die besten Businesses sind mit Max von emborado
Wie findet man 30.000 Stickdateien wieder, wenn Betriebssysteme keine Vorschau anzeigen? In dieser Folge sprechen wir mit Max von Emborado über ein Startup aus einem Hochschulprojekt, proprietäre Dateiformate, KI-gestützte Suche, Nischenmärkte, Facebook-Communities, ungewöhnliche Rechtsformen und die Frage, warum OneDrive eben nicht jedes Problem löst. No Bullshit Founders – diesmal mit überraschend viel Stickerei, Startup-Realität und ehrlichen Learnings.
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Schön, dass ihr wieder einschaltet zu einer neuen Folge No Bullshit Formers. Wie immer mit Ole, Moritz und mir. Und heute wieder mit einem Gast, mit Max von Emborado. Max, erzähl doch mal gerne ein paar Worte zu dir und vielleicht wie auf eure Startup-Idee kommt, Emborado.
Ja, erstmal danke für die Einladung. Also ich freue mich sehr, hier zu sein.
Dass du hier bist.
Max, 28 Jahre alt, komme aus Münster. Genau wie Tim, du bist ja auch in Münster ansässig. Ole, bei dir weiß ich es jetzt nicht.
Genau.
Moritz, du bist zumindest mal regelmäßig in Münster auch unterwegs. Wir haben Emborado gegründet aus einem Hochschulprojekt heraus. Das heißt, wir beschäftigen uns mit der Verwaltung von bestimmten Dateien in proprietären Dateiformaten, sind am Ende eigentlich ein spezifischer Cloud-Speicher für Dateien im DIY-Bereich. Und wir haben im Gründungsteam drei Wirtschaftsinformatiker, ein Prof und eben mich zusammen mit einem anderen Kommilitonen aus dem Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik von der Fachhochschule Münster. Und wir haben uns irgendwann in einem Hochschulprojekt eigentlich beschäftigt mit modernen Anwendungsfällen von KI und sind dann so nach und nach so in den Bereich Optical Character Recognition und Bilderkennung gerutscht und haben dann uns mit ganz bestimmten Abbildungen beschäftigt, Comiczeichnungen, Strichzeichnungen und sowas.
Vielen Dank.
Und dann sind wir irgendwann Richtung Stickdateien abgebogen und darüber dann in diesen DIY-Bereich gerutscht.
ok spannend das heißt vorher warst du warst noch student oder du bist noch student glückwunsch ist emborado dein
Master abgeschlossen habe ich jetzt im September 2025, das heißt vor einem guten halben Jahr jetzt und seitdem jetzt im Rahmen des Gründungsstipendiums NRW dann Vollzeit mit Emborado unterwegs.
oder euer erstes Startup oder habt ihr euch schon mal vorher mit dem Thema Gründung beschäftigt?
Also unsere eigene Gründung ist es für mich das allererste Mal, für Linus, soweit ich weiß auch. Bei Klaus, ich glaube, er hat bisher noch keine Nebentätigkeit neben seiner Professur gehabt. Also Klaus ist auch Mitgründer am Ende. Das heißt, für uns alle das erste Mal, Linus und ich, wir haben aber beide neben dem Studium schon in verschiedenen Startups auch gearbeitet, auch hier in Münster in dem Umfeld.
Hm. Hm. Ah, okay. Kannst du verraten, in welchen? Oder ist das geheim?
Ich glaube, das ist nicht geheim. Also bei mir war es OrderSpot. Die haben einen Marktplatz für so Blech- und Frästeile aufgebaut. Die müsste es auch noch geben. Und bei Linus ist es LoyJoy gewesen. Da bin ich jetzt nicht ganz im Thema, was die machen. Aber ich meine, es waren so KI-Chatbots ursprünglich. Und was daraus jetzt sich so entwickelt hat, da weiß ich jetzt nicht genau. Müsstest du mal Linus nochmal im Detail fragen. Aber die gibt es auf jeden Fall noch. Und die sind, glaube ich, ziemlich erfolgreich auch aktuell.
Okay, ziemlich cool. Du hast ja gerade Stickdateien erwähnt. Du und Linus seid ja auch Informatiker. Wie kamt ihr zu der Stickerei, wie kamt ihr auf die Idee?
Ja, also, ehrlicherweise muss ich sagen, ich hatte vorher überhaupt gar keine Berührungspunkte. Ich bin jetzt auch nicht so der kreative Mensch. Das heißt, ich habe nie an einer Nähmaschine gesessen, nie an einer Stickmaschine gesessen. Ich wusste, also klar wusste ich schon, dass es Stick gibt, aber ich hatte einfach so wenig Berührungspunkte, dass ich nicht mal eine Vorstellung davon hatte, wie so eine Haushaltsstickmaschine zum Beispiel aussieht. Also ganz viele neue Begriffe, die ich jetzt auch in dieser Zeit gelernt habe überhaupt. Und auf das Thema gekommen sind wir dann am Ende eben, weil wir uns mit diesen Anwendungsfällen für KI beschäftigt haben und Klaus, damals ja noch unser Prof, dann reingebracht hat, seine Frau stickt schon sehr, sehr lange und hat irgendwie über 10, 20 Jahre, 20, 30.000 verschiedene Stickmotive gesammelt und ist dann irgendwann an Grenzen gestoßen. Also hat bestimmte Dateien einfach nicht mehr wiedergefunden, ewig auf ihrem eigenen Computer und auf externen Festplatten und auf USB-Sticks und so weiter nach bestimmten Dateien gesucht. und hat dann eine Lösung dafür benötigt. Und Klaus hatte schon angefangen, eine große Konvertierungsbibliothek selbst zu entwickeln, mit der er selbst in der Lage war, aus den ganzen proprietären Dateiformaten, die es so gibt, also da vielleicht zur Erläuterung, jeder Maschinenhersteller im Stickbereich, und es gibt so 15 bis 20 größere weltweit, hat sein eigenes Dateiformat, in denen Stichinformationen abgelegt werden. Das heißt, es gibt am Markt mittlerweile, ich glaube, so zwischen 80 bis 100 Dateiformate, die auch noch im Umlauf sind und teilweise genutzt werden, manche natürlich mehr, andere weniger. Und weil es so viele verschiedene Dateiformate gibt, gibt es keine Unterstützung von Betriebssystemen dafür. Dann heißt es, ich habe also eine große Motivsammlung bei mir auf dem eigenen Endgerät und sehe keinerlei Inhaltsinformationen. Das sind ja visuelle Motive eigentlich, wie so ein Logo oder... Also kann zum Beispiel so eine Blume sein oder so, die ich irgendwo drauf gestickt haben möchte. Und jetzt versuch mal, visuelle Motive wiederzufinden, ohne dass du etwas Visuelles hast, mit dem du es wiederfinden kannst. Und dann hat Klaus eben diese Konvertierungsbibliothek gehabt. Wir waren dann in der Lage, schon schnell Vorschaubilder für alle relevanten Dateiformate, die es so gibt, zu erzeugen und haben dann angefangen, auf diese Vorschaubilder eben Optical Character Recognition Modelle und so Labeling Modelle irgendwann auch so halt Embedding-Modelle anzuwenden und darum herum haben wir dann am Ende eine Verwaltungslösung gebaut, die halt zu jedem Motiv, aktuell ist es so, zu jedem Motiv wird ein Embedding erzeugt, was Inhaltsinformationen speichert und zu jedem Motiv wird ein automatisches Label vergeben und über diese Inhaltsinformationen kann man dann seine Dateien schneller wiederfinden.
Wahrscheinlich kommt auch direkt eine Versionierung mit dazu. Weil jeder kennt es ja auch. Version 1, Version 2, Version Final, Version Final 2. Das kennt ja jeder auch auf seinem eigenen Desktop.
Ja.
Mhm.
Das ist dann tatsächlich im Bereich der professionellen Stickerei dann nochmal relevanter. Also der typische Endanwender oder auch tatsächlich jetzt unsere typischen Kunden, die kaufen einfach die Motive fertig ein und bearbeiten die dann auch nicht mehr nach. Die kaufen zum Beispiel bei Etsy oder in kleineren Webshops von Designern. Es gibt aber natürlich diverse professionellere Stickereibetriebe, die dann auch selbst Stickdateien digitalisieren und da ist es durchaus so, dass dann natürlich nochmal nachgearbeitet wird oder Kundenwünsche nochmal angepasst werden.
verstehe okay
Das heißt, da wäre das dann eher ein Thema.
Und eure bisherigen Nutzer, sind das eher jetzt so Privatpersonen oder eher Betriebe oder...
