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No Bullshit Founder: Startup-Wachstum ist kein LinkedIn-Märchen

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Jonas spricht mit uns über 16 Jahre Unternehmensaufbau: von der ersten Agentur über SoSafe-Hypergrowth und Planted bis zu gridX. Es geht um Glück, Verantwortung, Remote Leadership, harte Marktverschiebungen und warum Gründer ihre Idee früh an echter Zahlungsbereitschaft testen müssen.

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Tim Uhlott

Schön, dass ihr wieder einschaltet zu einer neuen Folge No Bullshit Founders. Heute leider ohne Moritz, der sich leider erkältet, aber dafür mit einem Gast mit Jonas, aktuelles CPO von Gridix.

Jonas

Vielen Dank.

Tim Uhlott

Jonas, erzähl doch gerne mal ein paar Worte zu dir.

Jonas

Hey, ja, schön, dass ich hier sein darf. Schade, dass Moritz erkältet ist. Den hätte ich auch gerne kennengelernt. Ja, ich bin Jonas, aktuell Manager, Director und CPO bei Gridix und bringe viel Erfahrung mit im Unternehmensaufbau in verschiedenen Bereichen. Das ist jetzt die letzten 16 Jahre gemacht und freue mich, heute bei euch zu sein und darüber ein bisschen zu quatschen.

Tim Uhlott

Ja, schön, dass du da bist, Jonas. Das freut uns sehr. Ich hatte gelesen bei dir, du bist damals in die Startup-Welt gekommen über eine Agentur. Möchtest du vielleicht da ein, zwei Worte zu sagen? Ja, gerne.

Jonas

Ja, gerne. Ich kann ja kurz einen Abriss einfach mal zu meinem Lebenslauf quasi geben und dann lasst uns gerne da einstellen, was euch am meisten interessiert. Genau, ich habe während des Studiums, da habe ich... mich selbstständig gemacht, eine Agentur gegründet und mit mehr Glück als Verstand dann auch zu sehr großen Kunden irgendwie direkt gekommen, auch weil ich von Business keine Ahnung hatte und auf jeden Fall zu günstig war. Und dann hatte ich da auf einmal irgendwie... O2, Sixt und C&A, die irgendwie was von uns wollten. Neben kleineren Family und Friends, die irgendwie Webseiten brauchten. Damit hat das eigentlich angefangen. Aber dann hatten wir relativ schnell diese Kunden... Und dann habe ich mir weitere Werkstudenten dazu geholt, die dann irgendwie für mich gearbeitet haben. Und dann waren das irgendwann fünf Stück. Und habe dann gemerkt, okay, du hast eigentlich überhaupt keine Ahnung von so Buchhaltung, wie du jetzt irgendwie Leute versicherst.

