No Bullshit Founders: Digitalisierung im Maschinenbau mit Serkan Cihan
In dieser Folge von No Bullshit Founders haben wir mit Serkan Cihan, Gründer und Geschäftsführer von Codenius, über die Digitalisierung im Maschinenbau gesprochen — und darüber, warum in einer der wichtigsten Industrien Deutschlands noch immer zu viel Wissen in Köpfen, Postfächern und einzelnen Geräten festhängt. Es geht um die großen Herausforderungen im Mittelstand: fehlenden Wissenstransfer, Serviceprozesse, die noch über Outlook laufen, mangelnde Transparenz und die Frage, wie Software, KI und neue Werkzeuge dabei helfen können, Stillstand in der Fertigung zu vermeiden. Außerdem spricht Serkan offen über seinen Weg aus der Festanstellung in die Selbstständigkeit, über Risiko, Pilotprojekte, Messen als Vertriebsweg und warum Gründen oft viel härter ist, als es von außen aussieht. Eine Folge über Unternehmertum, industrielle Digitalisierung, echte Pain Points im Maschinenbau — und darüber, warum man irgendwann nicht mehr nur planen darf, sondern einfach machen muss. Alle "No Bullshit Founders Links" => https://linktr.ee/no_bullshit_founders
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Schön, dass ihr wieder einschaltet zu einer neuen Folge No Bullshit Founders. Wie immer mit Ole, Moritz und Tim. Aber heute, wie ihr mal seht, mit einem Gast. Mit Serkan. CEO von Codenius. Erzähl doch gerne mal ein, zwei Worte zu dir.
Hi, ich bin Zerkan Zian, Gründer und Geschäftsführer von Codenius. Wir sind ein IT-Consulting-Haus und sind speziell für kleine und mittelständische Unternehmen tätig in der individuellen Softwareentwicklung und speziell im Maschinenbau und in der Fertigungsindustrie. Und mein kleiner Background ist, dass ich praktische Informatik an der Fachhochschule Dortmund studiert habe. Und dann halt in den Salzgitterkonzern reingekommen bin durch einen Werkstudentenjob und mich dann dort hochgearbeitet habe zu einem Softwareentwickler, zu einem System Engineer, Softwareentwickler im Bereich Remote Service. Und da hatte ich auch irgendwann die Freude bzw. das Glück, bei einem Döner, glaube ich, war das, den Tim auch kennengelernt zu haben. Heute stehen wir hier. Die Welt ist sehr klein. Das ist echt so.
Ja, ich habe mal so die Wege dann immer wieder kreuzen. Schon mal lustig. Ja, sag ich an, der deutsche Maschinenbauer ist ja weltberühmt für seine Hardware, für seine Maschinen. Tut sich aber immer wieder schwer mit Software. Man sieht es ja häufig auch in der Automobilbranche, finde ich. War das so ein bisschen so die Marktlücke, die ich zur Gründung von Kodinius getrieben habe.
Genau, also ich war prinzipiell im Augmented Reality Service tätig bei der KAS-Gruppe und da habe ich halt weltweit den Scope gesehen, wie von Südamerika bis Asien da komplett Service betrieben wird. und was da auf jeden Fall besser gemacht werden kann und wie die Unternehmen auch allgemein verbessert werden können in der Maschinenbau- und Fertigungsindustrie. Und da ist halt so das größte Problem, sind so die Dokumentation dahinter, also wo das Wissen auch entsprechend hingeht, beziehungsweise die Experten behalten meistens das Wissen bei sich und können das dann nicht nach außen tragen. Und genau, also das Wissenstransfer, auch ein riesengroßes Problem, die fehlende Transparenz. Also man hat dann die Problematik, ja, die Person X ist jetzt nicht mehr im Haus oder der Schlosser ist jetzt nicht mehr da und dann wartet man. Und das ist dann ein sehr, ja, Kostensstillstand, ein sehr großer Faktor dann. Die Maschine muss laufen. Das waren so meine Intentionen. Ich war schon immer so Maschinen, ich wollte schon immer den deutschen konservativen Maschinenbau digitalisieren und aus dem Grund habe ich dann gesagt, das geht auf jeden Fall besser und da kann man ansetzen und ich habe einen sehr großen Drive, sage ich mal, der dann dazu geführt hat, dass ich gesagt habe, Codenius im Bereich Maschinenbau beziehungsweise dort anzufangen und genau und so diese typischen Gedanken waren halt bei der, ja, in der Fertigungsindustrie beziehungsweise im Maschinenbau so, warum sind Informationen nicht direkt verfügbar? Wo kann die Person dann die Information finden?
Amen.
Und meistens landet das immer noch, was wir aus Informationen aus den letzten Messen, die ich besucht habe, da haben wir viele Kunden befragt gehabt, beziehungsweise Leute, die da die Stände hatten, die Maschinenbauunternehmen und leider, ich sag mal, ungefähr von zehn Unternehmen, die wir gefragt haben, haben sechs bis sieben Unternehmen gesagt, dass sie ihre Services per Outlook lösen. Also, dass da wirklich eine Kundenanfrage reinkommt und die dann sagen, ja, das wird per Mail gelöst. Alles wird per Mail archiviert, meistens dann in Azure beziehungsweise mit Outlook. Und das ist für mich auf jeden Fall ein Grund, so die Alarmglocken läuten zu lassen in Deutschland, weil wenn wir darüber schauen auf die anderen Märkte, sieht das schon ganz anders aus.