Ja, also sind wirklich zu einem ganz großen Teil Privatpersonen. Kleiner Teil sind ganz kleine Textilveredelungsbetriebe, also so typischerweise ein bis drei Personenbetriebe. Wir haben ein oder zwei größere Stickereien mit, ich sage mal so zehn Mitarbeitern mit drin. Aber das ist aktuell noch nicht unsere Kernzielgruppe. Es liegt auch so ein bisschen daran, dass professionelle Stickereien einfach, also da ist das ein bisschen ein anderer Use Case, da kommt ein Kunde rein, möchte ein Polo oder eine Schürze oder was auch immer bestickt haben. Und gibt dann sein Logo ab und die Stickerei, die speichert das dann unter Kundenname-Datum-Polo oder so. Und wenn der Kunde kommt und möchte dasselbe normal gestickt haben, dann suchen die halt nach dem Kundennamen einfach bei sich auf dem Server oder halt eben auf dem Endgerät, auf dem es gespeichert wurde und finden in der Regel die Motive viel schneller wieder. Bei uns, die Kunden, die kaufen das halt irgendwie in irgendwelchen Webshops oder in so Sammlungen oder sammeln Freebies über teilweise aus Facebook-Gruppen runtergeladen und die sind dann halt völlig beliebig benannt. Also da gibt es Shops, die verkaufen das mit alphanumerischen Kennungen einfach. Da heißt dann Motiv ABC123 und das nächste heißt ABC124 und so weiter. Dann heißen Motive vielleicht nach dem Inhalt. Andere Motive heißen erstmal nach dem Designer benannt, der das Ganze erstellt hat. Da gibt es ganz wilde Benennungsmethoden und dadurch ist es halt viel schwieriger, hier bestimmte Dateien wiederzufinden. Es sei denn, ich fange halt von ganz am Anfang, wo ich anfange mit diesem Hobby überhaupt, an, das Ganze wirklich höchst penibel in eine Ordnungsstruktur zu bringen und die muss dann auch noch in der Lage sein, mitzuwachsen. Und das ist, glaube ich, eine Herausforderung, die man häufig am Anfang einfach noch nicht überblicken kann.
Du hast ja gerade gesagt, Shop, also was viele von euren Kunden, Kundinnen, auch bei Etsy oder wo auch immer halt irgendwelche Vorlagen einkaufen, bietet die auch so einen Shop an? Hm.
Derzeit nicht. Langfristig ist es natürlich ein Gedanke. Die Kundinnen und Kunden, die haben die Dateien bei uns und verwalten hier schon. Also macht es natürlich Sinn, dass sie irgendwann auch anfangen, die Dateien vielleicht direkt bei uns zu erwerben und dann einfach in ihre Sammlung bei uns übertragen. Aber aktuell ist es noch nicht angebunden.
Das klingt ja eigentlich optimal. Noch so ein zusätzlicher Anwendungsfall einfach. Dass einfach andere bei euch ihre Stickdateien verkaufen können. Vielleicht macht ihr eine gewisse Provision daran, dass sie verkaufen. Und vielleicht auch, wenn irgendwer das kauft, gibt es auch noch eine kleine Provision für euch. Das wäre vielleicht auch nicht schlecht. Zum Beispiel so Anbieter wie Upwork oder sowas machen das ja auch ganz smart.
Und wenn
Dass die Freelancer, die da ihr Kram reinstellen, ihre Arbeitskraft müssen erstmal schön blechen und du als Einkäufer musst auch erstmal schön... Schönblechen.
Ja, also bei Etsy ist es zum Beispiel ja auch so, dass Designerinnen und Designer, die darüber ihre Motive verkaufen, erstens sehr hohe Einstellungsgebühren bezahlen müssen und dann halt pro Kauf oder pro Verkauf dann auch nochmal Transaktionsgebühren bezahlen.
Ja. Ja, ja. Ich muss auch sagen, ich habe auch schon mal aus Spaß von heute Erzieben ein paar Sachen drumprobiert. Es ist nicht sehr Kunden- beziehungsweise erstellerfreundlich, sag ich mal, weil du musst ja erstmal, creatorfreundlich, so, genau, das richtige Wort, weil du musst ja erstmal Geld mitbringen, du musst sagen, okay, ich möchte dieses Produkt reinstellen, okay, dann zahl bitte erstmal 5 Euro, dass du es reinstellen darfst und dann ist es nach zwei Monaten, das ist abgelaufen, dann stellen wir bitte wieder 5 Euro rein, dass es irgendwer kaufen kann und ja, ja, die grasen da ordentlich ab, das ist richtig krass.
Creator-freundlich vielleicht, ja.
Ja, und dann glaube ich auch noch pro Verkauf. Also, naja. Aber hat auch Vorteile. Meine Frau kauft dann nicht so viele davon.
Vielen Dank.
Du musst die Vorteile sehen.
Achso, falls das so teuer ist, oder?
Ja, weil dann die ganzen, das ist ja relativ teuer am Tagesende. Oder ich sag mal, ich weiß, dass hier in diesem Haushalt häufiger freie Vorlagen genutzt werden, als welche, die gekauft werden.
Ach, deine Frau stinkt auch. Aha.
Jaja, hier sind es. Und wir haben auch Trickmaschinen und keine Ahnung, was noch im Haus hier stehen irgendwo und bei ihren Eltern auch noch.
Aha.
Also von daher, ich kenne dieses Problem mit komischen Dateien, die rumfliegen irgendwo.
Das ist ja spannend. Das ist ja spannend.
Und ich sage jetzt mal, der Mac löst das nicht schöner. Also, ja. Sie hat mich zum Glück noch nicht danach gefragt, dass ich irgendeine Lösung für ihr Problem baue. Also von daher.
Aber jetzt kannst du ja eine Lösung.
Jetzt kenne ich eine Lösung. Das ist total perfekt. Damit ist es nicht mehr mein Problem.
Vielen Dank.
Stimmt, gehen wir einfach gleich die Kontakte an einfach weiter von Max und fertig.
Ja, ich habe mir das gestern schon weitergeleitet.
Ach, sehr gut.
Dann kann sie das ja selbstständig ohne mich lösen, ohne mich belästigen zu müssen damit.
Praktisch, guck mal, lohnt sich doch wieder so ein Podcast.
Ja, praktisch, genau.
Ja.
Ja, genau, also alles nur Vorteile, ja, also Podcast angefangen und schon Vorteile daraus gezogen. Sag mal, wie seid ihr denn eigentlich... draufgekommen, in so einem großen Team zu gründen und dann auch noch direkt eine etwas ungewöhnliche Rechtsform. Also ich glaube, GmbH und CoKG ist ja nicht das, was die meisten Startups machen. Also wenn man fancy unterwegs ist, hat man eine GmbH. Aber viele starten ja viel, viel kleiner und ihr seid direkt mit einer GmbH und CoKG um die Ecke gekommen. Das ist ja schon als Rechtsform ungewöhnlich.
Ja, das ist richtig. Ich glaube, ich würde es jetzt auch beim, wenn ich das jetzt normal machen würde, würde ich es nicht mehr so machen, weil es einfach auch eine Rechtsform ist, die im Startup-Kontext teilweise Nachteile mit sich bringt. Ich meine, wir sind jetzt kein VC-Case. Ich glaube, das ist uns allen klar, weil wir einfach in der Nische unterwegs sind. Aber wenn ich jetzt wirklich dieses Investment-Game richtig spielen wollen würde, mit am Anfang Angel-Investments aufnehmen und dann vielleicht irgendwann Richtung VC-Investment streben würde, da hätte es Nachteile. Also ein VC zum Beispiel würde einfach nicht in eine GmbH und Co. KG investieren, weil es am Ende, wenn es zum Exit kommt, einfach steuerlich Nachteile hat für so ein VC. Oder halt auch eben für jeden anderen Investor. Das heißt, es bietet sich eigentlich dann nur an, zum Beispiel mit einer Corporate, die am Ende das Ganze dann wirklich auch selbst übernehmen wollen würde oder so, zusammenzugehen.
Mhm.
Dieser Exit-Fall, der dafür bietet oder dafür ist dieses Unternehmensmodell einfach nicht so richtig geschaffen.
Mhm.
Wir sind relativ früh eigentlich dazu gekommen, dass wir gesagt haben, okay, wir wollen jetzt sofort Haftungsausschluss haben natürlich. Du kannst ja wählen zwischen UG und GmbH und dann haben wir überlegt, okay, wie viel Geld wollen wir einbringen und dann haben wir uns natürlich auch beraten lassen und am Ende wurde uns mitgegeben und ich glaube, das ist auch etwas, was ich teile. Hey, ihr müsst eh damit rechnen, dass ihr 30.000, 40.000 Euro wahrscheinlich im ersten Jahr oder in den ersten zwei Jahren verbrennt einfach. So, und dann kann ich auch das Geld von Anfang an investieren und die Gesellschaftsform schon, ich sag mal, als GmbH gründen, schafft ja vielleicht auch irgendwo ein bisschen Vertrauen.
Mhm.