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Jonas

Und habe auch gemerkt, dass ich da überhaupt kein Fail für habe und auch überhaupt keine Lust, mich arbeite groß einzuarbeiten. Und eine Agentur, für die wir damals gearbeitet haben, Smart & Advertising, Mit denen habe ich dann gesprochen, weil denen fehlte so der Tech-Part, der Digital-Part. Und dann habe ich mit denen gesprochen und gesagt, hey, macht doch total Sinn, wenn wir das zusammenschließen. Dann kann ich euer Backoffice nutzen und ihr stellt die Leute vernünftig ein und macht das alles richtig. Und ich baue für euch den Tech-Teil auf. Und das haben wir dann auch gemacht. Und da habe ich dann als Head of Digital, hieß das dann, das Digital-Team geleitet. Ich hatte total viel Glück, dass die beiden Managing-Directors, Tina und Marco, mir sehr viel Verantwortung sehr früh in meiner Karriere dann auch schon gegeben haben und ich da sehr viel Gestaltungsfreiraum hatte. Genau, und dann zusammen mit denen und auch einem Kollegen die Agentur operativ und strategisch leiten durfte und dann auch, was man so die digitale Transformation begleiten durfte. Als ich da angefangen habe, haben die Kollegen mir E-Mails noch ausgedruckt und Sachen markiert und auf den Tisch gelegt. beziehungsweise hatten anstatt einem Kanban-Board Mappen, Projektmappen, die dann halt morgens in der Agentur verteilt wurden und auf den Tisch gelegt wurden. Das heißt, das war dann so der zweite Teil, wo ich die begleiten durfte, dass sie sich auch intern digital transformieren. Das ist ja auch entsprechend schon ein paar Jahre her. Und ja, da war ich ein paar Jahre bei SmartInn. Und dann bin ich in die Startup-Welt gekommen. Da war meine erste Station SoSafe. Da bin ich dazugekommen. Da waren das ungefähr 30, 35 Leute. Ich kannte die Gründer schon ein bisschen länger, weil Felix, einer der drei Gründer, im selben Coworking-Space wie ich früher war, als ich meine eigene Agentur hatte. Da kam er irgendwann rein und habe mich eigentlich relativ schnell sehr gut mit ihm verstanden und hatte dann auch mit den anderen beiden Gründern Niklas und Lukas, da hatten wir auch mal auch mal eine Sache zusammen ausprobiert, aber vor allem die drei, Niklas Lukas und Felix, haben sehr viele Sachen ausprobiert in verschiedenen Bereichen. Haben dann SoSafe gegründet, hatten dann auch bei uns in der Agentur den ersten Testlauf gemacht, bevor sie dann drei Wochen später mit dem ersten richtigen Kunden gestartet sind, mit dem Köln-Berner Flughafen. Da kann ich dann ganz gut, was macht SoSafe? Das ist eine Cyber Security Awareness Plattform. Das heißt, du kriegst einmal Phishing-Mails als Simulation und dann auch vor allem Online-Trainings, wie du dich verhältst. Genau, und als ich dazugekommen bin, waren das halt diese 30, 35 Leute plus minus, ich glaube, fünf Leute in der Entwicklung plus minus ungefähr. Kein Produktdesigner, kein Produktmanager. Und den Teil habe ich dann übernommen, den Produktmanagement, Produktdesign-Teil. Habe dann zusammen mit Felix und anderen Kollegen den Product Development Teil auf 120 Leute aufgebaut. Und in der Zeit, wo ich da war, ist SoSafe von diesen 35 Leuten auf 400 Mitarbeiter plus minus gewachsen. Ich glaube, die hatten schon eine Runde gemacht und dann haben wir so eine Die Runde haben sie nicht explizit benannt. Ich glaube, Extension Round würde ich jetzt einfach mal nennen, mit denen dann gemacht. Und dann Series A übersprungen und haben direkt eine Series B gemacht. Über, ich glaube, Publik sind, das ist die Zahl, 70 Millionen, die die damals gemacht haben, mit auch einer ganz ordentlichen Bewertung. Und als ich dann gegangen bin, waren es halt die 400 Mitarbeiter und auch das größte Service Security Awareness Produkt in Europa und da extrem viel gelernt. Und dann bin ich zu Planted gewechselt. Genau, um gewachsen ist das richtige Wort. Die haben nämlich eigentlich was ganz anderes gemacht. Das war keine Software-Company, sondern die haben Bäume aufgepflanzt oder Aufforstung gemacht in Deutschland. Zuerst als B2C-Produkt, sodass du als Kunde hingehen konntest und so ein Abo abschließen konntest, um Bäume jeden Monat zu pflanzen. Und dann haben die gemerkt, das ist noch ein geiles B2B-Produkt, weil wenn wir zu Firmen hingehen, dann müssen wir denen nicht irgendwie einen Baum verkaufen, sondern können direkt 100 verkaufen. Und das macht es natürlich irgendwie, also es ist besser für die Umwelt. Wir können mehr für die Umwelt tun, wenn wir es an Companies verkaufen, weil wir einen größeren Wirkungsgrad haben. Und dann haben die es als B2B-Produkt aufgebaut und dann hatten die auch die Idee, daraus eine Software anzubieten. Haben zuerst damit angefangen, eine Software zu bauen, um Mitarbeiter zu motivieren, sich nachhaltig zu verhalten. Und das hat okayisch funktioniert. Was sie aber auch gemacht haben, ist, sie haben CO2-Zertifikate zu verkaufen mit den Bäumen zusammen. Und da haben die Firmen sowieso immer gefragt, okay, wie viele CO2-Zertifikate sollen wir denn jetzt überhaupt kaufen? Und dann hatten die eine Exit-Tabelle, um dann halt basierend auf dem GHG-Protokoll, Greenhouse-Gas-Protokoll, auszurechnen, okay, ihr habt so und so viel CO2, das ihr ausstoßt, also kauft doch entsprechend so viele Zertifikate ein. Dann bin ich dazugekommen, um da aus dieser Baum-Company quasi eine Tech-Company zu machen. Und der CO2-Rechner war dann so im Grunde das erste SaaS-Produkt, was ich dann zusammen mit dem gebaut habe. Das war dann so der Starting Point. Und dann haben wir uns dann, von daher war es ein relativ Kleiner Schritt nicht, aber natürlicher Schritt, dann sowieso in dieses Nachhaltigkeitsreporting-Thema zu gehen. Da gibt es die CSAD, das ist eine EU-Regulatorik, nachdem bestimmte Firmen reporten müssen. Und die wurde letztes Jahr allerdings angepasst und die Grenzen wurden so ein bisschen verschoben. Und dadurch ist die Marktgröße, also TAM, SAM, SOM, die Kiste entsprechend angepasst und es war kleiner. Und dadurch war die Nachfrage oder ist die Nachfrage am Markt nicht mehr so groß. Und Vor ein paar Jahren war das auch für Firmen noch viel mehr im Trend, so Nachhaltigkeitsreporting, sich auf die Fahne zu schreiben. Und durch die aktuellen äußeren Umstände und generelle Marktschwierigkeiten, die die Firmen so haben, ist das jetzt aber auch nicht so auf der Agenda so oben bei den Firmen. Obwohl eigentlich so Nachhaltigkeits-KPIs und Ziele zu tracken, an sehr vielen Stellen sehr viel Sinn machen für Firmen. Also du kannst einmal, wenn du natürlich ein energieintensives Geschäft hast, in dem Bereich sehr viel tracken und machen, aber auch bei jeder anderen Company, weiß ich nicht, Mitarbeiterfluktuationen, Arbeitsunfälle und sowas, was auch alles da drin steckt, macht eigentlich total Sinn, sich das anzugucken und zu überlegen, okay, wie können wir da bei der Mitarbeiterfluktuation zum Beispiel besser werden? Was sind da eigentlich unsere Ziele? Das heißt, du kannst eigentlich auch aus dem Nachhaltensmanagement ganz viele Vorteile für dich als Company ziehen, Aber diese Erklärung zu machen, ist ein bisschen schwieriger geworden. Und das war dann so auch meine letzte Aufgabe bei Planted, wo ich stark mitgewirkt habe, zu überlegen, okay, wie machen wir jetzt als Planted weiter? Es gab jetzt im vergangenen Jahr oder immer noch eine Konsolidierung am Markt. Es gab sehr viele ähnliche Lösungen wie von Planted. Und da haben wir uns dann halt angeguckt, okay, wie machen wir weiter? Mit wem können wir uns zusammenschließen? Und das wurde vorgestern, glaube ich, announced, dass jetzt Planted und Code Gaia zusammen eine Holding bilden. House of Gaia nennen die Kollegen das jetzt. Und da gibt es jetzt einen Zusammenschluss. Code Gaia ist im Grunde Pendant zu Planted. Produkt sehr ähnlich und ergänzen sich sehr gut. Auch die Teams, die sitzen in München. Und die machen das jetzt zusammen. Und deswegen bin ich auch ganz happy, dass da jetzt viel bei denen, also die haben da jetzt auch damit eine sehr starke Marktposition aus meiner Sicht. Und ich glaube, es kann sehr positiv weitergehen bei den Kollegen. Und genau, vor zwei Monaten habe ich bei GridX angefangen als Managing Director und CPO. Was macht GridX? Wir arbeiten in zwei Bereichen. In erster Linie ist es ein Energiemanagementsystem, was wir bereitstellen. Das einmal für Home-Usage, also für Häuser, PV-Anlage, Wallbox und die Wärmepumpe intelligent miteinander zu verknüpfen und dann der andere Seite EBCI, also Electric Vehicle Charging Infrastructure, also die Charging Points, die ihr so seht, zum Beispiel Fastnet an der Autobahn, wenn ihr da so einen Ladepark, Ladestationen seht, dass da auch dann entsprechend die Energieflüsse gut gesteuert sind. Das kommt von Gridix. Wir sind ungefähr 200 Leute im Standort Aachen und München. Ich war gestern aus München zurückgekommen, weil wir zehnjähriges Bestehen der Company gefeiert haben. Da hatte ich das Glück, mit den Kollegen in München das zu feiern. Und genau, da gibt es also schon ein bisschen länger am Markt und ein total spannendes Marktumfeld. Jetzt im Vergleich auch zu Planted, wo es auch viel um Nachhaltigkeit ging, aber so mehr auf der Meta-Ebene, ist natürlich dann Greatest an der Forefront, weil natürlich gerade der Umbruch im Energiesektor, also aka Energiewende, total wichtig ist, auch um CO2-Emissionen hier in Deutschland oder in Europa, wo wir aktiv sind, in den Griff zu bekommen.

Tim Uhlott

Krass, Jonas, du hast schon einiges geschafft und gemacht. Wie alt bist du nochmal, wenn ich fragen darf?

Jonas

Ich bin vor ein paar Tagen 35 geworden.

Tim Uhlott

Wer möchte sich verraten?

Jonas

Ja, danke. Ja.

Tim Uhlott

Wer war 29? Ah, das ist gut und nachträglich.

Kai Ole Hartwig

Respekt. Also, ja, herzlichen Glückwunsch nachträglich und umso respektabler, glaube ich, der Lebenslauf, oder die Stationen da drin.

Jonas

Ja, danke.

Kai Ole Hartwig

Also.

Jonas

Ich habe halt sehr, sehr früh in meiner Karriere einfach schon angefangen zu arbeiten.

Kai Ole Hartwig

Ja.

Tim Uhlott

Ja.

Jonas

Also klar, jeder fängt früh in seiner Karriere an zu arbeiten, aber früh in meinem Leben. Also ich habe sehr früh schon angefangen zu arbeiten in meinem Leben, sozusagen wir so, und hatte halt auch die Chance. Bei Smartin hatte ich dann auch einfach direkt diesen Vertrauensvorschuss, dass ich da einfach auch schon sehr früh sehr viel irgendwie machen durfte und da habe ich schon sehr viel über Unternehmensführung und auch noch, wie man Menschen führt und managt, gelernt, weil die das auch einfach sehr gut gemacht haben und ich mir sehr viel abgucken konnte und bei SoSafe dann natürlich auch richtiger Ort oder Glück hatte, dass ich

Kai Ole Hartwig

Ja.

Jonas

zu dem Zeitpunkt eingestiegen bin und dass dann SoSafe auch so eine Erfolgsgeschichte wurde. Das hätte ja auch in eine andere Richtung gehen können. Bei Startups ist das ja immer so ein bisschen Gambling. Klar, wenn man sich an ein Startup anschließt, dann glaubt man natürlich auch an das Geschäft und das Geschäftsmodell und die Idee dahinter. Aber ob das dann ja aufgeht oder nicht, das sind so viele Faktoren von abhängig. Siehe Planted, da ist eigentlich eine sehr, sehr gute Idee, basierend auf einer Regulatorik, wo ein riesiger Markt eigentlich entsteht, wo viele Startups dann drumherum entstehen und dann sagen, hey, wir haben dafür eine gute Lösung. Und dann entscheidet sich die Politik, dann ein bisschen an der Regulatur zu schrauben und dann fällt auf einmal die Marktgrundlage für viele Startups dann von heute auf morgen mehr oder weniger dann weg oder zumindest ein Teil davon weg von der Daseinsberechtigung. Also so viel kannst du dann bei der Regulatorik nicht bewirken oder kannst du dann auf die EU in Brüssel dann irgendwie nicht wirken, zu sagen, hey, mach das mal nicht, da sind andere Kräfte stärker als dann ein paar Startups, die sich dann darum kümmern.