Ich finde, das ist auch extrem gefährlich, wenn wir mal ehrlich sind. Also ich habe ja auch mal einige Zeit Richtung Maschinenbau, aber integrierte vertikale Fabriken, Softwareentwicklung gemacht. Und ich finde, das ist einfach total erschreckend, wenn man sich überlegt, dass dieses Wissensmanagement-Thema und Wissenstransferthema eigentlich immer noch ein Hauptthema ist und dass das Wissen einfach gar nicht in irgendeiner Art und Weise zentral erfasst wird, damit alle darauf zugreifen können. Das ist irgendwie so, in der Softwareentwicklung sagen wir gerne, ja, der Busfaktor darf nicht zu hoch sein, zu niedrig sein. Wenn der Bus einen Entwickler erwischt und das Projekt ist tot, dann haben wir ein Problem. Und dass wir das im Maschinenbau, was ja so eigentlich je nach Region wirklich auch der Wirtschaftsfaktor Nummer 1 ist, dieses Problem tatsächlich noch haben und es dann mit Outlook gelöst wird oder mit irgendeiner Azure-Plattform
Ganz genau.
die ja meistens auch undurchsichtig ist und 1000 Seiten hat, finde ich das schon erschreckend. Also ich habe mich da auch extrem gewundert, dass obwohl es gefühlt eine Million Prozesse gibt in so einem Unternehmen, dass du am Tagesende keine Informationen, die du suchst, findest. Und meistens liegt es, und meistens lag es wirklich daran, dass diese Information einfach nie aufgeschrieben wurde. So.
Ganz genau. Also zu dem... Ja.
Ja.
Und das jetzt ja nur im Nebenmarkt IT, wenn das im Kerngeschäft genauso ist, holla die Waldfee. Also welche Abhängigkeiten haben wir dann auch in den nächsten Jahren, wenn diese ganzen erfahrenen Menschen irgendwie in die Gente gehen?
Genau das ist der Ansatzpunkt, den wir da verfolgen. Also den ich da akribisch sogar sehr verfolge, weil halt beispielsweise gab es ein Thema, Kai, da war das so, dass der Experte wirklich alles, 30 Gigabyte, 40 Gigabyte an Knowledge, was er sich über die letzten 30 Jahre aufgeschrieben hat, wo er an welcher Maschine war, die er nie nach außen getragen hat an das Unternehmen, alles auf seinem Handy hatte, wenn wir dieses Wissen dazu bekommen, dass wir das mit den neuen Tools, sage ich mal, mit so einer Vektordatenbank etc., dass da wirklich andere, ja, ich sag mal, ja, kontextbezogen alle anderen Applikationen darauf zugreifen können. Ich glaube, wenn wir in die Richtung gehen, ist das auf jeden Fall ein immenser Gewinn für die Experten weltweit, die halt durch Corona zum Beispiel, haben wir es ja auch gesehen, dass dann Experten nicht fliegen konnten. Und was passiert dann?
Wenn du das aktuelle Daten
Der Experte ist dann in Deutschland. Die Maschine in Südafrika liegt gerade still. Und genau, da ist gerade kein Experte in der Halle, der das gerade fixen kann. Und an diesen Punkten sorgen, also sind unsere Ideen gerade, die wir gerade im Pilot realisieren, da greifen wir auf an.
Darf ich fragen, wie groß euer Team ist und wann ihr gegründet, also wann du gegründet hast?
Also wir sind ein relativ kleines Team noch. Wir sind ungefähr, ja, wir sind fünf Leute im Team und gegründet habe ich das schon vor drei Jahren, Ende 2022, Anfang 2023. Da war ich aber noch in der Beschäftigungsphase bei der KAS-Gruppe. Das habe ich aber schön alles mit meinem Arbeitgeber da geklärt gehabt, dass ich da die nebenberufliche Tätigkeit ausführen darf. Und dann habe ich mich entschieden, letztes Jahr im Januar komplett den Weg zu gehen, dass ich gesagt habe, ich kündige. Also im November, September war das. Da hatte ich auch einen super Vorgesetzten, der mir da wirklich keine Steine in den Weg gelegt hat, sondern mir alles Gute gewünscht hat und der nach wie vor mein Mentor ist. Und genau, seit Januar bin ich dann komplett selbstständig unterwegs mit Codenius und habe da halt ein sehr tolles Team, die dann wirklich an meiner Idee festhalten und sagen, dass das für die Zukunft auf jeden Fall in die richtige Richtung gehen sollte.
Sehr interessant.
Wie kamst du denn auf den Namen Codenius?
Ja, das war Spaziergang mit meiner Mutter, ganz ehrlich. Das war ein sehr schöner Spaziergang, da habe ich mit ihr philosophiert. Und da waren wir dann in so einem Waldstück. Also meine Mutter wohnt in Holzwickede. Und da bin ich dann mit ihr auf dem Feld gewesen. Und sie hat dann philosophiert. Und ich habe einfach auch in die Lehre geguckt. Und dann ist mir einfach Code plus Genius eingefallen. Ich so, wie kann man das verbinden? Und dann Codenius, dann bin ich auch wirklich, das weiß sie auch immer noch, da lacht sie auch immer noch drüber, bin ich nach Hause gerannt. Weil ich war gerade dann wirklich in dem Moment da, dass ich gesagt habe, okay, das ist es jetzt nach Hause und dann Code und dann IT, Simple, Good Genius ist unser Motto. Und dann ist auch wirklich an dem zweiten Tag das Logo entstanden, was man hinter mir auch sieht.
Ach, geil. So, und wie viel Prozent hat da deine Mutter? Mit einem guten Abend. Gut. Das ist ein schöner Ansatz.
Sie besitzt sozusagen all meine Anteile.
Ja.
Was ich für Anteile habe, hat sie eigentlich als Anteil auch.
Du hast dich ja jetzt entschieden, das Vollzeit zu machen, also nichts anderes mehr nebenbei. Was war der ausschlaggebende Punkt, dass du gesagt hast, jetzt will ich komplett raus aus dem normalen Job und mich auf meine Selbstständigkeit konzentrieren?
