Secrets Not Included: Zehn Folgen. Zeit, ehrlich zu werden.
Zehn Folgen. Zeit, ehrlich zu werden. In der neuen Folge von Secrets Not Included wird es ungewohnt persönlich. Daniel und Ole erzählen, wie alles angefangen hat. Vom ersten HTML-Gefrickel, über FTP-Deployments, die ganze Systeme zerlegt haben, bis zu Pipelines, die aus Stunden Minuten machen. Es geht nicht um perfekte Lebensläufe. Sondern um den echten Weg: Neugier, Chaos, kaputte Systeme — und irgendwann funktionierende Lösungen. Wir sprechen darüber, warum man früher Dinge einfach gebaut hat, weil es ging, warum heute alles professioneller — aber oft weniger offen ist, und warum Erfahrung nichts mit „Schema F“ zu tun hat. Und auch darüber, wie man vom Basteln im Kinderzimmer oder als Quereinsteiger in komplexe Systeme, DevOps und echte Verantwortung reinwächst. Keine Erfolgsgeschichte. Sondern das, was davor passiert. Wenn du wissen willst, wie aus „ein bisschen rumprobieren“ echte Systeme werden — und warum Neugier wichtiger ist als jeder perfekte Plan --- Ole ist Gründer der Moselwal Digitalagentur und Beschäftigt sich mit Hyperautomatisierurng (auch mit KI), Sicherheit und CMS. Daniel ist Geschäftsführer der xebro GmbH und sein Schwerpunkt liegt auf PHP, Symfony, E Commerce, DevOps und AWS.
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Willkommen bei der 10.
Vielen Dank.
Folge Secrets Not Included mit Daniel und Ole hier. Und wir dachten, wir plaudern heute mal ein bisschen privater aus dem Nähkästchen, wer wir eigentlich sind, was wir hier machen und wie wir in diese Situation gekommen sind, dass ausgerechnet wir beide jetzt hier jede Woche vor der Kamera sitzen und ein paar lustige Dinge aus unserem Leben erzählen. Daniel, sag mal...
Warum bin ich hier und wie viele?
Wie alt warst du eigentlich, als du angefangen hast, hier so mit Nullen und Einsen zu produzieren für den Computer? Weißt du das noch oder bist du schon zu alt, auf jeden Fall mich erinnern?
Ich bin gerade überlegen. Ich bin eigentlich, ich habe spät dazu gefunden. Ich habe erst mal eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Und ich meine so, 24, 25 habe ich als Hobby damit angefangen. In der Freizeit so ein bisschen hier gucken, da gucken. Also man hat ja schon ein bisschen mal mit HTML-Berührungspunkte gehabt. Da dachte man noch, dass HTML eine Programmiersprache ist. Dann war so damals der heiße Scheiß dieses... Ajax-Requests, alter Wein in neuen Schläuchen und überall war eigentlich JavaScript auf den Seiten schon noch ausgeschaltet, weil es sicherheitsrelevant war und niemand hat Cookies akzeptiert.
Vielen Dank.
Das war so die Zeit, wo ich da so ein bisschen reingefunden habe. Ich habe privat ein Spaßprojekt angefangen, Vom Zocken her hatte ich halt so für die Jungs da, für die Gilde von WoW angefangen, was zu bauen. Und das ist mit der Zeit so eskaliert. Und irgendwie habe ich da Spaß mit gehabt, dass ich dann mir, boah, Galileo Press hießen sie damals, jetzt heißen sie ja Rhein Press, gefühlt habe ich den halben Laden gesponsert oder alle Bücher zweimal bestellt. Ich habe aus Spaß auch noch in der Freizeit gelesen. Irgendwie hat mich das so angefixt. Und so habe ich eigentlich damit angefangen, dass dann irgendwann Bekannte gesagt haben, das ist nicht normal. Also ich bin dann schon aufgefallen, dass das nicht normal und nicht nur Hobby war. Und dann meinten so die Ersten, guck mal, dass du da in die Richtung unterkommst.
naja, gut, jetzt wohnst du ja auch auf dem Dorf, bei meiner Oma ausgerechnet ja auch, da ist alles komisch, also alle Menschen sind da komisch, das ist jetzt nicht sonderlich auffällig aus meiner Perspektive.