Weiß nicht, also natürlich...
Amen.
UGs sind jetzt nichts Schlechtes oder so, aber ich glaube, es macht schon nochmal was aus, wenn irgendwo oder wenn auf dem Briefpapier steht GmbH. So und am Ende sind wir bei der GmbH und Co. KG gelandet, weil wir uns von einem Steuerberater haben beraten lassen und da ging es dann auch so um dieses Thema, wie macht man oder wie geht man damit um, wenn man unterschiedliche Ausschüttungspräferenzen hat. Der eine möchte das Geld vielleicht im Unternehmen stehen lassen im Erfolgsfall und der andere möchte regelmäßig Gelder auszahlen lassen und das kann man eben zum einen lösen über dieses Modell GmbH mit Holdings zum Beispiel, wo ich dann das Geld in der Holding parke, wenn ich es nicht haben, also nicht ausgeschüttet haben möchte und es nicht
Mhm.
Oder versteuern möchte dann sofort oder halt eben die Möglichkeit, das mit einer GmbH und Co. KG zu machen. Da liegt es dann auf dem Kommanditkonto und da würde ich dann von der KG im Erfolgsfall das Ganze verzinst bekommen, wenn ich das Geld in der KG stehen lasse. Und wenn ich es aber ausgezahlt haben möchte, dann kann ich es mir auch auszahlen lassen.
Das heißt, dann hat jeder von euch nochmal ein extra Konto, was so gesehen zur Firma gehört und darauf werden eure Anteile dann immer ausgezahlt?
Also es ist jetzt kein Bankkonto, sondern es ist ein konto, ein buchhalterisches Konto der KG.
Oder? Okay. Okay, das ist das Besondere an der CoKG, dass man so etwas machen kann.
Also bei uns in dem Fall wäre es ja so gewesen, hätten wir jetzt eine GmbH mit Holdings gegründet, dann hätten wir vier Gesellschaften gegründet.
Mhm.
Und
Jeder seine eigene Holding und die GmbH, die operativ tätig ist. Und bei der GmbH und Co. KG gründest du eben nur zwei Gesellschaften. Eine Kommanditgesellschaft, das ist das operativ tätige Unternehmen und das besteht aus Kommanditisten. Ein Kommanditist ist ist jemand, der persönlich nur zur Höhe seiner Hafteinlage haftet auch. Also wir haben einen bestimmten Betrag ins Unternehmen eingebracht und zudem sind wir haftbar. Allerdings muss eine KG immer einen persönlich haftenden Gesellschafter haben. Und weil niemand von uns persönlich haften möchte natürlich, haben wir dann eine GmbH gegründet. Die nimmt man dann in die KG auf und macht diese GmbH zur persönlich haftenden Geschäftsführerin der KG. Und dann wiederum sind Linus und ich jetzt als Geschäftsführer der GmbH tätig und übernehmen so dann die Geschäftsführung in der KG. Ist das verständlich geworden, das Konstrukt?
Ja, ja, ja, ja.
Das ist ein bisschen kompliziert.
Nee, aber spannend, spannend. Okay, ich bin mir nie mit beschäftigt, hast du recht. Also bei uns in der User-Ad-UG ist es auch so, dass Robin, der Geschäftsführer, und so gesehen auch persönlich dann haftbar. Da ist so ein Format ja vielleicht dann doch gar nicht so schlecht. Außer natürlich, du strebst halt irgendwann Exit an, wie du gesagt hast. Das macht es dann vielleicht ein bisschen komplizierter, aber ich denke mal, man groß genug ist, wenn man das so oder so irgendwie lösen können. Strebt, wenn ihr erstmal irgendwann anstreben solltet. So, ne?
Die Herausforderung ist halt dann, wenn ein Investor, der auch nur investiert mit dem Ziel hinterher wieder zu verkaufen, mit drin ist.
Ach so. Ah, okay. Das heißt, wenn euch jemand kaufen wollen würde, dann wäre das wie überall anders auch.
Da hat man dann so ein bisschen Herausforderung.
Okay, verstehe.
Das wäre jetzt erstmal kein Problem.
Ja, das ist ja auch natürlich smart, zwei Gesellschaften verbrauchen halt viel weniger Kapital für Abflüsse und so weiter, als wenn jeder seine eigene Holding noch hat. Gerade wenn du am Anfang, ja,
Damit hat uns der Steuerberater es eben auch begründet. Hey, ihr müsst nur zwei Jahresabschlüsse machen. Also der administrative Aufwand drumherum ist halt ein bisschen geringer. Dafür Downside jetzt häufig schon gemerkt, ist einfach ein Modell, was gerade in der Startup-Welt überhaupt nicht verbreitet ist. Und viele kennen sich dann einfach nicht so gut auch mit dieser Gesellschaftsform aus, weil es einfach nicht so das ist, was man so tagtäglich einfach sieht.
Ja, so ein Gefühl ist auch, dass ich jetzt ein bisschen aus der Mode gekommen bin, die CoKG quasi. Aber kannst du auch mit der UG spielen im Übrigen, das ist ja unabhängig davon. Und zweiter Vorteil denke ich auch, deine Holding braucht ja auch erstmal Kapital, um... Abschlüsse machen zu können etc., wenn du keine Gewinne machst in deinem operativen Geschäft, kommt erstmal kein Kapital nach, das ist auch irgendwie doof, finde ich immer, wenn du direkt mit einer Holding startest und dann da stehst. Aber vielleicht nochmal zum Gründungsteam so ein bisschen, das ist ja ungewöhnlich groß, das ist einfach, weil ihr zusammen die Idee hattet und gesagt habt, ja komm, wir machen das zusammen oder wie ist das so entstanden?
Ja, also wir sind zu dritt. Ich glaube, es gibt schon auch einige Teams, die ich jetzt kennengelernt habe, die zu dritt oder teilweise auch zu viert sind. Das heißt, aber ja, es gibt vielleicht auch inzwischen wahrscheinlich nochmal mehr viele Solo-Gründer oder Zweierteams. Es ist einfach historisch gewachsen. Wir haben zusammen an diesem Projekt gearbeitet und hatten dann alle Lust, das auch zusammen weiter zu verfolgen, jetzt auch nach Ende des Studiums bei uns.
Vielen Dank.
Und deswegen haben wir uns auch am Ende dann dazu entschieden, das so zu machen. Wenn ich jetzt völlig frei nochmal starten könnte, auch mit einem, also völlig losgelöster von anderer Inhalt oder so, ich glaube, dann würden wir uns zumindest immer Tendenziell dahin bewegen, ein Team ein bisschen diverser aufzubauen. Also wir sind jetzt drei Wirtschaftsinformatiker, drei Männer, alle sehr ähnlicher Background. Natürlich Klaus nochmal mit einer extremen Expertise auch einfach in seinem Fachgebiet. Aber wir sind schon alle sehr ähnlich unterwegs und ich glaube, da würden wir auf jeden Fall hingehen und das Ganze nochmal ein bisschen anders aufstellen.
Mhm.
Du sprichst ja gerade nochmal an. Wie kamt ihr dann in Kontakt mit eurem Professor? Also ihr habt beide an der FH Münster studiert, ne? Und wie kam das dann zustande? Kam mit der Idee auf euch zu? Oder war das irgendwie ein Uni-Projekt? Oder wie ging das dann los?
Ja, also erstmal in der Fachhochschule, der Masterstudiengang ist sehr klein. Das heißt, ich glaube es sind pro Jahrgang oder pro Semester, ich glaube es sind Jahrgänge, ich weiß nicht genau, 14 bis 16 Studierende ungefähr, die den Master absolvieren und dann hast du halt
Okay, das ist echt wenig. Hm.
fünf Profs und die Profs, die kennt man dann halt. Also die sehen dich jeden Tag, die kennen einen, denke ich, dann auch mit Namen, zumindest fast alle. Und dann gab es im Master eben ein Wahlpflichtmodul und wenn dann 15, 20 Studierende, vielleicht aus höheren Semestern auch noch ein paar, dieses Wahlpflichtmodul belegen und es gibt fünf Profs, die jeweils ein Modul anbieten, dann waren wir halt zu dritt, zu viert in diesem Modul. Und haben dann eben zwei von uns haben sich dann mit diesem vorgeschlagenen Thema beschäftigt und dadurch arbeitet man auch sehr schnell sehr eng zusammen.
Okay.
Was mich noch interessieren würde, wie ist es eigentlich mit dem eigenen Professor eine Firma aufzubauen?