Tim Uhlott

Ja, stimmt.

Kai Ole Hartwig

Ja, klar. Trotzdem spannendes Umfeld, also erstmal da reinzurutschen. Ich glaube, da gehört viel Glück dazu oder ein bisschen Glück und dann auch da drin zu bleiben. Trotzdem spannender Weg einfach. Und jetzt das aktuelle Thema auch mega spannend. Ich habe ja selbst eine PV-Anlage auf dem Dach und im Keller. Das ist, glaube ich, auch gut.

Jonas

Der sollte kühl stehen im Keller, ist das besser. Da ist er besser aufgehoben.

Kai Ole Hartwig

Ja, wir sind bei einem großen anderen Anbieter, die auch so eine smarte Lösung anbieten, mit der theoretisch das auch zusammengeschlossen wird zu so einem ich weiß nicht mehr, wie es denn denn, aber quasi zu einem Kraftwerk, zum verteilten

Jonas

Und hast du ein Energiemanagementsystem da drin oder hast du quasi nur das, was mitkommt von der PV-Anlage und deinem Wechselrichter? Ja, zu einem virtuellen Powerplan, WPP, ja, genau.

Kai Ole Hartwig

Ja, genau. So. So.

Jonas

Aber du darfst den Namen ruhig sagen, wo er ist. Weil manchmal kann es ja auch sein, dass Gridix dahinter steht. Also was das Besondere an Gridix ist, das ist eine White-Label-Lösung. Also wir verkaufen das an Utilities, Energiestart-Ups, andere, da gibt es ja auch ein paar. Und die können dann unser Energiemanagement-System nutzen und ihr Label drauf drucken. Zum Beispiel E.ON ist auch unser Shareholder. Die haben Gridings vor ein paar Jahren gekauft. Wenn du jetzt auf die EON-Webseite gehst und da machen sie mit Werbung und wenn du dann bei EON dann PV-Anlage, Stromtarif, kriegst du dann halt alles aus, quasi eine Hand von denen. Und die Energiebox, die man dann sieht, die ist dann von uns.

Kai Ole Hartwig

Spannend. Cool.

Tim Uhlott

Ich habe natürlich tausend Fragen, Jonas. Das würde ich ganz gut bereichen.

Jonas

Ja, schießt los.

Tim Uhlott

Lass uns einfach mal noch mal vorne anfangen mit der Agentur. Du hast ja gesagt, ihr habt da so richtig schön große Fische an den gezogen mit O2, SIX und so weiter und so fort. Wie macht man das? Was ist das Geheimnis? Was ist der Trick? Die können wir es kopieren. Okay. Okay.

Jonas

Da kann ich leider keine Tricks sagen. Das waren tatsächlich Connections. O2 war über die Agentur Smartend, wo ich dann danach hingegangen bin.

Tim Uhlott

Hm. Hm.

Jonas

Die hatten keine Entwickler in-house und hatten dann da aber irgendwie so ein Entwicklungsprojekt an Land gezogen, um die einzelnen Marketingaktivitäten auf den Kanälen, die sie so bespielen, weiß ich nicht, von TV, Internet und dann aber auch Point of Sale und Smartin war eigentlich eine Point of Sale Agentur. oder ist, zu steuern, zu sehen, okay, was passiert da eigentlich gerade wo. Und Smartin hat das an Land gezogen, beziehungsweise mit uns an Land gezogen. Und die Connection kam ehrlicherweise daher, dass mein Bruder bei Smartin gearbeitet hat als Account Manager.

Kai Ole Hartwig

Das war's.

Jonas

Und er dann da so nett war und gesagt hat, hey, hier, mein kleiner Bruder, der könnte das machen.

Tim Uhlott

Ja.

Jonas

Der ist fit im Programmieren. Und same, same bei Sixt. Das kam auch da drüber, weil, also das ist dann, da hatten sie dann meinen Kontakt weitergegeben und gesagt, hier, Jonas und sein Team, die sind fit, auf die könnt ihr zugehen. Und dann haben wir dann für die ein Projekt gemacht. Und dann aber auch relativ schnell den Zusammenschluss zu SmartIn gefunden. Aber ich habe da leider wirklich keine guten Tipps. Ich habe es, glaube ich, eben auch schon eingangs gesagt. Ich hatte da auch von Business damals auch überhaupt keine Ahnung. Ich habe das damals auch nicht selber für mich gesehen, ich habe jetzt hier eine Agentur oder sowas. Klar, das Ding hatte einen Namen und so. Keinen guten Namen, aber es hatte einen Namen. Und ich habe es auch irgendwie platziert natürlich. Aber ich hatte das Glück, nie groß Kundenakquise zu machen oder mir darüber Gedanken zu machen, zu müssen, wie gewinnst du denn jetzt eigentlich neue Kunden?

Kai Ole Hartwig

Das ist voll schade, ne?

Tim Uhlott

Ach, schade.

Jonas

Und ja, deswegen habe ich da keinen Tipp, was jetzt so Agenturwissens angeht.

Tim Uhlott

Marketingprofis hassen diesen Trick.

Jonas

Ja.

Kai Ole Hartwig

Das wäre jetzt natürlich gerade für viele Agenturen der ultimativ spannende Teil gewesen. Ja, aber so ist es schon.

Jonas

Ja, aber genau. Ich kann jetzt sehr viel über Kundengewinnung im B2B-Software-Bereich bestimmt sagen. Aber ich meine, bei SmartIn haben wir Da haben wir auch Kundengewinnung gemacht und da gibt es tatsächlich auch spezielle andere Agenturen, die dann auch wieder vermitteln und die ich in Pitches reinbringe.

Tim Uhlott

Mhm.

Jonas

Und da ist auch viel über Connections und Leute, also damals, das ist ja auch schon ein paar Jahre her, aber ich glaube nicht, dass sich da so viel geändert hat heute, dass du halt dann mit den Leuten Kontakt trittst in den entsprechenden Konferenzen, whatever, und da dich ins Gespräch bringst, ja. und denen sagst, hey, was kannst du eigentlich? Und das ist mittlerweile auch üblich in Agenturen, dass sie auch einen eigenen Sales-Bereich haben, also dass die auch wirklich probieren, Kundenakquise zu machen. Wie das jetzt genau ihre Strategien sind, ob sie dann da auch irgendwie Outbound, Cold-Calling machen, bestimmt gibt es das auch im Agenturbereich, aber da bin ich relativ weit weg.

Tim Uhlott

Du hast ja deine Agentur ja wahrscheinlich erst alleine gegründet. Du hast erst mal losgelegt und dann mal geguckt. Genau, und dann ging es weiter.

Jonas

Genau, und das war auch ziemlich hemsärmlich.

Tim Uhlott

Aha.

Jonas

Gewerbeschein angemeldet, einmal hier zur Stadt Köln. Das ist, glaube ich, der Prozess, der damals bei der Stadt Köln schon am besten funktioniert hat. Das ist eine Sache von fünf Minuten gewesen.

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Jonas

Und dann hatte man seinen Gewerbeschein. Damit habe ich dann losgelegt. Und das lief dann auch immer über diesen Gewerbeschein. Also auch hatte jetzt auch erst mal nichts von...

Tim Uhlott

Mhm.

Jonas

Ich habe mir damals auch nicht die Gedanken gemacht, okay, gründest du jetzt eine GmbH, eine UG oder sowas? Irgendwie, ich hatte da irgendwie Kunden und musste eine Rechnung schreiben, die irgendwie halbwegs legal ist. Oder nicht halbwegs, die legal ist. Und darum habe ich mich dann gekümmert und dann losgelegt. Und das hat ja auch eben gesagt, ich hatte davon keine Ahnung. Deswegen habe ich dann auch irgendwann diese Flucht nach vorne zu Smartin quasi gesucht und gesagt, Leute, wir müssen das zusammen machen, sonst endet das in einer Katastrophe auf der Seite.