Es ist eine Leistung, die aufzufallen, ja.
Ähm, ja, es war jetzt auch ein bisschen böse, aber so ist das vielleicht auf dem Dorf, als Kind aus der Stadt, das da seine Sommerferien verbringen musste. Ähm, Und dabei ist die große Stadt ja gar nicht weit weg. Aber es ist auffällig, wie spät du angefangen hast im Vergleich zu mir. Ich habe ja angefangen, da war ich 15, 16.
Das war noch vor Google, ne?
Also, um das mal zeitlich einzuordnen für die Jüngeren unter uns oder die Älteren, das war so 2002, 2003, wenn ich mich richtig erinnere. Nein, nein, das stimmt gar nicht. Es gab Google, es gab auch das Internet schon da richtig lange. Da war schon die AOL-Zeit vorbei. Da gab es bei uns schon ISDN mit zwei Leitungen fürs Internet.
Ja, musste man haben.
Ja.
Krass. Oh, dass ich das doch weiß.
Ja. Ich glaube, damals konnte man dann sogar schon telefonieren, während jemand im Internet war. Ja. basteln. Den Anfang bekomme ich leider gar nicht mehr so genau auf die Kette, warum ich das gemacht habe.
da nicht jeder mit angefangen, so seine eigene Homepage zu bauen? Glaub ich, ja.
Ja, irgendwie war das cool. War das auch die Zeit, als American Pie gerade rausgekommen ist? Der Film? so, auf jeden Fall habe ich da irgendwie, wir hatten schon einen Computer zu Hause und dann habe ich angefangen, so eine Seite zu basteln und eigenen Server und mit PHP dann auch relativ früh angefangen. Ich glaube, ich habe letztens irgendwann mein PHP 5 Buch in der Klausgeschmissen. Ähm,
Ich muss schmunzeln. Ich habe es letztens in der Hand gehabt und denke mir vor, das ist so alt. Das werde ich meinem Sohn vererben. Wie so ein altes Bilderbuch. Ja, ja, ja, genau.
Schau mal, so war das früher. So, in einer guten alten Zeit.
Die guten Schwarz-Weiß-Bilder von früher.
Ja, genau. Also auf jeden Fall noch mitten in meiner Schulzeit habe ich halt angefangen. Ich war dann aber auch nie in diesen Computer- oder Informatik-AGs. Die waren mir zu komisch. Die waren auch langsam und die haben mit Excel oder irgendeinem Shit angefangen. Das musste ich schon quasi für meine Eltern habe ich dann auch schon immer so Word- und Excel-Zeugs vorbereitet und da irgendwelche Formeln reingemacht und so Zeugs. Und bin dann halt zum Programmieren gekommen, ne, über Internetseite, dann auch, ich glaube, PHP-Nook und war das erste PHP-Ding, was ich irgendwie benutzt habe. Und bin dann auf diesem ganzen komischen Zeugs hängen geblieben, hab dann mal aus Spaß an der Freude Informatik studiert.
Mal nebenbei.
dann gab es da auch so lustige Klausuren, damit habe ich dann auch viel programmiert und war auch relativ schnell schon dabei, irgendwie mit Typo 3 zu hantieren und zu machen, ja, also also so 3.6, 3.8, irgendwas dazwischen war die erste Version, mit der ich angefangen habe zu hantieren. Und hatte dann aber auch ein bisschen später Datenbankklauseln, logischerweise. Ich habe nicht mit 16 studiert. Spoiler, ich war älter. Viel älter. Also, als du dann angefangen, mit 20, 21, 22, irgendwo da, gab es dann die lustige Begebenheit, dass ich Datenbankenklausur hatte. Und das war damals so, ich musste die Klausur nur bestehen. Es war egal, welche Note, es wurde nicht benotet, es ging nur um Bestanden.