Ja, ich würde sagen, es funktioniert bei uns jetzt wirklich hervorragend gut. Es ist, glaube ich, aber auch jetzt nicht dieser typische Case, dass wir einen Professor mit im Team haben und der sich am Anfang Anteile sichert und dann sagt, und tschüss, viel Spaß damit. Ich lasse das jetzt hier liegen, ist für mich irgendwie eine stille Beteiligung irgendwo sozusagen, sondern Klaus ist halt auch inhaltlich extrem engagiert, investiert jede Woche Zeit und entwickelt halt selbst auch noch viel mit, was einfach extrem Mehrwert für uns bringt. Er ist technisch sehr tief in diesem Thema, was diese verschiedenen Dateiformate angeht. Etwas, was Linus und ich uns jetzt erstmal ansonsten extrem erarbeiten müssten und was uns wahrscheinlich sehr, sehr ausbremsen würde. Am Anfang ist es natürlich eine Herausforderung, ich glaube fast aber für ihn noch mehr als für uns, weil er natürlich in der Situation ist, wo er uns dann in diesem Modul auch noch bewerten muss. Das heißt, du musst eigentlich so eine professionelle Distanz die ganze Zeit halten. Wir haben uns zum Beispiel auch bis zum Abschluss des Projektes nicht geduzt, auch im Rahmen der Hochschule. dann weiterhin gesiezt, aber wenn wir im Unternehmenskontext unterwegs waren, dann geduzt. Das heißt, das finde ich aber auch richtig, weil ansonsten kann ja auch so ein bisschen so eine Situation entstehen im Verhältnis zu anderen Studierenden, dass sie sich dann fragen, warum haben die jetzt so ein enges Verhältnis und ist das nicht unfair, auch was vielleicht eine Bewertung oder sowas angeht. Und wir haben dann ja auch noch unsere Masterarbeiten in dem Themenbereich geschrieben. Also ich habe mich so ein bisschen mit Geschäftsmodellentwicklung beschäftigt und Linus hatte wirklich auch so ein Anwendungs-Entwicklungsthema und die Betreuung hat Klaus dann auch nicht übernommen, weil er eben da nicht in so einen Interessenkonflikt kommen wollte. Er hätte es theoretisch, glaube ich, sogar machen dürfen und hat sich dann aber dagegen entschieden, was ich wirklich auch sehr professionell finde und auch die absolut richtige Entscheidung, da zu sagen, okay, da will ich dann eben die Distanz halten und seitdem wir eben mit dem Abschluss durch sind, ist es halt wieder was ganz anderes. Das heißt, inzwischen sind wir natürlich lockerer und per Duo und so weiter im Team unterwegs.
Ja klar, ihr habt derzeit keinen Interessenkonflikt mehr, kein Potenzial.
Genau.
Wie ist es denn ganz generell?
Cool.
Er ist ja wahrscheinlich ein bisschen älter als ihr. Hat das irgendwie eine Dynamik in der Firma, dass er jetzt, du hast ja auch viel extreme Erfahrung in seinem Gebiet und so weiter. Macht das irgendwas aus oder seht ihr euch alle so komplett so, du siehst deinen einen Co-Founder wie den anderen Co-Founder mehr oder weniger? Ja.
Also erstmal würde ich sagen, wir diskutieren auf Augenhöhe über viele Themen. Wir haben halt einfach unterschiedliche Expertise und auch einfach einen unterschiedlichen Bereich, in dem wir tätig sind. Dadurch gibt es halt auch in dem Fall jetzt keine Situation, wo man mal so richtig, also wo es Potenzial geben würde, so eine Art Machtgefälle oder sowas jetzt zuzuhalten. mal auszuspielen. Das heißt, da rutschen wir einfach nicht rein. Ich glaube, Klaus ist in Themen vielleicht nicht so bewandert, in denen wir uns jetzt viel nativer bewegen. Das heißt jetzt, bei mir ist zum Beispiel so, Auch wenn ich da selber echt nicht der Experte bin und immer total mit zu kämpfen habe. Ich bin total aktiv im Bereich Social Media jetzt durch unser Thema auch bedingt. Das heißt, ich spiele Instagram, Facebook sehr viel und da ist Klaus also überhaupt nicht im Thema. Was ja auch völlig in Ordnung ist, muss man ja auch nicht sein. Und andersrum, wie gesagt, jetzt dieses Thema Dateiformate zum Beispiel, das ist absolut Klaus-Thema und da kann ich jetzt oberflächlich ein bisschen was zu erzählen, aber in der Tiefe auch ganz, ganz wenig nur zu sagen.
Du hast es ja gerade schon angesprochen. Wie ist dann eure Rollenverteilung? Also habt ihr das klassische CEO, CPO, CTO oder COO oder habt ihr so eine Bewertung bei euch gar nicht? So eine Rollenverteilung.
Ja, also offiziell bin ich jetzt CEO und Linus ist CTO und wir sind halt gemeinsam Geschäftsführer und Klaus ist halt in so einer Advisor-Rolle oder als Entwickler einfach mit tätig. Das heißt, Linus und ich übernehmen dann die Geschäftsführung und stimmen uns aber eigentlich schon bei sehr vielen Themen sehr eng ab. Ich bin dann eher so im Bereich Marketing unterwegs oder im Prinzip eigentlich, ich übernehme alles außer die Softwareentwicklung am Ende und Linus und Klaus sind halt im Bereich Entwicklung dann tätig.
Okay.
Vielen Dank.
Dann, was mich interessiert, ich weiß nicht, ob du das natürlich sagen möchtest, wenn nicht, ist auch vollkommen okay. Wie macht ihr das dann mit der prozentualen Aufteilung? Also hat dann jeder von euch ein Drittel oder weil euer Professor eher so beratend aktiv ist, hat der, weiß nicht, 10% oder so und du, Linus, 45% jeweils oder wie habt ihr euch das ungefähr aufgeteilt?
Ja, also wir haben das am Anfang festgelegt anhand der Arbeitszeit, die wir wöchentlich investieren können und haben gesagt, okay, wir nehmen da jetzt keine Abstufung vor, deine Stunden sind mehr wert als unsere oder sowas.
Okay.
Und dann haben wir anhand der Arbeitszeit, die wir wöchentlich investieren können, quasi die Anteile hochgerechnet. Und Linus und ich sind dann eben gleich beteiligt und Klaus hat einen ein bisschen kleineren Unternehmensanteil.
Okay, verstehe, danke. Das ist ja auch mal ein schwieriges Thema, die prozentuale Verteilung. Kennen wir ja alle immer. Es ist immer nicht so einfach, da irgendwie einen guten Mittelweg zu finden. Du hattest vorhin auch nochmal Richtung... Freebie, was erzählt. Da interessiert mich auch generell von euch dreien oder können wir zusammen vielleicht noch mal darüber diskutieren. Wie ist da generell eure Meinung zur Richtung Freebie mit dem Marketingwert? Habt ihr das nochmal ausprobiert? Irgendwelche Freebies zu erstellen und darüber irgendwelche Kontakte zu generieren, vielleicht Leads zu generieren. Habt ihr euch damit schon mal beschäftigt?
großes Schweigen hier.
Keiner. Ja. Ja.
Keiner. Naja, ich habe
Ja, also wir, bei uns ist es glaube ich so, dass unsere Kundinnen und Kunden einfach viel so, also das Hobby besteht nicht nur aus dem Sticken und dem Nähen selbst, sondern man hat auch so ein Sammlergen vielleicht, wie wenn ich Spielkarten oder sowas sammle, sammle ich auch die Möglichkeit, irgendwann mal ein Motiv zu sticken, wenn ich das möchte und wenn nicht, dann liegt das halt erstmal bei mir, aber dann habe ich es zumindest schon mal. Und für uns funktioniert das als Kanal, glaube ich, ganz gut, dass wir eben mit verschiedenen Stickdetail-Designerinnen und Designern zusammenarbeiten, wir sie eben überall auf unseren Kanälen platzieren, von E-Mail über Social Media und so weiter, bis halt natürlich eine große Platzierung in der Anwendung.
Ah, okay.
Und im Gegenzug geben sie uns Motive aus, also von denen, die sie mal irgendwann erstellt haben, stellen die zur Verfügung und ich als Nutzerin oder Nutzer kann die eben aber nur dann abholen, entweder wenn ich bei uns registriert bin, das gilt für viele Motive, oder eben wenn ich dann ein Paying-User bin, das gilt dann nochmal für bestimmte Motive, die einmal monatlich erscheinen.
Ja, weil ich habe damit persönlich auch sehr gute Erfahrungen gemacht mit meiner Firma Garnin-Pass-Software. Ich habe da verschiedene Cyber-Security-Guides geschrieben und auf die kannst du natürlich auch nur zugreifen, wenn du halt den AGBs, sag ich mal, zustimmst, plus da deine E-Mail-Adresse natürlich mitgibst. Und darüber kann man auch ganz gut nochmal neue Kontakte gewinnen, beziehungsweise einfach in deine eigene Newsletter schreiben. Bubble dann einfach mit aufnehmen und so vielleicht noch potenzielle neue Kunden auch zusätzlich mit erreichen. Also ich finde das ganz gut, ich habe positive Erfahrungen mit und es wird auch ganz gut angenommen von den Leuten. Also wissen, ah, okay, für meine E-Mail-Adresse bekomme ich was, kann mich aber auch jederzeit wieder abmelden, wenn es mich dann doch nicht interessiert, den Newsletter.