Tim Uhlott

Ja, ja, kann ich verstehen. Der ganze juristische Kram drumherum. Das ist so ein Kleingewerbe erstmal einfacher als direkt zum Anwalt zu rennen. Ich möchte gerne eine UG gründen oder jetzt direkt eine GmbH.

Jonas

Ich war auch Student zu der Zeit.

Tim Uhlott

Ich muss erstmal das Geld irgendwie reinholen.

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Jonas

Ich hatte das Geld auch gar nicht dafür, wie groß.

Tim Uhlott

Ja.

Jonas

Oder hätte an irgendeiner anderen Stelle mir das zusammensparen müssen.

Tim Uhlott

Ja.

Jonas

Oder, oder, oder. Deswegen, ja.

Tim Uhlott

Aber dann hast du ja deine ersten Angestellten und die hast du erst mal alleine geführt. Das habe ich richtig verstanden.

Jonas

Genau, ich habe mich allein geführt und ich saß damals im Coworking Space.

Tim Uhlott

Deine Studenten.

Jonas

Die habe ich mir dann auch noch mit einem anderen quasi aus dem Coworking Space so auch aufgeteilt. Wir haben da auch zusammen ein Projekt, was er gemacht hat. Da habe ich auch mitgearbeitet und dann haben wir uns die dann so ein bisschen aufgeteilt. Da waren Designer dabei, da waren Programmierer dabei. Und mit vielen von denen ich auch heute immer noch in Kontakt bin und auch irgendwie gespannt ist, in welche Richtung sich das bei dem einen oder anderen entwickelt hat.

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Tim Uhlott

Okay, spannend. Dann hast du dich ja mit Smart oder habt ihr euch mit SmartIn fusioniert. Wie hat sich dann für dich das Leadership verändert? Du hast ja nicht mehr alles alleine kontrolliert, sondern jetzt hast du ja noch einen Partner mit dabei und habt euch das aufgeteilt. Wie hat das funktioniert? Wie war das für dich?

Jonas

Ja, in erster Linie war ich froh, quasi die ganze Infrastruktur von denen mitnutzen zu können und dass ich mich dann vor allem auf das Digital-Team konzentrieren konnte und zu überlegen, okay, was machen wir jetzt eigentlich, wie bauen wir das auf?

Tim Uhlott

Mhm.

Jonas

Und hatte auch da einen ganz, ganz guten Deal mit denen gefunden, der sowohl für die risikoarm war, aber für mich auch viel Upside hatte, wenn entsprechend das Digitalgeschäft läuft. Und Ja, durfte direkt mit zwei, drei Leuten da starten, die ich dann direkt geführt habe, wo ich dann auch so, ja auch schon vorher schon, aber dann da auch nochmal noch mehr Learning by Doing gehabt habe und wo ich dann vor allem auch in die Prozesse, die die bei der Mitarbeiterentwicklung mit Mitarbeitergesprächsführung, Entwicklungsgesprächen etc. pp., da hatten die halt schon feste Prozesse und die liefen und die liefen auch gut, wo ich dann halt dadurch ja, ganz viel von denen lernen konnte, was das angeht und ich mich aufs Programmieren beziehungsweise auf das Digital-Team dann konzentrieren durfte.

Tim Uhlott

Okay, geil. Und dann bist du ja weiter zu SoSafe. Wie groß waren die, als du da eingestiegen bist?

Jonas

Genau, das waren so 30, 35 Leute ungefähr.

Tim Uhlott

So viel mal da. Hm. Hm.

Jonas

Genau, ich habe eben auch eins ganz gesagt, da waren... Keine Produktmanager und keine Produktdesigner am Start und ich war dann quasi auch so der erste Produktmanager. Ich habe da angefangen als VP-Produkt und trotzdem im Grunde der erste Produktmanager da. Ich habe von der Agentur Leute mit rübergenommen, die

Tim Uhlott

Ah, okay.

Jonas

Die erste Produktdesignerin da, die Fabienne, die hat bei mir die Ausbildung in der Agentur gemacht oder ihre Ausbildung bei uns zu Ende gemacht. Die habe ich dann mitgenommen zu SoSafe. Die war dann die erste Produktdesignerin, dann erstmal da irgendwie UX, UI von dem Ding noch ein bisschen besser zu machen. Genau.

Tim Uhlott

Und wie groß war SoulSafe am Ende, als du ausgegangen bist? Was hast du vorhin gesagt?

Jonas

Es müssen ungefähr so 400 Leute gewesen sein, plus minus.

Tim Uhlott

Hm. Hm.

Jonas

Und dann mit Offices in ganz Europa, Frankreich, UK, überall. Wir hatten da so einen Contract mit WeWork. Vor allem fürs Go-to-Market war das wichtig, dass man dann auch vor Ort Leute hat, die dann Go-to-Market machen. Sales machen und deswegen hatten wir relativ viele Offices und das haben wir aufgebaut oder ich aufgebaut während Corona. Das heißt, es waren sowieso hauptsächlich Remote-Teams, was eigentlich auch spannend war und da habe ich dann manche Kollegen das erste Mal nach zwei Jahren oder so gesehen, weil sie a, dann nicht in Köln waren, sondern halt dann auch wegen Corona sowieso das nicht ging und dann hast du erst mal komplett Remote, dann da bis Waren dann 120 Leute im Product Development Team inklusive dem Content Team, also die Leute, die das E-Learning, die Trainings machen, die Experten in dem Bereich und sehr lange alles remote gemacht.

Tim Uhlott

Kenne ich. Okay, aber ist schon krass, was du da aufgebaut hast, von den paar Mannekes bis... paar Hundert in ganz Europa. Wie hat sich das denn dann angefühlt, in so einem Hyperscaler mitzuwirken, das halt eben so aufzubauen? Das ist ja schon cool. Mhm. Mhm.

Jonas

Achterbahn, rauf und runter und auch eine ziemliche Achterbahn. Viel auf und ab. Man hatte immer das Gefühl, man läuft dem Ding so ein bisschen hinterher und es ist immer... Ausnahmezustand klingt vielleicht zu negativ, aber immer Strom drauf, immer Energie drauf. Und so eine Skalierung machen ja tatsächlich auch die wenigsten Startups. Also das ist ja dieser klassische Hockeystick, sowohl was intern, aber auch People Growth angeht, in dem Bereich dann gewesen.

Tim Uhlott

Mhm. Kind of like that.

Jonas

Und so viele, das wollen zwar immer alle Startups, aber so viele schaffen es dann auch nicht, beziehungsweise die VCs von den Startups wollen das, dass das so passiert. Und das ist extrem fordernd. Das sind dann irgendwie drei Jahre, die ich dann da war, die sich aber nicht anfühlen wie drei, sondern irgendwie so von der gefühlten Länge, wo ich irgendwie bei Unternehmen war, würde ich sagen, ich war am längsten bei SoSafe, obwohl das nicht stimmt.

Kai Ole Hartwig

Ja.

Jonas

Aber weil ich da gearbeitet habe wie für neun Jahre wahrscheinlich.

Tim Uhlott

Ja.

Jonas

Stimmt. Mhm.

Kai Ole Hartwig

Ja gut, während Corona hat sich das ja auch extrem angefühlt. Wie war das da? Also ihr seid dann ja während Corona so extrem gewachsen und habt ja auch gleichzeitig mehr oder weniger die Arbeitskultur verändert. Wie hat sich das alles, also ich weiß, bei uns hat sich das sehr extrem auf einmal angefühlt. Man saß so alleine im Büro und alle anderen saßen auch irgendwo anders. Und wie ist das, wenn man so ein riesiges Team dann auch noch auf einmal hat? Ist das also...