Ich glaube, für diesen Podcast kann mir, glaube ich, jeder das nachvollziehen, wenn man im Büro sitzt und wirklich denkt, geh jetzt endlich raus. Also das ist da so eine Alarmglocke in der, wenn nicht jetzt, wann dann? Das ist bei mir so im August, September 2024 ist das dann so passiert, dass ich wirklich gesagt habe, Jetzt schlägt gerade alles bei mir Alarm. Mein innerer Körper sagt, du musst jetzt wirklich, es ist egal, ob die Projekte jetzt reinkommen oder nicht. Da braucht man auch unterstützende Menschen um sich herum. Meine Frau ist da sehr, sehr unterstützend gewesen. Da habe ich gesagt, ich kündige. Wir haben dann noch geheiratet dieses Jahr. Also es war alles ein Hoch und Runter. Deswegen, genau. Das war so mein Drive. Also ich muss, wenn nicht jetzt, wann dann? Familientechnisch sind wir in der Familienplanung sozusagen. Aber da jetzt noch keine Kinder im Spiel sind, dachte ich mir so, es muss jetzt passieren. Es muss jetzt auf jeden Fall passieren.
Naja, irgendwann merkst du dann mit Kindern auch den Druck, dass es gut läuft und so.
Nee.
Also, ich sag mal aus Erfahrung, die Phase vor den Kindern ist deutlich entspannter.
Ja, ganz genau.
Ja, ja.
In jeglicher Hinsicht, ja. Also, das, ja.
Deswegen. Aber eine Frage an euch, also wie sieht das bei euch aus? Ihr versteht das Innere, was dann bei einem ist, oder? Also dass man sagt, jetzt muss es passieren.
Naja. Ich hatte das auch ganz extrem. Also ich war ja sehr frustriert in meiner Anstellung, die jetzt auch lange her ist. Aber als ich das letzte Mal angestellt war, ich war extrem frustriert, weil ich auch das Gefühl hatte, ich konnte mich nicht weiterentwickeln und nicht in die Richtung gehen, in die ich wollte. Und dann gab es quasi auch nur noch diesen Schritt da raus und rein in die Selbstständigkeit. Ich verstehe das schon völlig.
Ja, ja.
Macht ja auch Spaß, ne? Man ist ja aus seinem eigenen Chef dann einfach, kann seine eigenen Entscheidungen treffen. Das ist schon ganz cool. Und ich meine, das ist... Aber noch ist man ja auch jung, sag ich mal.
Ja, man muss sie aber auch treffen. Also, so. Ah, nee.
Im Notfall macht man einfach wieder was anderes, ne? Also das kann man ja immer noch im Hinterkopf behalten, weil es ja komplett ist.
Bei uns war das auch so, dass ich habe das jetzt nicht einfach so entschieden, sondern ich habe wirklich akribisch nach Projekten dann schon mal gesucht, während ich noch angestellt war zu dem Kündigungsdatum.
Das ist...
Da haben wir auch eine sehr, sehr große Zusage bekommen. Das war wirklich ein sehr großer Kunde, weltweit agierend. Und der Vertrag ging über vier Jahre für zwei Entwickler. Und dann fiel das so, dass ich halt im Januar das Interviewgespräch hatte. Im Februar war alles okay. Im letzten finalen Interview wurden dann die Verträge eigentlich ausgehändigt. Und dann habe ich halt keine Nachricht mehr bekommen. Und mein damaliger Geschäftspartner, Hat auch keine Nachricht dann bekommen und dann haben wir auf der Tagesschau gesehen, warum. Und da hieß es dann, dass das Konzern entsprechend Sparmaßnahmen eintreffen musste. Und dann wusste ich, okay, das ist jetzt der Grund, warum wir immer noch keinen Vertrag haben. Und dann musste ich halt schneller gehen. Ich habe halt komplett in der Zeit keine Kunden akquiriert und dann... Fing es erstmal an, der ganz normale Step mit Webentwicklung. Webseiten aufgebaut, um wenigstens weiter Aufträge reinzuholen. Und das letzte Jahr war für mich das härteste Jahr, das ich hatte.
Da habe ich aber direkt an eine Frage zu.
Vielen Dank.
Der Maschinenbau hat es ja jetzt in Deutschland ja, ich sag mal, gerade ein bisschen schwer, beziehungsweise vom Gefühl her immer schwerer. Es gibt immer mehr Insolvenzen, man hört überall von Stellenabbau, siehst du das trotzdem als Chance oder als Risiko?
Also ich sehe das als beides. Es gibt halt zum Beispiel, wie wir das alle ja gehört haben mit der Automobilindustrie, die haben sich ja, das war ja jetzt kein Innovationsproblem, sondern eher, wo ich das sehe, ein Managementproblem, ganz klar, dass man sich da über die letzten Jahre komplett, ja, ausgeruht hat oder also dass da nichts passiert ist in der Hinsicht und jetzt fallen halt tausende Stellen weg. Also da ist so ein immenser Kostendruck drin. Dann der entsprechende Fachkräftemangel, der dann da bezeichnet wird. Der internationale Wettbewerb ist für mich so der größte Faktor, weil da China nicht schläft, sondern im Gegenteil. Und ich sehe das aber auch als Chunks. Beispielsweise gibt es ja auch coole Startups, die gerade gegründet werden im Maschinenbau mit Software. Ich glaube, die Firma ist Q-Tech, sind auf YouTube auch relativ groß geworden. Ich glaube, die haben 60.000 Abonnenten. sind junge Startups, junge Gründer, die wirklich Steuersysteme, Steuerelemente für den Maschinenbau bauen mit sehr coolen Ideen. Also man sieht halt den Shift vom klassischen Maschinenbau auf Dienstleistung bzw. IT mit dem Maschinenbau und da muss der Weg auf jeden Fall hingehen. Also wir können da nicht sagen... Dass wir nach wie vor, es gibt leider auch in der Befragung, wo ich hier auf der Messe war, ein Unternehmen oder zwei, die noch per Fax gearbeitet haben. Und dementsprechend, das muss passieren. Die Kunden, also die Unternehmen sind leider noch ein bisschen zu sicher. Die altständischen Unternehmen, die sich nach wie vor ohne Digitalisierung sozusagen über Wasser halten. Aber da sehe ich auf jeden Fall ein ganz großes Risiko und eine Chance ebenfalls, beispielsweise ein Unternehmen in der Instandhaltung, auch Remberg, da waren wir letztes Jahr, ach, das ist vor zwei Wochen auf der Solids hier in Dortmund. Da gibt es halt sehr coole Unternehmen, die ebenfalls das erkannt haben, die merken, okay, da geht auf jeden Fall noch was hier in Deutschland, was innovationstechnisch auf jeden Fall nach oben gehen könnte.