Ja, Mann. Das ist halt diese klassische Lead-Magnet-Taktik, ne? Also, ich bin ja in dieser Open-Source-Welt unterwegs. Ähm, du kannst das Zeug einfach runterladen. Punkt. Und vielleicht habe ich Glück.
Ja gut.
Und du kannst auch noch benutzen und umschreiben und selber pushen und hast du nicht gesehen, ja? Deine eigenen Sicherheitslücken erfinden, damit ich einen Blogpost darüber schreiben kann. Ähm, So, das ist die Welt, wo ich unterwegs bin. Ja klar, darüber kommen auch manchmal Kontakte. Aber das ist jetzt nicht so, dass ich irgendwie E-Mail-Adressen einsammle.
Vielen Dank.
Das widerspricht ja auch diesem Open-Source-Gedanken ein wenig. wenn du dich erst registrieren musst, um dann eine Eintrittskarte quasi zu bekommen. Aber ja klar, gerade so diese Guides und auch ich kann mir schicken, musst du auch gut vorstellen, dass da einfach die Leute E-Mail-Adressen eintragen. Ja klar, warum nicht? Vielleicht sollte ich das bei meinem Blog machen, du musst dich erst eintragen, bevor du die aktuelle Sicherheitslücke lesen darfst.
oder wie bei Medium halt, dann siehst du die Hälfte und dann musst du registrierter Member sein und dann die Lösung zu dem Problem zu sehen.
Naja, das regt mich auch immer ein bisschen auf, aber gerade bei Blogposts finde ich es doof.
Ja, ich finde das auch doof, aber ja, ja, ja, weil die ist auch meistens ein bisschen länger, sind dann 30 bis 50 Seiten oder so mit viel Aufwand, also
Also für so einen Guide oder so finde ich das absolut okay. Genau, das ist nochmal was anderes, da bin ich auch bereit, meine E-Mail-Adresse abzugeben.
Das stimmt.
Nervig finde ich dann, wenn ich in diesem Newsletter bin und dann kommt, ah, hier gibt es einen neuen Guide und ich mitdenke, ja, voll spannend, ich klicke auf, okay, ich will das Ding haben und mich dann nochmal registrieren soll. So, da bin ich dann raus, ich finde, das ist dann nicht cool gemacht.
Und dann gibt es beim nächsten Mal auch zwei Mails. Wir haben neun gehalten.
Nee, das nicht, aber ich muss natürlich dann nochmal den Double Opt-in machen und so Scherze und das finde ich schlecht gemacht, wenn ich aus dem Newsletter draufklicke und sage, ey, ich will dieses Freebie quasi auch noch haben, dann möchte ich mich nicht nochmal registrieren müssen.
Ja, klar, das müssen wir natürlich anders lösen, da ist so recht.
Bei Stickmustern fände ich das übrigens absolut in Ordnung, wenn da erst nochmal 10 Sicherheitsabfragen kommen. Nur so für meinen Speicherplatz, den wir hier im Keller stehen haben, ja.
Achso, ja, ja, ja. Ja, ist der nass schon voll?
Ja, noch nicht ganz, aber... Genau. Aber das kann auch speziell auf eine E-Mail-Adresse eingegrenzt sein, falls ihr das einbaut.
Möchtest du wirklich, wirklich, wirklich noch eine weitere Datei herunterladen?
Genau. Hast du wirklich vorher nachgefragt, ob das eine gute Idee ist?
Ja, genau.
Das wäre quasi jetzt so ein Feature-Request, den ich da hätte für euch.
Bist du die Frau von Ole? Hast du Ole schon gefragt, ob noch Speicherplatz da ist? Ja.
Genau. Diese E-Mail-Adresse wurde speziell registriert. So. Nein, natürlich müsst ihr nicht machen, aber Speicherplatz ist teuer geworden.
Ja, das stimmt. Ich wollte mir einen neuen PC zusammenstellen. Das ist ja einfach utopisch teuer geworden.
Ja, mein hier Hardware-Lieferant für Netzwerk und so, da musst du jetzt auch Fläge zahlen für RAM.
Also, da macht kein Spaß dran.
Ja.
Na, nochmal extra Aufschläge.
Ja, extra Aufschläge. Auf den normalen Preis wollen die jetzt nochmal ein paar Dollar extra haben. Also ein paar Dollar ist gut.
Frech.
Also 20 bis 50, finde ich. Also. Ja. Themenwechsel.
Krass, ey, krass. Themenwechsel. Max, du hast uns ja dann euer Problem beziehungsweise das Problem der Sticker, Stickerinnen erläutert. Wie löst du das jetzt mit Emborado? Hast du eine Cloud-Lösung gebaut? Wie funktioniert das? Wie haben die darauf Zugriff? Wie benutzen die das?
Also du hast dann deinen eigenen passwortgeschützten Cloud-Speicher im Prinzip und wie jetzt in einer generischen Google Cloud oder in einem OneDrive oder so, gehe ich eben bei uns hin und lade bei uns die Dateien hoch. In dem Moment, wo sie bei uns hochgeladen werden, lesen wir die Inhaltsinformationen aus den Dateien aus, erzeugen ein Vorschaubild.
Okay, das ist gerade, ja, ja, zuerst hat er.
Das heißt, was wir auslesen, ist zum Beispiel so etwas wie, mit wie viel Stichen wird das Motiv gestickt, wie groß ist das Motiv. Das sind dann alles Filteroptionen, die wir dann dem Nutzer oder der Nutzerin hinterher auch wieder zur Verfügung stellen. Dann kann ich, Entschuldigung, dann kann ich als Nutzer meine Dateien noch weiter anreichern, um Informationen zum Beispiel sowas wie Schlagworte vergeben.
Ja.
Ich kann angeben, von welchem Designer oder welcher Designerin ich die Dateien gekauft habe.
Okay.
Und das sind dann eben auch nochmal Informationen, die wir für so eine Filterung zur Verfügung stellen. Und dann haben wir eben noch eine textuelle Suche, die dann auch inhaltsbasiert eben unterstützt von Embeddings dann funktioniert.
So, wenn ich jetzt entscheide, ich möchte meine Nass aufräumen, kann ich dann alle einfach hochschieben?
Ja, es ist tatsächlich schon noch eine Herausforderung.
Oder? Welche Gänzen?
Also wir haben noch keinen Upload-Prozess, wo man jetzt einfach sagen kann, so ein Synchronisationsmechanismus oder so. Das heißt, du musst die schon manuell entweder einzeln oder wir erlauben einen Mehrfach-Upload, wo man mehrere Motive auf einmal hochladen kann, aber da wird anhand von Ordnerstrukturen entschieden, was als Motiv kopiert wird. Das heißt, wenn ich einen Ordner hochlade bei uns, dann interpretieren wir erstmal jeden Unterordner dieses Ordners als Stickmotiv. Das ist häufig passend, wenn ich zum Beispiel einen Ordner habe von einem Designer XY und darunter liegt Motiv 1, Motiv 2, Motiv 3, dann kann ich diesen Ordner einfach so gesammelt hochschieben.
Mhm.
Manchmal ist es aber eben dann vielleicht auch nicht ganz passend und da ist natürlich noch langfristig der Gedanke, dass wir eine Möglichkeit schaffen, da viele Motive auf einmal einzuflegen. Da haben wir schon unterschiedliche Sachen mal so vorsichtig ausprobiert, aber da ist jetzt noch keine ganz schnelle Lösung in Sicht.
Vielen Dank.
Also kann ich jetzt nicht heute Abend hingehen und sagen, 2000 Dateien oder was es sind, einfach mal Bulk Upload und weg ist.
Du kannst schon relativ schnell, würde ich sagen, auch viele Dateien einpflegen. Aber jetzt, ich weiß jetzt nicht, 2000 Dateien oder 2000 Motive ist natürlich auch nochmal ein Unterschied, denn ein Stickmotiv besteht aus ganz vielen verschiedenen Dateien. Also ich habe jetzt ein Motiv vorliegen in Dateiformaten von verschiedenen Herstellern, also in der Regel dann so um die 10 verschiedenen Formaten, plus PDF-Anleitung, plus Vorschaubild und dann möglicherweise noch in mehreren Größen. Das heißt, ein Motiv kann durchaus mal so 50 bis 100 Dateien umfassen.
Ich habe da keine Plattform, weil ich schaue da nie rein.
Wenn du jetzt aber sagst, 2000 Stickmotive, dann ist es schon eine größere Herausforderung.