Jonas

Ja. Ja, gute Frage. Wie hat sich das angefühlt? Also ich bin quasi zu SoulSafe gekommen. Da war dann der erste Lockdown oder da war gerade der erste Lockdown, glaube ich, oder die erste Lockdown-Phase.

Kai Ole Hartwig

Das verschwimmt auch.

Jonas

Das verschwimmt auch eigentlich so ein bisschen alles so wann wie was war. Aber deswegen war sowieso von Tag 1 für mich bei SoulSafe sowieso das so, dass wir das jetzt irgendwie... remote beziehungsweise in diesem Homeoffice-Setup irgendwie aufbauen. Die hatten vorher aber eine sehr, sehr starke Office-Kultur und haben das auch sehr stark gelebt und haben auch sehr viel daran getan, sowieso sehr schnell die Leute zu im Rahmen des Erlaubens auch wieder ins Office zu bekommen und On-Place zu bekommen, weil wir ein großer Verfechter davon waren, dass das gut ist, wenn die Kollegen sich auch auf dem Flur austauschen und da den direkten Kontakt suchen. Das heißt, wir haben schon relativ schnell probiert, das zu machen. Nichtsdestotrotz hatten wir dann aber auch, weil wir so sehr schnell gewachsen sind und einfach den Bedarf an Leuten hatten, haben wir auch gesagt, okay, Anyway, wir stellen jetzt die besten Leute an, die wir finden, egal wo sie irgendwie wohnen.

Kai Ole Hartwig

Ja.

Jonas

Muss halt nicht Köln sein. Darf auch ein anderes Land sein. Darf auch sogar Düsseldorf sein. Hauptsache, wir haben die besten Leute. Das war so ein bisschen die Wiese. Und deswegen... Das hat halt funktioniert, weil du dann sowieso alle Meetings direkt online gemacht hattest, weil es egal war, ob die Leute on place waren oder wo sie auch immer waren. Irgendwann sind die auch, das ist aber nach meinem Weggang, wobei dann haben wir ein neues Office bezogen in Köln, da haben sie dann auch sehr stark daran gearbeitet, die Leute wieder aufzuhalten. in der Nähe von Köln zu heiern und dass Leute mehr reinkommen. Genau, das war dann aber eher so, nachdem ich weg war.

Kai Ole Hartwig

Ja, ich erinnere mich halt so an die Zeit, auf einmal saß man alleine im Büro.

Tim Uhlott

Mhm.

Kai Ole Hartwig

Wenn ich an Corona denke, denke ich an ein leeres Büro, wo niemand mehr sitzt. Und ja, Düsseldorf, die Weißgas haben ja mal dazu gesagt, Köln ein bisschen weiter nördlich oder so ähnlich. Ja.

Tim Uhlott

Ja, aber ich kenne das einfach allzu gut. Ich kam ja in die Jobwelt so, als Corona gerade ausgebrochen ist. Das war auch sehr, sehr interessant. Das war ja mein erster... Ja, ja.

Kai Ole Hartwig

Ja, eine prägende Phase irgendwie, ne? Also die ist sehr dominant, aber gleichzeitig sehr verwaschen. Ja.

Jonas

Was eigentlich spannend ist, in der Agentur bei SmartIn, da war klar, die Leute sind da. Homeoffice war die Ausnahme. Damals sind wir auch zu Terminen, die eine halbe Stunde, Stunde gingen. hingefahren, hingeflogen, um das zu machen. Auf die Idee würde heute auch keiner kommen. Da war dann auch so ein Call mit Kunden, eine Ausnahme, wo sich dann alle irgendwie im Konfi versammelt haben, um das so zu machen. Auf die Idee würde heute auch keiner mehr kommen. Und auch vor allem, was ich eigentlich sagen wollte, dieses, okay, Leute sind da jetzt jeden Tag, Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr, stempeln ein, stempeln aus. Hängt natürlich auch ein bisschen mit dem Geschäftsmodell zusammen immer. Aber ich glaube, das hat zumindest in den Firmen, wo ich dann danach war, war das deutlich flexibler, was auch Homeoffice und Onsite angeht.

Kai Ole Hartwig

Und

Jonas

Und das will ich ehrlicherweise auch nicht mehr missen. Manche Sachen kann ich auch besser einfach alleine im Homeoffice abarbeiten. Und manchmal weiß ich das aber auch sehr zu schätzen, dass ich im Office bin. Vor allem natürlich, wenn jetzt irgendwie in der... Hierarchie-Ebene weiter oben stehst, dann musst du natürlich auch Präsenz zeigen oder willst auch Präsenz zeigen, dass du dann da auch on-side bist. Ich bin jetzt irgendwie zwei, dreimal die Woche, wenn es funktioniert, in Aachen in unserem Office und habe mir vorgenommen, einmal im Monat in München im Office zu sein. Bisher hat das geklappt, jetzt die letzten zwei Monate. Bin aber auch so bei vielen anderen externen Terminen hier und da. Ja, deswegen mal gucken, wie gut das geht. Aber so montags oder auch freitags im Homeoffice zu sein, so wie heute und dann auch quasi die Bürotür zuzumachen, also zu Hause die Bürotür zuzumachen und dann direkt bei den Kindern zu sein. Ich habe zwei kleinen Jungs, ist auch cool, ne?

Kai Ole Hartwig

Ja, definitiv. Also ich habe meine Tür jetzt auch zu. Der Große ist in der Schule, die kleine Schwänzchenkindergarten heute. Das hat viele Vorteile, ne?

Jonas

Sehr gut. Ja, absolut.

Kai Ole Hartwig

Also das ist einfach viel cooler, als ins Boot zu fahren, wobei ich sagen muss, Büro finde ich auch geil.

Jonas

Oder... Nee, das mache ich auch nicht.

Kai Ole Hartwig

In RE1 würde ich mich jetzt nicht setzen. Dreimal die Woche oder so.

Jonas

Nee, nee, das mache ich ehrlicherweise auch nicht.

Kai Ole Hartwig

Ja, dachte ich mir schon.

Jonas

War da schön mit dem Elektroauto hin. Genau. Nee, aber ich finde vor allem diese Flexibilität zu haben heutzutage und nicht nur selber jetzt ich, dass ich mir das rausnehme irgendwie als Management Director, sondern auch das den Mitarbeitern zuzusprechen. Und gleichzeitig aber auch das vor allem, also es ist jetzt in jeder Company, wo ich jetzt quasi So safe planted, aber auch als Critics. Trotzdem willst du auch eigentlich als Führung das auch bezahlst deinem Office, also nicht nur, weil du es bezahlst, aber auch, weil du daran glaubst, dass dieser Austausch auch wichtig ist. Und ich merke das auch, wenn ich dann jetzt zum Beispiel in München bin oder sowas, wie viel mehr die Kollegen dann auf mich zugehen und sagen, hey, hier, Jonas, können wir mal ganz kurz sprechen? Wo ich mir manchmal nicht so sicher bin, ob sie das jetzt bei Slack dann auch entsprechend gemacht hätten und mich kurz angeschrieben hätten, sondern dass dann irgendwie, man sieht den Kollegen dann und dann, ja stimmt, den könnte ich doch eigentlich mal eben das und das fragen.

Kai Ole Hartwig

heißt es halt nicht dieser formelle kommunikationsweg nach irgendwie e-mail slack teams whatever ist halt immer irgendwie so jetzt muss ich offiziell oder jetzt schreibe ich offiziell oder jetzt sage ich hey können wir mal sprechen und das fühlt sich halt anders an

Jonas

Und genau.

Tim Uhlott

Mal kurz anquatschen.

Kai Ole Hartwig

Wir sind schon ein bisschen abgebogen, aber ich glaube, Tim möchte noch weitere Fragen stellen.

Tim Uhlott

Ich bin trotzdem aber so ein bisschen... Ja, ach, noch eine Sache dazu.

Jonas

Ja, Tim, hau raus.

Kai Ole Hartwig

Ja.