Jetzt wurde gerade...
Was siehst du damit?
Wie seht ihr das da? Ähm...
Lass mich mal kurz noch ganz frech fragen. Denkst du eher, dass kleine innovative Unternehmen quasi in den Maschinenbaumarkt reingehen oder dass sich die aktuellen Unternehmen eher transformieren? Also wie nimmst du das gerade so wahr?
Ich sehe das sogar so, dass es bei beiden zutrifft. Beispielsweise Unternehmen, die schon eine gefestigte Softwareabteilung haben. Die können dann einen Schritt weiter gehen und sagen, okay, wir können jetzt Module aufbauen, die... für unsere Maschine noch hilfreich war, wo wir vor fünf Jahren gar nicht die Idee hatten, das zu realisieren. Das funktioniert jetzt eher, das auch schneller und kleine Unternehmen kommen dann mit ganz anderen Ideen, wo dann die Schnittstelle entsprechend angepasst wird, um das dann zu implementieren. Also ich sehe da, was wir auf der Messe auch gesehen haben, dass es in beide Richtungen sogar positiv geht.
Spannend. Ja.
Das ist immens spannend, weil das auch unser, in Deutschland sind wir, ich glaube, das Land mit den zweitmeisten Patentanmeldungen im Maschinenbau- und Fertigungsindustrie. Und das ist sogar, das ist ja positiv wieder nach oben gegangen. Also wir sollten keine Angst haben.
Und ich meine erst recht als...
Arbeitet ihr eigentlich in eurem Markt im Maschinenbau auch mit Ausschreibungen? Das heißt, dass ihr euch versucht auf Ausschreibungen zu bewerben von mittelständischen Unternehmen oder ist das gar nicht in dem Bereich?
Bei mir persönlich war das gar nicht so, dass es nach Ausschreibungen ging, sondern wir sind da wirklich reingegangen zu den Unternehmen, haben die per Mail oder wir haben halt gesehen, dass die auf der Internetseite oder auf der Messe mit denen gesprochen, gefragt, wo da die Pain-Points sind. So sind wir eher reingegangen. Also per Ausschreibung hatte ich jetzt noch nicht die Erfahrung. Deswegen kann ich da noch gar nichts zu sagen, wie das mit den Ausschreibungen dann war.
Ist da bei euch im Team jemand, der sich speziell um Vertrieb kümmert? Bist du das am ehesten?
Genau. Wir haben jetzt seit zwei bis drei Wochen ein CSO gewonnen, der wirklich sehr, sehr akribisch dran ist an dem Thema und innerhalb der letzten drei Wochen haben wir wirklich in einer Messe haben wir beispielsweise jetzt 15 Gespräche uns geplant, dann sind es 13 geworden, aber fünf Follow-up-Meetings wollten wir erreichen, daraus haben wir sechs gemacht, also wir haben einen sehr Ja, eine gewollte Person, die mit Codenius wachsen will. Das funktioniert super, also da kann ich nur, da bin ich sehr, sehr zufrieden damit.
War das eure erste Messe, wenn ich fragen darf?
Ne, ich bin generell oft auf Messen. Meine erste Messe als Selbstständiger war die Dringtag letzten Jahres. Bevor, also die ersten acht Monate hatte ich halt mit anderen Bausteinen zu kämpfen bei Codenius, da hatte ich noch nicht die Möglichkeit auf Messen dann zu gehen. Aber die erste Messe war, glaube ich, im November letzten Jahres auf der DrinkTech. Das ist die größte Messe für Maschinen und Abfüllanlagen weltweit. Das findet auch alle vier Jahre statt in München. Das ist auch riesengroß. Das war so unsere erste Messe und dann von dort aus immer so alle zwei Monate monatlich. Und jetzt wird das intensiviert mit unserem CSO und da bin ich sehr zuversichtlich.
Eine Frage noch kurz.
mein ansatz
Was für einen Schluss ziehst du aus den bisherigen Messen? Ist das ein großes Risiko-Invest auch? Also klar, es ist schön, wenn man Meetings kriegt, aber nicht aus jedem Meeting kommt ein Kunde. Wie seht ihr das intern so?
Wie wir reingehen ist, ich schaue mir beispielsweise an einem Stand das Unternehmen an, gehe nicht als klassischer ITler rein und versuche zu vertreiben, sondern höre mir alles an, wo da wirklich der Schmerzpunkt ist. Stell sehr ekelhafte Fragen, sage ich mal, um wirklich diesen Schmerz herauszufinden. Und dann fange ich meistens an, dass ich sage, okay, wäre es möglich, in den nächsten Tagen einen 30-Minuten-Call zu haben, wo man wirklich ein Erstgespräch führt, dann von unserer Seite, was wir zugehört haben, die Pain-Points aufschreibt, daraus in den 30-Minuten-Call dann wirklich dem Kunden zeigt, was möglich wäre. Und dann meistens immer ein Pilot. Also ich bin kein großer Fan, dass man da wirklich die nächsten Jahre den Kunden dann anbindet, sondern erstmal, weil wir halt noch klein sind und uns gerade etablieren wollen, mit Pilotprojekten anfangen, um dem Kunden zu zeigen, wir sind da, wir können das. Und das Wichtigste ist natürlich, dass es auch funktioniert und dass der Kunde zufrieden ist.