Ich bekomme nur immer wieder gesagt, ich brauche mehr Speicherplatz.
Aber dann, das wird wahrscheinlich nicht getrieben durch die Stickdateien an sich, sondern durch die zusätzlichen Dokumente, die so mit beiliegen, PDF-Anleitungen oder sowas, weil so eine Stickdatei, die ist ziemlich klein, ne?
Ja, das kann gut sein, dass das ringsherum das größte Problem ist. Das möchte ich gar nicht ausschließen. Aber ich möchte es auch gar nicht so genau wissen aktuell.
Aber guck mal, es kann eine schöne Aufgabe fürs verlängerte Wochenende sein, für die ganze Familie, oder? Kriegst du euch alle beschäftigt. Aber die Stickdateien sortieren und dann in Emborado hochladen.
Ich kann mir bessere Aktivitäten vorstellen, als dass ich das mache, aber ich kann das gerne meiner Frau quasi näher bringen, dass es eine super Aktivität wäre, neben die Sticksachen dann auch einmal geordnet wieder in den Keller zu räumen oder so. Oder das Stickgarn auch dann sortiert weg zu haben, wieder außerhalb des Sportbereichs oder so. Aber das hat nichts mit der Cloud zu tun, das löst die Cloud leider nicht, dieses Problem. Die kann man doch nicht aus der Cloud runterladen, die Stickgarne, glaube ich. Habe ich gehört.
Noch nicht, noch nicht. Dann vielleicht noch eine, ich sag mal ein bisschen provokativere Frage, so ein bisschen. Aber die habt ihr wahrscheinlich auch schon öfter bekommen. Du hast ja gerade selber erwähnt, so ein bisschen dann ähnlich wie OneDrive. Warum sollte man sich dann für Emborado entscheiden, wenn man einfach stumpf auf OneDrive die Sachen laden könnte? Okay.
Also am Ende würde ich da jetzt ja nur das Problem verschieben. Das heißt, auch da stehe ich vor derselben Herausforderung. Ich habe keine Inhaltsinformationen zur Verfügung, wenn ich die Dateien da liegen habe. Ich sehe weiterhin keine Vorschaubilder. Ich habe eben die ganzen Filterfunktionen, die ich bei uns habe, die auf diese spezifischen Dateitypen zugeschnitten sind, einfach nicht zur Verfügung. Und die Dauer der Suche wird sich wahrscheinlich nicht davon unterscheiden, wie wenn ich die Dateien auf dem eigenen Endgerät liegen habe.
Hm. Hm.
Das Einzige, was ich dann habe, ist vielleicht nochmal eine zusätzliche Sicherung. Also das ist natürlich auch ein Mehrwert, den wir auch mit drin haben, aber ich glaube, der Kern ist erstmal, dass man Zeit spart dadurch, dass man seine Dateien deutlich schneller wiederfindet bei uns.
Ja, vor allem für die Leute, die keine Nasskeller stehen haben, ne? Wenn du das irgendwo noch verteilst auf verschiedene Geräte, ich kann mir das gut vorstellen. Hier ist es schon zeitintensiv.
Also wir haben da schon vieles gehört.
Ja.
10 USB-Sticks, wo dann irgendwie immer einzelne Dateien drauf abgelegt werden und wo ich dann jeden einzelnen USB-Stick rausziehen muss, den mir erstmal nochmal anschaue, welche Motive da grundsätzlich drauf sind und damit dann zur Maschine laufen vielleicht, da wenn ich nochmal sehe, was drin ist dann am Ende auch. Da gibt es schon viele Wege.
Ja, ist auf jeden Fall cool, das sortieren zu können und zu filtern zu können. Ich glaube, das ist eine gute Sache, so, für den Zeitvertreib. Also, dass das Suchen endlich nicht mehr so lange dauert. Ich finde es cool. Also, ich finde es cool. Machen wir das aber nicht, das ist okay, aber ich sehe da Vorteile, ähm,
Auch persönlich praktisch finde ich dann. Ja, perfekt.
dass ich auch weniger mit solchen Problemen, wie ich finde hier was, nicht mehr belästigt werde. Jetzt könnte ich das lösen. Ihr habt das gelöst, perfekt. So.
Dann lass uns da nochmal ein bisschen zu dem Thema Marketing vielleicht ein bisschen kommen. Also ihr habt ja schon so eine kleine Nischen-Community, sag ich mal einfach. Wie erreicht man die am besten? Wie geht die da vor?
Also wir haben uns natürlich am Anfang erstmal damit beschäftigt, was ist so unser typischer Kunde oder unsere typische Kundin und es ist einfach weiblich 40 bis 65 in der Regel, also so typische Zielgruppe und wo sind die unterwegs, vor allem natürlich bei Facebook. Das heißt, wir haben ganz früh angefangen auch in Facebook-Gruppen versucht, Personen zu erreichen. Da gibt es Gruppen, die haben 15.000 Mitglieder. Die heißen dann, das ist jetzt kein echter Name, aber sowas wie Ich-Liebe-Sticken oder Alles-Rund-um-Sticken oder Nähen und Sticken für Anfänger, Fortgeschrittene und so weiter. Und darüber in diesen Gruppen sind wir dann gestartet mit, hey, wir haben hier eine Idee, wir entwickeln an etwas. Hättet ihr Interesse, das mal auszuprobieren? Hättet ihr Interesse, uns Feedback zu geben? Und auf diese Posts haben wir dann immer wieder nochmal angeschlossen mit weiteren Folgefragen und darüber dann so eine erste, ja, ich würde sagen, kleine Nutzer-Community irgendwie versucht aufzubauen.
Vielen Dank.
Und dann haben wir angefangen bei Facebook auch unsere eigene Nutzergruppe dann zu eröffnen und da zu versuchen, die Leute reinzulenken, sodass wir dann auch Fragen nochmal kanalisieren können, Feedback auch uns einholen können in so einer, nicht geschlossenen Gruppe jetzt, aber in so einem Raum nochmal, wo sich alle wirklich auch inhaltlich dann mit dem Thema auseinandersetzen. Und das war so der erste Kanal, mit dem wir gestartet sind eigentlich.
Wie habt ihr vermeiden können, dass ihr so als Werbung eingestuft werdet, dass ihr so weggelöscht werdet oder sowas in den Gruppen? Hm.
Ja, also ich glaube, das ist zum einen natürlich auch aus der Situation bedingt gewesen. Es war einfach wirklich zu dem Zeitpunkt, wo wir angefangen haben, einfach ein reines Studi-Projekt. Und wir haben für dieses Studi-Projekt um Feedback und um Hilfe gebeten. Und wenn ich aus dieser Situation natürlich reinkomme, dann sind einfach viele, glaube ich, nochmal doppelt hilfsbereit zu unterstützen. Das ist eh etwas, was wir bei uns in dieser Nische feststellen, dass alle sehr supportive sind. in einem Hobbythema auch sehr aufgeschlossen, irgendwie für neue Ideen und gerne immer helfen, wenn sie irgendwie helfen können. Und das war da am Anfang eben nochmal doppelt so. Und dann konnte man natürlich auch so ein bisschen so eine Entwicklung immer zeigen, wenn man da wieder dran angeschlossen hat. Hey, aus diesem Studi-Projekt ist mittlerweile ein testbarer Prototyp geworden, den ihr jetzt gerade online ausprobieren könnt unter dieser URL. Gebt uns gerne wieder Feedback.
Ja.
Und weil eben viele einfach sehr hilfsbereit und sehr unterstützend waren, hat das dann einfach sehr gut funktioniert.
Mhm.
Und ich glaube, dann ist es auch, wird es einfach nicht mehr so als Werbung empfunden, wenn ich dann am Ende sage, hey, das Ganze ist jetzt live, ihr könnt euch hier registrieren. Dann ist es was anderes, als wenn ich jetzt sage, ich poste in diese Gruppe und schreibe rein, wir haben etwas entwickelt, testet dieses Produkt.
Ja, das ergibt Sinn. Und wie viele One-on-One, also wie viele Kunden- oder Nutzergespräche, potenzielle Nutzergespräche hattet ihr so bisher?
Also das hört ja jetzt nicht auf, aber ich würde sagen weit über 200.
Wow.
Also noch im Rahmen, ich habe ja auch meine Masterarbeit darüber geschrieben, alleine für die Masterarbeit habe ich glaube ich so 60 Gespräche gehabt, aber Von eine Viertelstunde bis eine Stunde, alles möglich und von wirklich jetzt Endkunden, die das verwenden, überall Branchen, Expertinnen und Experten, die in dem Bereich tätig waren, die wir um Feedback grundsätzlich gefragt haben.
Vielen Dank.
Professionelle Stickereien oder professionelle Textilveredelungsbetriebe, alles dabei gewesen eigentlich.