Tim Uhlott

Ich glaube, wir haben auch ein bisschen Glück, dass unsere Generation auch dieses... Prinzip hat Remote und auch im Büro, also die Generation vor uns, ich glaube, da gab es ja nicht so wirklich Remote. Also ich finde, da haben wir schon echt ein bisschen Glück, dass man das bei uns ein bisschen spannender ist.

Jonas

Nee. Beziehungsweise da war wahrscheinlich auf jeden Fall dann auch Corona einfach Accelerator, der dann das Ganze beschleunigt hat, weil dann alle Firmen sich auf einmal gucken mussten, wie macht man das jetzt hier eigentlich.

Tim Uhlott

Ja, auf jeden Fall. Hm.

Jonas

egal. Weiter im Text.

Tim Uhlott

Weil weiter im Text, ja nur noch ganz kurz zu, so safe, du hast ja am Anfang gesagt, ihr habt ja Series A Runde direkt übersprungen und seid direkt Series B, erstens zwei Sachen, warum, wie kam es dazu und zweitens, wie fühlte sich das an, in so einer größeren Seeding Runde irgendwie zu sein, wie macht man das?

Jonas

Also Also warum hat man das gemacht? Weil die Zahlen, also du hast dann ja so bestimmte Bereiche, wo du dann draufklagen kannst, okay, wo bist du gerade mit Umsatz und wie viel willst du einsammeln etc.

Tim Uhlott

Mhm.

Jonas

pp. Und Bewertung, wo dann sagen kannst, ah, das ist eher eine Series A, B, C, whatsoever. Und da waren klar, so eigentlich viele Vorzeichen stehen da jetzt schon auf eigentlich Series B. Und dann ist es natürlich auch so ein bisschen vom... Einfach von der Story, die du erzählst, natürlich nach draußen auch ganz geil, wenn du sagst, hey, wir brauchen eine Serie B, wir machen jetzt direkt eine Serie B. Das ist natürlich von der Story gut, auch wenn du auch VCs zugehst und so. Und das war, glaube ich, so der Haupttreiber. Einmal die Zahlen haben gestimmt, dass man sagen kann, das ist eine Serie B und du konntest eine gute Story dazu erzählen. Und was ich sagen kann, so eine Series B, da geht es natürlich dann auch um deutlich mehr Geld oder was ist deutlich mehr Geld? Da geht es schon um richtig viel Geld, um ein paar Millionen, ja. Und da wird natürlich auch entsprechend genau hingeguckt. Also nicht, dass jetzt bei Planted bei den Runden, die ich damit gemacht habe, nicht genau hingeguckt wird. Aber da werden nochmal andere Geschütze aufgefallen, zumindest war es so bei SoulSafe. In Form von, dass der ehemalige CTO von eBay die Tech, die die gemacht hat mit seiner Agentur, die er danach gegründet hat, irgendwie nach seiner eBay-Zeit und die uns dann ganz gut in die Mangel genommen haben und da ist ein Interview noch sehr präsent bei mir, wo die uns halt dann da, wo wir dann alles erarbeitet haben und dann muss das präsentiert werden und dann haben die uns da ganz schön gegrillt und dann hat während dieses Termins dann einer bei Teams geschrieben, so, ey, ich habe gerade nachgeguckt bei LinkedIn, die waren früher alle in der US Army und da wurde uns klar, okay, deswegen sind die so gut da drin, uns zu grillen. Aber es hatte ein positives Ende. Sie haben irgendwie quasi alle Lichter waren auf grün, sodass wir es geschafft haben. Und danach haben wir auch nochmal mit denen gesprochen, um dann über die Ergebnisse wie die Findings, oder Findings waren es ja nicht, sonst würden wir uns nicht kommen, aber über ihre Sichtweise jetzt auf SoSafe zu sprechen, was sie so jetzt gesehen haben, da waren die auch dann auf einmal super sympathisch und nett und waren quasi super offen und genau. Und so hat sich das angefühlt, wenn da jetzt darauf eine Frage abzielte.

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Jonas

Genau.

Tim Uhlott

Kannst du ungefähr sagen, wie groß die Funding-Runde war oder ist das geheim? Also plus minus stellen.

Jonas

Ich glaube, wenn du es googelst, ich glaube, da steht dann publik 70 Millionen und plus minus war es dann auch diese 70 Millionen.

Tim Uhlott

Ja gut, sind auch so ein paar Euro, kann ich auch gut verstehen, dass ich euch dann so grillen.

Jonas

Kurzzeichen.

Tim Uhlott

So viel Geld.

Jonas

Ja. Genau, gerade noch 73 Millionen waren das damals. Genau.

Tim Uhlott

Krass, ey. Das ist schon ordentlich, ey.

Jonas

Da kannst du schon ein bisschen was mitmachen.

Tim Uhlott

Ja, ja.

Jonas

Das stimmt.

Tim Uhlott

Kann ich mir gut vorstellen.

Jonas

Ja.

Tim Uhlott

Und... Ja.

Jonas

Ja, eigentlich.

Tim Uhlott

Und dann ging es weiter für dich bei Planted, nachdem du ja schön Hyperskeller gemacht hast bei SoSafe. Was hat dich denn an Planted gereizt? Wie kamst du zu Planted?

Jonas

Ja, die Idee, die ich damals im Kopf hatte, ich hatte mich damals dann gefragt, okay, jetzt irgendwie SoSafe, extrem viel gelernt in der kurzen Zeit und will ich jetzt nochmal irgendwie Single Contributor werden in einer größeren Firma.

Tim Uhlott

Mhm.

Jonas

Damals war ich dann irgendwie im Gespräch mit Myra zum Beispiel, hätte ich auch extrem cool gefunden, ob mich so eine Company anschließe oder ob ich probiere, das Gelernte bei SoSafe jetzt nochmal in einem anderen Startup zu machen. anzubringen und war dann halt über Planted gestolpert, hatte irgendwie deren Jobanzeige gesehen und fand das irgendwie ganz spannend, was sie da geschrieben haben und dachte, okay, ich will auf jeden Fall mal mit denen sprechen. Und dann habe ich die halt angehauen, fand die Gründer Heinrich und Wilhelm, habe ich damals sehr schnell kennengelernt, fand deren Idee gut und auch ihre Sichtweise auf die Sachen gut. Und fand das Thema natürlich auch spannend, Nachhaltigkeit da irgendwie zu wirken und seinen positiven Fußabdruck dann irgendwie zu hinterlassen.

Tim Uhlott

Okay, cool.

Jonas

Die Idee fand ich total reizend. Und dann dachte ich, okay, was habe ich zu verlieren? Und habe mich dann entsprechend am Planted angeschlossen. Genau, und das war so die Idee oder die Motivation dahinter, wie ich dann zu Planted gekommen bin.

Tim Uhlott

So Nachhaltigkeit ist ja meistens nicht so ganz so sexy und dafür interessieren sich Unternehmen ja meistens nicht so. Wie verkauft man denn das und trotzdem überzeugt man Unternehmen, dass du sagst, okay, Nachhaltigkeit ist trotzdem wichtig, erst recht jetzt so abseits von dem, von der Gesetzesentwaltung, was du erwähnt hattest.

Jonas

Ja. Also ich glaube, damals eigentlich zu Planted.com war das noch anders, da war das super angesagt und sexy. Da haben sich das sehr viele Firmen auf die Kampagne geschrieben, machen auch immer noch total viele Firmen und es sind auch quasi in dieser Zeitspanne, wann war das, vor drei, vier, fünf Jahren, extrem viele Companies auch aus diesen Nachhaltigkeitsgedanken heraus entstanden. Egal, ob es jetzt hier so Modemarken sind wie Arm & Angels, die auch aus Köln kommen oder, oder, oder. Also da gibt es schon viel und da gibt es auch diese Labels, die dann rausgekommen sind wie

Kai Ole Hartwig

Und...