Vielen Dank.
Und für Bestehen musste man nur die Hälfte der Punkte haben in der Klausur. Und es gab irgendwie zwei Aufgabentypen in der Klausur. Einmal Datenbank-Normalisierung und SQL-Queries schreiben. Und jedes Ding hat genau die Hälfte der Punktzahl ausgemacht. SQL-Queries habe ich zu diesem Zeitpunkt quasi ja noch an jeden Tag geschrieben. Ich habe auch als Stand nebenbei schon programmiert für eine Agentur und so Sachen. und habe dann eigene Extensions auch schon geschrieben für Typo 3 und so Sachen. So ein bisschen Erfahrung einfach mit dem, was da eigentlich im Lehrplan stand, hatte ich.
Vielen Dank.
Und habe zu dem Zeitpunkt halt jeden Tag SQL-Queries in irgendeiner Form geschrieben oder jeden zweiten Tag. Und bin in diese Klausur gekommen, habe gesehen, schau mal, ich brauche nur die Hälfte der Punkte, um zu bestehen. Die Hälfte der Punkte bekomme ich mit SQL-Crewries. Auf Normalisierung habe ich jetzt irgendwie auch nicht so Bock. Das war auch so eine Winterklausur und so. Und Ja, habe dann in einer halben Stunde kurz die ganzen Queries hingeschrieben, meine Klausur abgegeben, bin gegangen.
Vielen Dank.
Die Aufsicht war völlig schockiert, weil halt noch dreieinhalb Stunden Klausurzeit vorgesehen waren. Also da waren auch noch andere Klausuren. Ich habe ja in der Fernuni Hagen studiert. Da waren auch noch andere Klausuren, die längere Zeiten hatten. Und bin dann halt nach einer halben Stunde gegangen, alle waren fürchtbar geschockt darüber. Ja, End vom Lied war, ich hatte genau die halbe Punktzahl, wie vorgesehen war, hab verstanden und alles war cool. Wäre feinlich gewesen, die Klausel nochmal zu schreiben, ne? Also, der Move war schon ein bisschen krass und... Ja, bin dann halt auf der Webentwicklung kein Problem, ja, und später so in Richtung DevOps und DevSecOps ein bisschen abgebogen. Und ich sag ja, ich hab ja, letzte Folge hatte ich es ja schon erzählt, irgendwie mit CI-CD damals auch schon angefangen, da kam das ja erst auf, die ersten Testautomatisierung und so, und Hudson wurde gerade umbenannt in Jenkins, und Das war so das, wo ich die ersten Automatisierungen gebaut habe. Und die krasseste Automatisierung, also so vom Gefühl her, das war die erste Pipeline, die echt deployed hat, war ein System, da hat manuell deployen immer so einen Tag gekostet oder zumindest vier Stunden.
Ja.
Ja, es war so ein richtig ätzender Prozess. Man hat irgendwie alles Mögliche zusammengemerged. Es war damals schon tatsächlich gibt oder war es sogar ein svn ich weiß es gar nicht mehr so genau auf jeden fall ist wenn man die pleute hat das war auch etwas was ich dann regelmäßig gemacht habe in dem projekt es hat locker vier stunden gedauert das war so ein prozess zusammen merchen noch mal testen dann geht pull und so auf dem server machen wo man sich per ssa eingeloggt hat
Oh ja, das kenne ich auch noch mit.
Und dann testen und es ist immer irgendwas schiefgegangen, dann musste man nochmal was committen, nochmal pushen, pullen. Es hatte Gründe, warum alles so lange gedauert hat und so.
Dann waren auf Prod andere Dateien, die nicht eingecheckt waren im Projekt.
Letztens war, ja, so Zeugs.
Man hat Änderungen überschrieben vom Kollegen und naja.