Und wie viele, also du hast Interesse nur, wie viele von denen, mit denen du so ein Interview geführt hast, sind heute noch Nutzer oder so? Kannst du da irgendwie so ein Ballpark, man kann was sagen?
Also prozentual oder so fällt es mir jetzt ganz schwer, aber es sind schon natürlich viele Namen dabei, die mir jetzt immer noch regelmäßig auftauchen.
Ja.
Also sind schon einige Nutzerinnen und Nutzer am Ende dann auch bei uns gelandet.
Habt ihr auch mal gesch... Sorry.
Und, ach so, sorry, du zuerst. Voilà.
Ich wollte noch mal kurz so ein bisschen Richtung Marketing zurück.
Mhm.
Du driffst es da jetzt sehr in die Nutzer ab. Hattet ihr auch mal geschaut, ob ihr bei YouTube irgendetwas macht? Also ich weiß, hier wird massiv YouTube mit entsprechenden Kanälen konsumiert in dem Bereich.
Ja, also wir haben einen YouTube-Kanal. Auch das ist ein Medium, muss ich auch ehrlich sagen, genauso wie Instagram und so weiter, in dem ich bis zum Start dieses Projekts und hinter der Gründung überhaupt nicht unterwegs war.
Ja.
Das heißt, wir spielen das ziemlich amateurhaft und nutzen es vor allem, um so was wie kleine Tutorials oder so zu veröffentlichen. Ich glaube, eine Herausforderung für uns ist schon auch, dass ich jetzt nicht in der Lage bin, authentischen Content rund um das DIY-Thema zu produzieren. Wenn ich mich jetzt an die Nähe oder Stickmaschine setzen würde und da irgendwie erzählen würde, was ich jetzt heute genäht habe und vielleicht noch eine Anleitung oder eine Erklärung dazu anschließen würde, ich glaube, das würde mir bei uns aus der Community einfach niemand abkaufen, weil mir auch wirklich dann manchmal im Detail das Wording fehlt und weil ich es auch einfach nicht kann. Und dann macht das auch keinen Sinn, in die Richtung Content zu erstellen. Aber ich glaube, das ist gleichzeitig der Content, der in dem Bereich sehr, sehr gut performt häufig.
Okay.
Da hätte ich direkt eine Anschlussfrage. Habt ihr euch da mit dem Thema Influencer-Marketing schon mal beschäftigt? Influencer zu bezahlen, die für euch Werbung machen?
Ja, haben wir auch am Anfang als möglichen Kanal gesehen und ich habe auch einige kontaktiert. Aber es ist einfach sehr teuer. für einen unsicheren Ertrag und auf reines Affiliate Marketing, glaube ich, lässt sich einfach niemand mehr ein.
Hm. Hm.
Du hast überall erstmal eine Grundgebühr, die du zahlen musst pro Post oder pro Story oder sowas oder pro Video und die bewegt sich in der Regel eigentlich im vierstelligen Bereich schon. Wir verdienen jetzt ja pro Abonnement bei uns oder wir nehmen ein pro Abonnement bei uns im Moment zwischen 4,99 Euro und 9,99 Euro im Monat. Das heißt, wenn ich jetzt 1.000 Euro für einen Instagram-Post bezahle, dann muss ich ganz schön viele Abonnements darüber verkaufen, damit sich das irgendwie rentiert.
wie groß sind die influenza die anschreibt wie viele follower an die bekannt sind so sucht euch mal mal kleiner also ich habe auch schon mit dem flanzern zusammengearbeitet die also
Also das hat angefangen bei so 10.000 bis, ich würde sagen, 100.000 in dieser Nische.
Mhm.
die zwischen 1.000 bis 5.000 Viewer haben und die freuen sich über ihren ersten, das sind meistens die ihren ersten Job dann irgendwie bekommen oder sowas und die freuen sich total und da bewegst du dich eher im niedrigen, dreistelligen Bereich auf jeden Fall. Das sind so 2.000 bis 400 Euro oder irgendwie sowas in die Richtung und wenn die schon 3.000, 4.000, 5.000 Follower haben,
Ja,
Man denkt erstmal, okay, das klingt wenig im Vergleich zu 100.000 oder 5.000 Leute, gucken sie das wahrscheinlich an, plus halt nochmal Instagram oder YouTube oder so, spielt das ja so viel x-beliebige noch dazu mit aus. Das könnt ihr mal ausprobieren.
Ja, wir haben da tatsächlich also kleinere Accounts haben wir auch schon mal was zusammen gemacht. Bewegte sich auch so in dem Bereich 3.000 bis 5.000 Abonnentinnen und Abonnenten und eben auch für deutlich geringere Beträge. Ich glaube, wir haben mal einmal so 100 Euro gezahlt. Ich glaube, wir haben insgesamt so zwei oder drei Versuche gehabt.
Okay.
Und da ist aber dann auch am Ende relativ wenig einfach für uns bei rumgekommen. Und auf der anderen Seite muss man sagen, ich glaube, die stärksten Influencer in dem Bereich für unsere Kundengruppe sind halt häufig die Accounts, mit denen wir eh schon viel zusammen machen. Das heißt, Stickdatei-Designerinnen und Designer oder ja, also vor allem diese Gruppe und die Wenn wir Dateiaktionen mit denen zum Beispiel zusammen machen, bespielen die ihre Kanäle auch organisch. Das heißt, da nehmen wir jetzt nicht extra Geld in die Hand, dass wir sagen, hier, bitte postet noch was dafür und wir geben euch dafür 200 Euro, sondern die haben ja auch ein Interesse daran,
noch besser.
dass ihre Motive möglichst weit verbreitet werden, wenn die was mal gratis rausgeben, weil das ja auch ein bisschen Werbung einfach ist. Sie können auch mal zeigen, was sie für spezielle Sachen machen. Also jeder Designer, jede Designerin hat ja häufig auch so ihre eigene Spielrichtung. Man kann da wirklich ganz komplexe Sachen an so einer Stickmaschine machen. Und die freuen sich auch darüber, wenn sie einfach viele Leute erreichen, Werbefläche haben. Das heißt, das ist dann auch einfach etwas, was dann auch für uns organisch gut funktioniert. Und dann haben wir gesagt, okay, dann muss ich dann kein Geld für in die Hand nehmen.
Ja, es ist noch besser. Ja.
Das Budget ist ja, wie ihr wahrscheinlich selbst auch wisst, so am Anfang einer Gründung. Es regnet noch nicht von Bäumen.
nur um das nochmal klarzustellen, bedeutet das, ihr macht gar keine bezahlte Werbung oder was ist euer Plan da in der Richtung?
Ja, keine bezahlten Influencer-Kooperationen.
Ja, das war gerade das Thema, wie sieht es aus mit Google Ads oder Meta-Ads oder andere, irgendwelche bezahlten Sachen, was macht ihr da so?
Wir machen schon relativ lang jetzt mit unterschiedlichem Erfolg oder mit gemischtem Erfolg Meta-Ads und seit ungefähr anderthalb Monaten in einem Testprojekt sozusagen für zweieinhalb Monate haben wir es jetzt erstmal angelegt, Google Ads auch.
Okay. Okay, also...
Und was geht besser? Google oder Meta? Mhm.
Unterschiedlicher Einschlag so ein bisschen. Am Anfang hätte ich jetzt gesagt, auf jeden Fall Meta. So für, ich glaube einfach für Colt, also für den kalten Einstieg so, hat es am Anfang ziemlich gut funktioniert. Jetzt hat es sich so ein bisschen abgeschwächt. Ich habe da auch den Verdacht, dass der Algorithmus vielleicht so ein bisschen funktioniert auch, dass Man am Anfang sehr gute Zahlen hat und dann so nach und nach dazu getrieben wird, mehr Geld nachzuschießen, damit man wieder so in eine ähnliche Richtung kommt.
Hmm. Hmm.
Aber kann das jetzt nicht belegen. Ja, also unsere Meta-Ads-Performance ist ein bisschen schlechter als am Anfang. Google Ads haben wir festgestellt jetzt und es ist eben halt auch so ein Lernprozess da, dass da so, ich sag mal so High Intent Keywords gut funktionieren. Wir haben als Einmalkauf bei uns noch im Angebot, dass man ein Foto oder ein Logo digitalisieren lassen kann bei uns über die Anwendung. Das heißt, ich kriege eine Stickdatei bei uns. Wenn ich ein Foto hochlade, muss ich dafür halt einen bestimmten Betrag bezahlen. Und das ist ein Suchbegriff, der, glaube ich, sehr häufig verwendet wird, weil das einfach ein Problem ist, was sowohl professionelle Anwenderinnen und Anwender ständig haben.
Spannend.