Jonas

B Corp oder sowas. Gut, den habe ich jetzt nicht so präsent. Also da gibt es schon einiges. Und es gibt auch immer noch viele Unternehmen, die dann in den letzten Jahren Nachhaltigkeitsmanager angestellt haben und gesagt haben, okay, wir wollen da was machen. Wir hatten mit Planted ja dann dieses Nachhaltigkeitsreporting und basiert auf dieser Regulatorik der CSRD. Und da war natürlich nochmal ein ganz anderer Druck da. Also da mussten dann oder hätten dann gemusst alle Companies mit plus 250 Mitarbeiter und einem Umsatz von, ich weiß es nicht, auch relativ niedriger, zweistelliger Millionenbereich hätten reporten müssen. So. Und dann konntest du natürlich auch im Outbound jede Company im Grunde über dieser Schwellenwert anrufen und sagen so, ey, wisst ihr, dass ihr nächstes Jahr nach der CSAD reporten müsst? Oder habt ihr das schon auf dem Schirm, habt ihr schon eine Lösung? Und da ist natürlich dann so ein Pitch so einfach, irgendwie ein SaaS-Produkt, also eine Lösung dann dazu zu verkaufen. Und dann war es auch so, entweder haben sie gerade nach einer Lösung gesucht, oder sie hatten sich noch nicht damit befasst und waren dann dankbar, dass jemand Bescheid sagt, dass sie eine Lösung brauchen.

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Jonas

Und das ist natürlich dann vom Und da sind wir auch sehr, sehr stark gewachsen. Natürlich auch was ganz anderes. Und dann kam halt dann, also A wurde dann die Regulatorik zurückgedreht, auch generell aus den marktwirtschaftlichen Umständen, die jetzt die EU die letzten Jahre eraltert, insbesondere Deutschland eraltert mit dem Führungskraft. Wegfall des günstigen russischen Gas etc. pp. erkennt das, dass dadurch dann dieses Nachrichtsthema bei den Firmen deutlich auch wieder abgenommen hat, weil es oft noch so wahrgenommen wird, dass es in erster Linie Ausgaben bedeutet und wenig Mehrwert.

Kai Ole Hartwig

Ja.

Jonas

Und wie man sie dann dafür überzeugt, es doch zu machen, ist dann halt aufzuzeigen, welchen Mehrwert es hat, der berühmte Return of Invest, wenn ich da so eine Software einsetze bzw. Nachhaltigkeitsmanagement vernünftig mache, dass das auch einen positiven Effekt für die Company hat, der Der Gründer von Planted, Wilhelm, oder einer der Gründer von Wilhelm, der hat immer gesagt in der Kamera, man kann Firmen zwei Sachen verkaufen, entweder mehr Umsatz oder Geld einsparen und mit Nachhaltigkeit kannst du beides, du kannst einmal Geld sparen auf der einen oder anderen Sachen, weil du Sachen irgendwie... tatsächlich einsparst und dann in the long run damit Geld sparen kannst oder auch für mehr Umsatz, weil du dann zum Beispiel in der Lieferkette sein kannst von einer Firma, Volkswagen zum Beispiel, die immer noch nach Nachhaltigkeitskennzahlen reporten müssen und dann halt sagen kannst, hier, wenn du meine Dienstleistung einkaufst, egal ob es jetzt Ware ist oder eine Dienstleistung ist, kaufst du dir auch relativ wenig CO2 mit ein, hast du auch einen Webverkehrsvorteil, ergo kannst du mehr Geld verdienen. Und so kannst du es dann immer noch verkaufen. Aber der Pitch, merkt ihr jetzt schon, der ist deutlich länger, als wenn ich einfach anrufe und sage, hey, du musst uns jetzt ein Report abgeben.

Kai Ole Hartwig

Ja.

Jonas

Hast du es auf dem Schirm? Bist du da schon dran oder nicht? Sondern der Pitch ist entsprechend länger und die Zahlungsbereitschaft auch nicht mehr ganz so groß, als wenn dann jemand sagt, hey, droht eine Strafe, wenn du es nicht machst.

Tim Uhlott

Ja, klar. Dann rückst du natürlich aktuell so ein bisschen Hintergrund. Gibt es aktuell ein bisschen andere Themen oder aus der Sicht vielleicht der Unternehmen wichtigere Themen im Moment so ein bisschen. Ist ein bisschen schade, aber ja.

Kai Ole Hartwig

Ja.

Tim Uhlott

Und dann habt ihr Planted verkauft. Nicht?

Jonas

Nee, es ist kein Verkauf, es ist ein Zusammenschluss. Also es ist ein Zusammenschluss mit den Kollegen aus München, Code Gaia.

Tim Uhlott

Okay. Okay.

Jonas

Und die jetzt zusammen als Haus of Gaia treten dann jetzt quasi zusammen, auch als eine Brand dann Code Gaia auf.

Tim Uhlott

Mhm. Mhm. Ah, sehr gut.

Jonas

Es gibt auch noch die Brand Planted, die sich dann weiterhin um Aufförstungsprojekte kümmert.

Tim Uhlott

Mhm. Mhm. Mhm.

Jonas

Aber quasi Zusammenschluss dann mit direkt 630 Kunden dann zusammen mit den Teams, die dann zusammengestöpselt werden etc. Und so hast du natürlich dann auch wieder eine andere Marktdominanz oder eine bessere Positionierung einfach im Markt, wenn du dich dann da zusammenschließt. Das war so der Gedanke. Eins plus eins ergibt drei.

Tim Uhlott

Das klingt erstmal gut. Wie lief so eine Fusion dann ab? Hm.

Jonas

Viel sprechen. Also das ist ja auch nur eine Möglichkeit, was du machen kannst. Kannst du natürlich auch dich dann irgendwie an andere größere Player auch dann zum Beispiel verkaufen und sagen so, hey, hier wollt ihr unsere Kunden haben, wollt ihr unsere Software haben? Und das ist dann im Grunde sehr, sehr ähnlich, wie wenn du dein Startup bei VC pitchst und sagst, du brauchst eine neue Funding-Ground.

Tim Uhlott

Mhm.

Jonas

Du kannst natürlich auch wieder Funds ansprechen und sagen so, hey, hier habt ihr nicht in eurem Portfolio etwas, wo man irgendwie das zusammen machen kann. Oder auch, wenn man mit den größeren Playern in Kontakt tritt und so, hey, hier. wie wäre es, wollen wir zusammenarbeiten? Das ist dann aber sehr, sehr ähnlich. Man geht da hin, man pitcht, was man Tolles erreicht hat, wie toll das Produkt ist, wie toll die Leute sind, die da mitarbeiten und was es für gute Synergien gibt, wenn man zusammenarbeiten würde, wenn man sich zusammenschließen würde. Und dann funktioniert es oder funktioniert es nicht, beziehungsweise war es bei Planted auch so, dass man auch mehrere Optionen hatte, wo man dann gesagt hat, okay, das ist auch einfach die vielversprechende Option für Planted.

Tim Uhlott

Okay, verstehe, danke dir.

Jonas

Wir können gerne nochmal fünf Minuten länger machen.

Tim Uhlott

Du hast gesagt, das ist gleich noch einen harten Anschlag. Deswegen... Ja, deswegen, dann musst du nochmal wiederkommen, Jonas. Dann reden wir dann nochmal.

Jonas

Genau.

Tim Uhlott

In Valetitics.

Jonas

Das können wir so sonst auch gerne machen, ja.

Tim Uhlott

Ich hätte eigentlich dann noch Fortsetzung folgt dann irgendwann.

Kai Ole Hartwig

Fortsetzungsfolge. Ja.

Jonas

Wir können gerne auch noch mal sonst eine dedizierte Folge zu meiner, wo ich jetzt aktuell bin, weil das ist auch total spannend und auch noch mal eine andere Konstellation. Das ist jetzt ein Startup oder kein Startup, schon lange kein Startup mehr, eine Grown-Up, you name it, die die ihren Exit schon hinter sich haben, die jetzt zu einem großen Konzern gehören, wo es dann auch einfach sehr, sehr viele Synergien gibt mit denen zusammen. Aber es ist natürlich dann auch so andere Sachen, dadurch dann einfach logische Schlussfolgerungen sind, was das dann bedeutet für so ein Unternehmen. Genau, können wir gerne auch nochmal dediziert darüber sprechen.