Vielen Dank.
Und das ist halt der größte Ansporn für mich in der Hinsicht.
Sehr interessant. Und Pilotprojekt dann sozusagen, ist das dann so ein spezielles Angebot, was ihr dann macht, dass es dann günstiger ist oder so?
Genau. Ganz genau. Also wir sind hier, ich weiß nicht, hinter mir sieht man für die Zuhörer, die noch Video nicht eingeschaltet haben, hinter mir ist so ein Whiteboard, da steht Workspace, das ist noch so der Projektname. Das ist unsere industrielle Software, also das Pendant zu Microsoft 365, das Office für die Industrie, da sind wir gerade dabei, ja, Software-Apps zu entwickeln, die wirklich zugeschnitten sind für Service, für Maintenance, für Academy, also fürs Training etc. Und da setzen wir dann auch die Pilotprojekte an. Also wir sehen zum Beispiel ein Unternehmen, ist weltweit aufgestellt, aber der Service läuft über Outlook. Dann wissen wir, okay, hier braucht man einen Servicebericht bzw. ein Servicemanagement, was das Problem mit beispielsweise Techniker ist, spricht nur Französisch. Der kann dann mit der KI das wirklich transkribieren. und redet, währenddessen läuft die Kamera und skizziert ein Mesh, also ein dreidimensional vektorbasiertes Mesh von der aktuellen Maschine, der ist Zustand der Maschine. Und das kann man dann protokollieren mit den Teilen, die installiert worden sind etc. Und das wollen wir als Pilotprojekt dann dem Kunden zeigen und sagen, wir können individuell noch eure Schmerzpunkte natürlich hinzufügen. Und dass ihr da wirklich ein Outcome habt, der euch das Leben auf jeden Fall erleichtert im Service weltweit. Dann haben wir zum Beispiel ein Unternehmen kennengelernt gehabt, die wirklich Holzwerkbank hatte. Und Die verkaufen weltweit, glaube ich, eines der besten Produkte in dem Segment, aber haben halt wirklich Stationen, die überhaupt nicht digitalisiert worden sind. Und da habe ich dann beispielsweise gefragt, wie läuft das denn ab, wenn da ein Mitarbeiter für eine Werkbank ausfällt? Ja, dann produzieren wir da aktuell noch nicht. Und dann kommt ein anderes Produkt, was wir gerade auch als Pilot entwickeln, Academy dann zum Einsatz, wo man dann beispielsweise hier wieder für die Zuhörer, haben wir dann hier so eine Meta-Quest, die sehr kostengünstig ist für die Industrie. Und welches Unternehmen kann schon dann sagen, man schickt seinen Auszubildenden für zehn Tage ins Homeoffice und die Person kann dann an der Maschine lernen und wirklich durchgehend ihre Zertifikate einholen. und daraus dann auf jeden Fall Nutzen ziehen. Und sobald die Zertifikate geholt ist, kann er dann wieder zurück in die Halle und weiter lernen, sodass beispielsweise der Kostendruck gesenkt wird, dass dadurch der Auszubildende mehr Zeit hat, an seinen eigenen Projekten zu arbeiten. Und die Auszubildenden durch Gamification, was halt sehr im Kommen ist, dadurch, dass die jüngere Generation jetzt immer mehr in den Berufsmarkt sozusagen reinkommt, kommen die auch mit einer ganz anderen Erwartungshaltung rein.
Mhm. Mhm.
Die wollen vielleicht durch Intranet scrollen und sehen, wo die neuesten Feeds des Unternehmens vielleicht sind und wollen vielleicht einen Storypost oder so posten, wie öde das in einem Unternehmen ist, aber da setzen wir dann an, indem wir sagen, okay, wir holen die jüngere Generation auch ab, indem wir ein Trainingsmetaversum erstellen für ein Unternehmen, um dann das Werkbankproblem, also das eigentliche Problem zu lösen. Dass diese Werkbank nicht in Stocken gerät, dass man auch die Person, die rechts daneben ist, an einer anderen Werkbank, die nur die Komponenten installieren kann, die an der anderen Werkbank gerade gefertigt sind, auch kurz einspringen könnte, dadurch, dass man halt Augmented Reality einsetzt und die Werkbank weiterhin produziert. Das sind unsere Ansätze mit solchen Pilotprojekten. Ich habe sehr viel gesagt.
Was du gerade so angesprochen hast mit dem Durchscrollen, finde ich eigentlich ganz witzig. Also es gibt ja heute Corporate-Fluencer, die das bei Instagram machen oder auch bei LinkedIn durchaus einige. Aber ich finde, das ist eigentlich eine total schicke Idee, das auch intern quasi zu haben, das firmeninterne Instagram. Und dann halt nicht mit diesen klassischen, ah ja, hier ist mal das Weihnachtsanschreiben oder auch meinetwegen mal ein Video, sondern halt mal, wirklich aktuell da auch Informationen zu teilen. Das geht ja gar nicht, das geht ja auch über Wissenstransfer hinaus. Das hat ja auch viel mit Identität und Zusammenhalt im Unternehmen zu tun.