Ich will eine Stickdatei aus einem Foto oder aus irgendeiner Grafik oder sowas heraus erstellt haben. Und da suchen die Nutzerinnen und Nutzer dann auch sehr zielgerichtet nach einer Lösung. Andere Keywords, da hast du quasi kein Suchvolumen drauf, also Stickmotive organisieren oder Stickdateien verwalten oder sowas ist ein Begriff oder ein Keyword, was quasi nicht gesucht wird.
Okay, verstehe. Danke dir. Ja. Ich hätte eigentlich sonst, glaube ich, erst mal keine weiteren Fragen. Wenn ich natürlich löchern kann.
Da ich einfach, das hatte ich jetzt gerade nicht gut zuordnen können, deswegen habe ich es noch nicht gefragt, aber ich wollte noch eine Frage stellen und zwar, was würdest du dazu sagen, wie viel Arbeit war das für dich, dich in diese Community, Stick-Community so reinzuarbeiten, zu lernen, wie die Leute so tickeln, wie die sprechen? Du musstest dann ja auch irgendwie die Für Ads zum Beispiel brauchst du die richtigen Creatives oder die richtigen Keywords und so weiter. Kannst du da vielleicht irgendwie Tipps geben, wie man das machen kann, sich in so eine neue Gruppe reinzufinden?
Ja, ich würde erst mal sagen, der Prozess ist halt überhaupt nicht abgeschlossen. Das heißt, wie gesagt, das ist ein sehr neues Themenfeld für uns und deswegen lernen wir da auch einfach ständig ganz viel Neues wieder dazu. Ich glaube, da ist auch wichtig, dass man nicht so tut, als ob man das schon wüsste, sondern den Leuten sehr genau zuhört und auch immer wieder Fragen stellt, die vielleicht... ein bisschen dumm wirken können, wenn ich jetzt mal so Platz sage. Also auch rund ums Thema Sticken immer wieder nochmal nachzufragen. Da gibt es nämlich ganz, also da kann man sich wirklich verlieren, was so Zubehör angeht und wie das Ganze technisch funktioniert. Also ich will da jetzt nicht zu tief in dieses Thema einsteigen, aber da gibt es wirklich ganz viele Sachen von Garnwahl über Fliese, die eingespannt werden, um für Stabilität im Stoff zu sorgen. wirklich alles Mögliche, was da so denkbar ist. Und da gibt es einfach immer wieder Themen, auf die man stößt, von denen man vorher überhaupt nicht gehört hat. Und dann hilft es, glaube ich, immer wieder auch authentisch nachzufragen, so hey, kannst du mir das nochmal kurz erklären? Dann unfassbar viel mit Leuten zu sprechen. Also wir waren auch am Anfang, als wir es noch im Rahmen des Hochschulprojekts verfolgt haben, Auf verschiedensten Messen haben da einfach die Leute angequatscht mit so, hey, wir haben da eine Idee, hast du Lust, uns mal ein bisschen Feedback zu geben? Jeden Messestand abgegraben, immer die Leute gefragt, danke für das Gespräch. Kennst du vielleicht noch jemanden, mit dem wir mal sprechen sollten?
Mhm.
Und so von Gespräch zu Gespräch irgendwie durchgehangelt und dann lernst du halt im Rahmen jedes Gesprächs irgendwie wieder irgendwie was Spannendes noch mit. Oder nimmst du was Spannendes mit? Alles nachhalten, immer mitschreiben oder halt automatisiert zusammenfassen lassen und dann nochmal Fragen notieren, die vielleicht wieder zusätzlich noch aufgekommen sind. Und da muss man sagen, bei uns ist, glaube ich, das Besondere einfach an dieser Community, dass es vielleicht auch, weil es einfach ein Hobbymarkt ist, in dem wir uns aktuell bewegen und viele das auch einfach dann gerne machen. Ja, dass viele so unterstützend sind und so gewillt auch Inhalte zu teilen, Informationen zu teilen, uns weiterzuhelfen. Das macht auch nochmal viel aus, glaube ich. Also es ist eine für uns sehr angenehme Bubble, um da Sachen neu kennenzulernen.
Diese Gespräche macht ihr die meistens per Videokonferenz, persönlich, vor Ort? Kommen die Leute vorbei? Gehst du da hin? Eher auf diesen Messen oder Veranstaltungen oder wie ist das so?
Ja, also zu einem ganz großen Teil ist natürlich online, das heißt Videocall. Viele wollen telefonieren. Wir haben auch eine Zielgruppe, wo sich nicht alle immer wohlfühlen, was Zoom oder Teams oder sowas angeht. Trotzdem versuche ich immer, wenn es geht und man kann kein persönliches Gespräch führen, Das Ganze dann über zumindest ein Videotelefonat zu machen, dass man auch mein Gesicht sieht und ich das Gesicht des Gegenübers sehe. Ich vielleicht dann auch nochmal, wenn wir irgendwie über unsere Anwendung reden, ich da auch nochmal was zeigen kann. Also es hat natürlich schon viele Vorteile. Und ideal sind aber einfach persönliche Gespräche, muss ich sagen. Da gibt es aber dann einfach wenig Möglichkeiten. Klar kann ich auf einer Messe mal jemanden fragen, aber da sind die meisten ja auch beschäftigt. Wenn ich jetzt sage, hast du jetzt gerade mal eine halbe Stunde Zeit, dann würden wir alle wahrscheinlich einen Vogel zeigen. Das heißt, da sind das dann eher kurze Austausche, es sei denn, ist halt wenig los. Und ich kann jetzt auch nicht, das ist dann ja auch eine Frage der Effizienz, hier aus Münster anfangen, quer durch Deutschland zu fahren oder noch weiter, um mit einem Nutzer oder einer Nutzerin eine halbe Stunde zu sprechen darüber, was wir vielleicht noch aufnehmen sollten oder so. Das heißt, es ist einfach schon zu einem großen Teil online. Aber wenn es sich irgendwie einrichten lässt, dann versuche ich es in irgendeiner Form persönlich zu machen.
Okay, super, danke.
Vielleicht noch eine letzte Frage, die wir allen immer stellen. Was würdest du anderen neuen Gründern raten? Was sind so Tipps, die du dir geben würdest oder Sachen, die du meinst, die müsste man vermeiden?
Ja, auf jeden Fall so viel Hilfe suchen, wie man kriegen kann und auch annehmen, weil man ist nicht in einer Situation, die nicht schon irgendjemand vor einem mal durchlebt hat. Und jetzt im Raum Münster kann ich sagen, ist das Unterstützungsangebot wirklich, finde ich, hervorragend.
Genau.
Also man hat Bei uns in der Fachhochschule eine Gründungsberatung, dann hat man das Reach in Münster, das Startup Center, wo man eben auch sehr schnell an Coaching-Möglichkeiten kommt. Dann geht es in Münster ja weiter, wenn ich jetzt so im B2B-Bereich unterwegs bin mit dem Digital Hub am Hafen. Es gibt aber natürlich auch außerhalb von Münster unendlich viele Programme und viel hilft einfach einfach. extrem viel. Wir nehmen jetzt im Moment am Stoff im Kopf Accelerator in Baden-Württemberg teil.
Mhm. Mhm.
Auch das finde ich ein super Programm mit tollen Workshops von wie man ein Unternehmen, wie man ein Unternehmen von einer Rechtsform gestaltet über Businessplan erarbeiten, also bis hin zu weiterführenden Themen. Und dann ein wichtiger Punkt glaube ich auch noch so als Unterstützung, Ganz viel auch mit anderen Gründerinnen und Gründern sprechen, die eben in derselben Situation aktuell sind und sich da über die gleichen Erfahrungen vielleicht nochmal austauschen kann, sich auch nochmal Feedback einholt oder eben mit Gründerinnen und Gründern, die vielleicht einen Schritt weiter sind. Gerne, vielen, vielen Dank nochmal für die Einladung.
Ja, sehr cool. Danke dir vielmals. Und sehr cool, dass du da warst. Hat viel Spaß gemacht, Max. Gerne, gerne. Wie kann man dich oder euch am besten finden, wenn man mit euch in Kontakt treten möchte? Mhm. Mhm.
Am einfachsten ist wahrscheinlich unsere Social Media Kanäle. Also bei Instagram ist es emborado-de und ansonsten Facebook einfach emborado. Und wenn man persönlich mit uns sprechen will, dann wahrscheinlich LinkedIn, einfach Max Heimsaat oder auch da Firmenseite emborado oder eben dann per Mail max.heimsaat.emborado.de.
Okay, super, danke dir. Muritz, hast du gerade noch irgendeine Frage?
Nee, nee, ich wollte nur sagen, viel Erfolg weiterhin, Max. Tschüss.
Vielen Dank. Ciao, ciao.
Ja, viel Erfolg. Und ich glaube, dann sind wir am Schluss für heute, oder? Perfekt. Bis dahin.
Ja, genau, dann schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt.
Ciao.
Dann sage ich mal, bis nächste Woche. Tschüss.