Tim Uhlott

Sehr gerne. Das klingt auf jeden Fall gut. Deswegen würde ich dir gerne noch... Was hast du, Ole?

Kai Ole Hartwig

Ich glaube wir... Nee, Quatsch, mach du weiter. Ist gut.

Tim Uhlott

Okay. Deswegen würde ich dir jetzt eigentlich noch eine letzte Frage stellen, die wir eigentlich immer allen Gästen stellen, die in den Podcast kommen. Was würdest du denn anderen jungen Gründern oder Menschen, die gerade am Anfang sind, ihre Startups irgendwie zu gründen, vielleicht raten, was für Tipps oder was sollen sie vielleicht nicht tun, was sind so die typischen Fallen vielleicht, vielleicht nochmal nochmal ein, zwei Punkte, die dir vielleicht einfallen.

Jonas

Ja, ich meine, der Klassiker ist ja, sich nicht zu sehr in die Lösung zu verlieben, die man da irgendwie so im Kopf hat, sondern das hart zu verproben und auch mit sehr, sehr vielen zu verproben.

Tim Uhlott

Mhm.

Jonas

Das ist aber so ein Rat, den hörst du, glaube ich, an jeder Ecke und sagt eigentlich auch jeder.

Tim Uhlott

Ja.

Jonas

Aber man ist dann sehr schnell... trotzdem davon voreingenommen, beziehungsweise ich glaube, viele sprechen dann trotzdem zu wenig. Ich helfe ja auch dem einen oder anderen Startup bei mir aus dem Umfeld und jetzt auch nochmal zwei, die ich von Sosef kenne, Floristan und Jirre, die haben Hidesk gegründet und die hatten aber vorher auch eine andere Idee im Kopf, was sie machen könnten und haben dann da auch sehr viele Interviews gemacht, wo ich denen auch ein bisschen geholfen habe.

Tim Uhlott

Ja.

Jonas

Und wo die dann irgendwann auch so einen Aha-Moment hatten, was sie gemerkt haben, hey, das ist vielleicht nicht die beste Idee, wenn wir das machen.

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Jonas

Weil es dann irgendwie, also die Idee war gut, die sie hatten, aber es war unklar, wer jetzt dann die Bayer-Persona ist am Ende des Tages. Also gibt es jetzt jemanden im Unternehmen, der wirklich sagt, ich zahle dafür Geld? Und dieses Thema, zahlt jemand dafür Geld und wie viel Geld dafür gezahlt wird? Das haben viele Fauna, die machen zu spät darüber Gedanken. Also was ist der Business Case dahinter, auch vor allem für meine Kunden? Und gibt es diese Möglichkeit, dass dann jemand einen nennenswerten Betrag X auf den Tisch legt? Ich spreche jetzt speziell über B2B-SaaS, weil ich daherkomme.

Tim Uhlott

Und

Jonas

Und damit sich sehr früh zu beschäftigen und das auch sehr, sehr früh schon bei den Pitches, wenn man dann Leute die Idee präsentiert, beziehungsweise erst mal fragt, ob sie überhaupt das Problem haben, um dann die Lösung zu präsentieren, auch zu fragen, okay, zahlt ihr dafür Geld und würdet ihr jetzt sehr konkret das auch zu machen, wenn ich dir das jetzt anbiete, würdest du dafür 500 Euro im Monat zahlen oder nein?

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Jonas

Und am besten das sogar irgendwie schon sehr, sehr früh zu haben, weil am Ende des Tages ist Umsatz immer das Entscheidende, ob da was bei rumkommt oder nicht und ob das Ding fliegt oder nicht. Und das sollte man sehr, sehr früh auch schon beim Testen der Ideen mit bedenken und mit fragen, ob da was bei rumkommt oder nicht.

Tim Uhlott

Ja, das ist...

Jonas

Ich glaube, das ist so das Wichtigste.

Kai Ole Hartwig

Hahaha.

Jonas

Oder doch, das ist das Wichtigste.

Tim Uhlott

Ja, doch, das ist schon sehr, sehr wichtig. Man kann sonst sehr viel Zeit damit verschwenden, einfach irgendwas zu bauen, weil das ist halt so eine, ich glaube, so ein bisschen so eine Informatikerkrankheit, die ich auch ganz gut von mir kenne. Du überlegst dir irgendwas ganz Cooles, denkst dir, ah, geil, das wollen bestimmt alle haben, baust erstmal Ewigkeiten, aber dann braucht es keiner, hast viel Zeit reingesetzt und ja,

Jonas

Go. Ja, genau. Da haben wir bei uns auch oft über unterhalten, Tim, irgendwelche wilden Ideen, die ich auch ausprobiert habe oder sowas. Und da war auch immer, egal was ich dann da mal ausprobiere, ist immer eine der wichtigsten Sachen, okay, kann ich das jetzt hier mit verkaufen und gibt es dann jetzt jemanden, der da irgendwie dann wirklich auch dann das Geld auf den Tisch legt, damit das spannend ist. Und ja, gerade das ist auch für Informatiker, da jemanden quasi an seiner Seite, ihrer Seite zu haben, der in dem Bereich auch gut ist, dieses Go-to-Market-Game und gerade bei B2B auch dieses Outbound-Game vielleicht beherrscht, schon extrem wichtig.

Tim Uhlott

Ja, auf jeden Fall. Ja, cool, dass du da warst, Jonas. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Ich konnte nicht gut mit Fragen durchlöchern. Das freut uns auf jeden Fall. Ja.

Jonas

Gerne, Dito, hat auch Spaß gemacht.

Kai Ole Hartwig

Keine Angst, Tim hat noch 100 weitere Fragen, natürlich auch.

Tim Uhlott

Ja, ja, fürs nächste Mal, Ado. Ich überlege mir mal ganz viel die Logik. Sehr gerne.

Kai Ole Hartwig

Petto.

Tim Uhlott

Ja. Ja.

Jonas

Ja, lass uns gerne eine zweite Runde machen und dann können wir gerne über Gridix und das sehr, sehr spannende Thema Energiewende mehr sprechen. Das ist heute ein bisschen kurz gekommen und auch da kann man, glaube ich, nicht nur über Energiewende, aber auch viel über Unternehmensführung und auch, glaube ich, für andere Startups auch nochmal wieder was rausziehen.

Tim Uhlott

Auf jeden Fall, das ist recht auch ein sehr wichtiges und aktuelles Thema.

Jonas

Es ist das Thema unserer Zeit.

Kai Ole Hartwig

Sehr schön. Ich glaube, das würde uns sehr freuen.

Jonas

Wenn wir das nicht hinbekommen, dann wird es schwierig. Und aufzuhalten ist es aus meiner Sicht zum Glück nicht mehr. Es kann natürlich schon sein, dass noch mal so ein paar Steine in den Weg gelegt werden. Aufzuhalten ist das nicht mehr. Und das aber jetzt irgendwie gut und intelligent zu machen, das ist die Aufgabe unter anderem von Gridix. Und da können wir gerne in der zweiten Folge nochmal intensiv drüber sprechen.

Tim Uhlott

Sehr gut, das sind doch schöne letzte Worte gewesen. Dann sage ich mal, schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt und bis nächste Woche.

Kai Ole Hartwig

Bis dahin. Macht's gut.

Jonas

Ciao.

Die Podcaster

Foto von Kai Ole Hartwig.

Kai Ole Hartwig

Founder · Moselwal Digitalagentur · OnlyOle

Programmiert seit 2002 – autodidaktisch gelernt, 2012 mit KO-Web selbständig gemacht, heute Moselwal. Über 100 Projekte, Fokus auf Security, Performance, Automatisierung und Qualität.

Moritz Hofmann

Gründer & Geschäftsführer · FastPal · Hofmann Handelsgesellschaft mbH · Luxintent

Tim Uhlott

Gründer & Software Architekt · GuardingPearSoftware · KHS Group · User-Aid