Ganz genau. Also ich weiß nicht, kennt ihr das Tool? Wir arbeiten intern mit Microsoft 365 fürs Organisatorische. Da haben wir auch natürlich mit SharePoint unser Intranet. Und da habe ich ein cool Tool in den letzten Monaten mir intensiver mal angeschaut. Das nennt sich Engage, Viva Engage von Microsoft. Ob ihr das mal gehört habt? Kennt ihr das vielleicht?
Naja, wir haben Microsoft bei uns abgeschaltet, aber ich kenne es noch.
Und da ist das halt so, dass es wirklich so eine Community, ja, dass sowas wie Threads oder X sein soll, für Unternehmen, also dass man nur in der Organisation bleibt.
Ich kann es jetzt nicht. Ah, okay.
Und ich glaube, mit so einem Update, wenn da so Viva oder die ganzen Intranet-Anbieter da noch so ein Story, wie Kai das schon erwähnt hatte, dass man da auch seine Storys da posten kann, wenn nicht auf jeden Fall eine sehr interessante Idee.
Ich wundere mich ja jedes Mal, wie verbreitet Microsoft wirklich in Maschinenbauers? Und damit auch Azure und SharePoint und alles andere.
Und SAP nicht zu vergessen. Okay, hast du Glück.
Ja, SAP macht mir im DevSecOps-Bereich jetzt ja nicht so viele Schmerzen wie Microsoft oder Azure. Also zumindest meistens nicht direkt in dem Bereich, wo ich unterwegs bin.
Ja.
Ich weiß, es Ich möchte das jetzt nicht sagen, dass SAP super ist und ich weiß, da haben echt Menschen Probleme mit, möchte ich sagen, aber ich bisher nicht. So, lassen wir mal eine Insel der Glückseligkeit ohne SAP. Aber ich finde eigentlich diese Abhängigkeit, wenn ich daraus so zurückdenke, sehr krass. die man da auch in allen Prozessen drin hat. Also das finde ich fast schon ein bisschen risikobehaftet, wenn man mal überlegt, was heute so auf der Welt los ist und wo sich das hin entwickelt.
Das stimmt.
Und wo auch die ganzen Diskussionen gerade so stattfinden um digitale Souveränität, finde ich, dass es im Maschinenbau, der ja eh sehr konservativ ist, halt so noch gar nicht angekommen ist. Also ich meine, der Maschinenbauer mit Fax, der hat jetzt das Problem einfach gar nicht. Der ist noch nicht bei der Problemklasse angekommen, der wird das überspringen. Aber die, die jetzt halt so mit Outlook und SharePoint und ServiceNow auch so ein ganz schlimmes Ding unterwegs sind, die sind halt mega abhängig davon. Und das finde ich auch irgendwie... echt risikobehaftet einfach für den Standort Deutschland, dass wir uns so abhängig gemacht haben, in einer solchen Schlüsselindustrie und jedes Unternehmen einzeln hingeht und am Tagesende, wenn ich so einfach an meine Erlebnisse da in der Branche zurückdenke, auch nichts nutzen und nichts damit machen, wo man jetzt sagt, ja, das ist jetzt das einzige Unternehmen, das das anbieten würde. Ich finde, da kann ruhig mehr Veränderung, radikale Veränderung rein in das ganze Thema. Ich glaube, das würde auch gut tun, dem ganzen Ding. Möchten, ja.
Es gibt so ein Umdenken.
So.
Dann denkt sich Microsoft auch, okay, wie können wir verbessern? Dann Google geht damit, dann Schwarzgruppe beispielsweise. Und dann, es muss halt ein Wettbewerb existieren, um, finde ich, solche Themen richtig anzugehen.
Ja.
Deswegen.
Stimmt auf jeden Fall. Ich würde gerne nochmal zu einem Thema zurück, was wir vorhin besprochen hatten, Richtung Messe. Was ist denn da generell eure Marketingstrategie, sag ich mal? Also wirklich Fokus auf Messe bei dem konservativen Industrie- und Maschinenbau oder geht auch Cold-E-Mail oder Cold-Anruf oder sogar Fax rausschicken?
Das schreibe ich mir auf mit dem Fax rausschicken. Das ist ein guter Punkt eigentlich. Wenn das Unternehmen das Fax erwähnt hätte, könnte man eigentlich einen Gegenfax senden.
Go ahead, Fax.
Bitte keine Fax-Cold-E-Mail. Ach, ne, Fax-Colds raussenden. Cold-Faxes. Unsere Strategie ist in der Hinsicht wirklich, dass wir, wir haben gelernt, der konservative Maschinenbau braucht Präsenz. Da hilft es nicht, eine Cold-E-Mail kann man senden. Man sagt dann, okay, haben Sie die E-Mail erhalten, um Ihr Problem zu identifizieren und daraus gegebenenfalls eine Lösung anzubieten. Aber aus den letzten Messen ging klar hervor, dass wenn zwei Personen da auf den Messestand reingehen und die Person bzw. das Unternehmen sich anschauen und gucken und mit einem Ansprechpartner dann reden, dass da viel offener geredet wird, wo da die Pain-Points sind. Und dass daraus wirklich, dass wir als Menschen gesehen werden und nicht nur als IT-Systemhaus, was komplett nicht, ja, keine Seele oder so hat, in Anführungszeichen, sondern dass wir da Menschen sind, dass wir als Menschen da vorbeikommen und wirklich ebenfalls das Problem identifizieren wollen. Das ist so das, was ich, die Erkenntnisse, die ich daraus gezogen habe. Und dann schickt man eine Mail raus.
Vielen Dank.
Meistens kriegt man ja nur auch in der Hinsicht einen Empfang, der dann auch konservativ ist, der dann, wo dann ein Mitarbeiter mal gesagt hat, bitte keine Akquiseanrufe durchlassen und die fahren das dann die nächsten zehn Jahre sofort, obwohl vielleicht eine Abteilung wirklich gerade mal zu einem gewissen Thema gerade die Hilfe gebräucht hätte, durch diesen einen Akquiseanruf, der dann nie zustande gekommen ist. Deswegen denke ich mir, da müssten So ein Umdenken auch innerhalb des Unternehmens, so Offenheit hingegen zu solchen Kaltakquise-Themen, weil das Thema wurde halt komplett, ja, ich sag mal, in den Schmutz gezogen. Und dass man dafür vielleicht ein bisschen offener wird, weil die Person, die dich anruft, gibt dir auch seine Lebenszeit für den Anruf rein. Also sie, vielleicht nur 10 Sekunden rein und 15 Sekunden. Ich weiß nicht, da gibt es ja diese Trends mittlerweile auf Instagram, habe ich das gesehen.
Mhm.
haben Sie zehn Minuten, achtzehn Sekunden Zeit, das ist ein Akquiseanruf, haben Sie zehn Minuten oder wollen Sie direkt auflegen? Direkt, dir ist Interesse da, dann fängt man an, was da für ein Benefit sein kann und dann kann man das Gespräch weiterführen, aber direkt Nein zu sagen, finde ich immer falsch, weil wir von Codenius werden beispielsweise, ich habe jeden Akquiseanruf, der zu mir kam, immer die Chance gegeben, um einfach zuzuhören, was für ein Problem es lösen wird. Und dann erklärt, okay, das Problem haben wir gerade nicht, gerne in acht Monaten oder das Problem haben wir jetzt aktuell, aber das Budget ist noch nicht da oder aber wenigstens im Austausch sein, dass die gegenüberliegende Person einfach versteht, okay, da kann ich anrufen oder brauche ich nicht mehr anrufen. Und diese Offenheit fehlt mir im konservativen Markt.
Mhm.
Ja.
Ich glaube, das ist aber auch etwas, als Selbstständiger machst du ja irgendwie jede Rolle mal durch. Ja, so, du hast ja gar keine andere Wahl und das hast du natürlich, wenn du in so einem Konzernstrukturen oder ähnlichen und Corporate-Strukturen unterwegs bist, hast du das natürlich nicht und dann ist das Empfinden ein ganz anderes und dann fehlt auch quasi... die Wahrnehmung, dass ja jemand wirklich auch sich Mühe macht und reinsteckt und Sales hat gar kein nerviges Ding am Tag, also doch irgendwie nervig schon, aber gar nicht den zwingenden Zweck hat, jetzt Leute zu nerven, sondern dass es eigentlich darum geht, zu schauen, passt das denn auch überhaupt? Ja, nur weil ich bei jemandem anrufe und sage, hey, schau mal, willst du eine neue Website haben? Heißt das ja nicht, dass auch am Tagesende wir auch sagen, okay, komm, wir bauen dir auch was Neues. Und dieses, okay, ich höre jedem zu, höre ich immer wieder nur von Menschen, die selber Sales gemacht haben und selber Leute angesprochen haben und schauen halt, okay, wie bekommt man überhaupt Kontakte. Und deswegen, glaube ich, ist das auch so ein Weg.
Ah, ich verstehe.
Und Messen oder auch Meetups und so, hatte ich ja auch schon mal erzählt, dass ich das eigentlich für den passenden Weg halte, weil man dann halt direkt mit Menschen spricht. Das ist immer viel cooler, als irgendwo anzurufen, Brief zu schreiben. Faxen. So. Moritz.
Ich habe nochmal in Verbindung damit eine Frage und zwar, du hast erzählt, dass ihr jetzt an mehreren Produkten arbeitet, zum Beispiel dem Workspace, korrekt, den ihr dann zum Beispiel bei Pilotprojekten einsetzen wollt. Was ich spannend finde, das heißt, geht ihr schon in die Richtung, dass ihr bestimmte eigene Produkte entwickelt oder macht ihr eher so Individualsoftware für Unternehmen?
Aktuell fahren wir leider noch zweitgleisig, dass wir sagen, okay, ich als Geschäftsführer und Gründer bin dabei, dass ich gerade die ganzen Demos aufsetzen werde, die ganzen Demosysteme aufsetze und wir aber noch weiterhin individuelle Software anbieten. Aber das Ziel ist wirklich, dass wir ein eigenes Softwareprodukt haben. Also da ist Workspace und da haben wir noch ein anderes Produkt, das nennt sich Promomaschine, was auch schon bei einem Kunden eingesetzt worden ist, bei einem Kaufhaus, bei einem großen Kaufhaus und genau da sitzen wir auf so, dass Codenius seine eigenen Softwareprodukte auf jeden Fall in den nächsten Monaten und Jahren auf jeden Fall etabliert. Genau das ist so der Weg.
Und anscheinend investiert ihr da ja richtig, wenn du sagst, bei dem einen habt ihr jetzt einen Kunden, der das eingesetzt hat, das heißt bei anderen wahrscheinlich auch noch keine Kunden, wo ihr erstmal Vorleistung investiert, richtig, oder?
Ich glaube, das ist auch...
Genau. Ganz genau so sieht das aus, ja. Wir hatten einen Kunden, mit dem hatten wir auch schon andere Projekte realisiert gehabt und die meinte dann, ey, das war eine Medienagentur und die meinte, komm mal, ich habe da so ein Kaufhaus, da habe ich ein Event, wäre cool, wenn ihr da so ein Kiosk-System aufbaut. Und dann haben wir gesagt, wir können das gerne machen. Haben uns hingesetzt mit dem Kunden, das alles aufgeschrieben, was da gebraucht wird und bauen jetzt ein eigenes System, so ein Kiosk-Management-System, wo man dann wirklich Kunden wie Ströhr das anbieten kann, also die wirklich in Deutschland ja der Marktführer sind. wo man dann so ein Kiosk-System hat. Im Büro kann man dann schön administrieren, welche Kiosk-Systeme was abspielen sollen, zu welcher Zeit. Gamification und Werbung ist aktuell das große Thema da in dem Thema. Aber es soll auch weitergehen, dass wir wirklich auch sagen, POS-Systeme, man kann wirklich für Restaurants Bestellsysteme hinzufügen. Aber da sind wir auch noch ganz frisch drin und da kann ich vielleicht in den nächsten oder irgendwann in einem neuen No-Bullshit-Founders mehr erzählen.
Mega spannend. Nur eine Frage, wenn das nicht zu sehr ins Detail geht, wenn das nicht zu interne Sachen sind.
Gerne, gerne. Ich bin sehr offen.
Wie setzt ihr euch Limits? Zum Beispiel, du sagst jetzt, wir investieren hier 100 Stunden Arbeit rein und dann bei 200 Stunden Arbeit habt ihr immer noch keinen Kunden, bei 300 Stunden Arbeit. Also habt ihr irgendwie so, dass ihr euch so ein Limit setzt intern für ein Projekt?
Da bin ich, ich setze mir keine Limits, ich setze aber den Personen, die dann für diesen Auftrag sozusagen da kommen, da setze ich die Limits, dass die Person da geschützt ist. Da bin ich ganz klar sehr strikt. Weil ich ja das Unternehmen gegründet habe, will ich mehr das Risiko eingehen, dass ich sage, ich investiere da mehr Zeit, sodass das Team, auch wenn es dann zu den Aufträgen kommt, entsprechend bezahlt wird, aber ich gehe ruhig die 600 Stunden rein, obwohl es eigentlich nicht ist. ab 200 eigentlich ein Cut sein sollte, aber ich sehe da noch Potenzial, deswegen mache ich das noch weiter und genau, so gehe ich da vor. Also als Gründer gehe ich da die Extrameile, genau.
Sehr spannend, Tim. Vielen Dank.
Da hätte ich jetzt vielleicht noch eine letzte Frage. Du hast jetzt gesagt, ja, drei Jahre hast du jetzt schon Erfahrung mit dem Gründen. Was würdest du den anderen neuen Gründern vielleicht raten oder als Tipps mit an die Hand geben, wenn man neu gründet?
Es kommt nie so, wie man es denkt. Ja, also ich bin da noch aktuell in der Phase, wo ich sage, es kommt nie so, wie man es denkt. Also macht euch eine Roadmap. Das hat mir sehr geholfen, weil ich wirklich in meinem Kopf, ich weiß nicht, wie es bei euch da ist, Aber da ist so ein, es gibt so ein schönes Bild, da ist so ein Stift und dann sind da richtig viele Kreise gemacht worden, Krickel und das repliziert das Gehirn.
Ja.
Und das hatte ich zu Anfang und dann habe ich mir wirklich einfach... Notizen gemacht, To-Dos gemacht, die To-Dos nicht zu sehr ausgeweitet, gesagt, okay, das muss jetzt fertig sein, weil das der nächste Schritt ist, so stufenweise hinzugebaut. Und wenn man gerade am Gründen ist, habe ich sehr viele Bücher gelesen zu Persönlichkeitsentwicklung, aber da dieser Podcast sehr informativ ist, hole ich jetzt schon mal, dass man da nicht so viele Bücher kaufen muss zur Persönlichkeitsentwicklung. Das Keyword ist einfach Machen. Das wollen die meisten Bücher haben. Die verkaufen euch da in einem ganz anderen Kontext immer die Sätze.
Das ist ein guter Punkt.
Ich habe da in meinem Bücherregal viele solcher Bücher gehabt. Und ich sage euch, macht es einfach und probiert euch aus. Also man wird immer fallen. Und ich bin ja jetzt noch immer noch am Fallen, am Aufsteigen, am Fallen, am Aufsteigen. Deswegen also, man sollte da auf jeden Fall sehr offen sein. Und es wird viele schlaflose Lechte geben, wo man die ganze Existenz vielleicht sogar in Frage stellt. Aber davon könnt ihr bestimmt, Kai, ich weiß nicht, Moritz, da könnt ihr... mir bestimmt zustimmen. Man schläft dann so mit der Necke zu, aber die Augen sind ganz weit offen.
Vielen Dank.
Tim, du hattest noch was.
Genau, ja, ich würde eigentlich danke sagen, schön, dass du da warst, erkannt. Wie findet man dich in Codenius am besten?
Meistens, also ganz einfach www.codenius.de. Die Website ist noch gerade in der Aktualisierungsphase, weil das Projekt hieß Lumea davor, bevor es Workspace hieß und ansonsten per LinkedIn. Serkan Gian und da sollte man mich auf jeden Fall finden.
Okay, super. Danke dir. Das stimmt auch.
Und ich habe auch zu danken.
Ja, danke.
Deswegen also vielen Dank für das, was ihr da macht. Also No Bullshit Founders. Ich bin ein Riesenfan. Also wenn ihr so Merchandise habt, No Bullshit Founders, Hammername, damit würde ich rausgehen. Und das wirklich draußen anziehen. Deswegen also darüber sollte man sich Gedanken machen. Und es einfach machen.
Ja.
Ja, vielleicht brauchen wir Merch, wenn wir mehr Follower haben.
Aber sowas ist schnell gemacht. Winst du mir Print?
Dann können wir mal drüber nachdenken.
Deswegen, vielen lieben Dank.
Ja, ist schnell gemacht. Ja. Hast du recht.
Ja, dann danke dir. Ja, dann schön, dass ich wieder eingeschaltet habe. Und dann bis nächste Woche.
Bis nächste Woche. Ciao.