So, und das war so die erste Pipeline, die ich damals dann gebaut habe, von vier Stunden im Schnitt auf 10 Minuten oder 30 Minuten. Irgendwie sowas war das. Also es war echt schon krass. Und das hat es eher so ein bisschen damals dann so bei mir persönlich den Antrieb gegeben, okay, komm. Das ist die Richtung, in die möchtest du gehen. Das ist das, wo eigentlich die Zukunft liegt. Das Leben von Entwicklern einfach zu haben und echt sauberen, guten Stuff zu bauen, wo man nicht die diese probleme hat und und nicht die die entwickler keinen bock drauf haben eine neue version online zu bringen und wo der kunde nicht genervt ist weil diese seite einen halben tag ausfällt oder der shop oder wo er war und er long story short irgendwie bin ich dann jetzt in diese situation hier geraten mit dir hier zu sitzen.
Du hast jetzt aber am Ende viel abgekürzt. Ja, also zumindest...
Findest du? Ja, ich habe ganze Teile weggelassen. Ich dachte, du möchtest auch noch erzählen, warum ausgerechnet wir beide, die uns nie in diesem kleinen Dorf, das mittlerweile echt groß geworden ist, also in meiner Kindheit war es kleiner, uns da ja auch niemals getroffen haben, weil wir uns ja ganz woanders getroffen haben.
Wie es sich halt gehört, man hängt immer drin. Am Anfang habe ich echt jedes Nerd-Klischee erfüllt. Ich habe viel gezockt. Wenn ich nicht gezockt habe, habe ich halt am Rechner gesessen, ausprobiert. Und... Echt?
Zocken war übrigens nie mein Ding. Also wenn wir jetzt mal irgendwie von Anno oder so absehen oder Sims, war dieses Zocken nie so mein Ding.
Mhm. Okay, also das war mein Einstieg dazu. Weil dann haben Sachen nicht funktioniert, dann hat man so ein bisschen gelernt, wie man sich selber helfen kann. Man hat gegoogelt, YouTube-Videos gesehen oder so, um Sachen zu machen. Und da habe ich dann schon ein bisschen so den Bezug auch gekriegt mit, guck mal, wie kannst du deinen Rechner schneller machen, warum ist er langsam, Treiber aktualisieren, immer wieder ähnliche Probleme. es hat irgendwie, hat es mich fasziniert, dass ich das ändern konnte. Also du saßt vor dieser Kiste, die auf einmal das gemacht hat, was du wolltest.
Ja gut, ich hatte auch so eine Phase, da habe ich an der Kiste schon viel rumgeschraubt.
Und das hat, und während andere da gesessen haben und nicht wussten, was da passiert. Das hat mich auch immer neugierig gemacht, was passiert in den Dingen, was kann ich da ändern? Und...
Ich hatte auch Wasserkühlung übrigens. Das war ganz cool. Mit Beleuchtung.
Oh, geil. Ja, das musste man auch haben. Mit Regler für alle möglichen Ventilatoren war es bei mir immer.
Ja, genau. So oben, also extra Case und dann da eingebaut und ja, ja. Hm.
Ich habe noch einen Case zu Hause stehen. Das wird seit zehn Jahren immer wieder neu befüllt. Aber die Neugier ist eigentlich das, was mich immer getrieben hat. Also ich habe es dann geschafft, den Quereinstieg. bin auch wirklich über Agenturen dann ganz normal, sagen wir in den E-Commerce-Bereich, eher ungeplant gerutscht. Also ich hatte jetzt nie gesagt, so das ist die Richtung und die muss ich gehen und habe mir Sachen gesucht, sondern es hat sich einfach ergeben und ich habe auch da reingepasst. Also hätte ich nicht reingepasst, wäre es da nie weitergegangen, glaube ich. Es hat mich aber immer, es war immer so dieses, es hat mich gewurmt, wenn was nicht funktioniert hat und dann habe ich mich hingesetzt und gesucht, getan und gemacht, bis es funktioniert. Und das hat halt dazu geführt, dass ich auf Servern mich oft rumgetrieben habe und irgendwie bei Deployments, also ganz am Anfang war das ja wirklich so, da hast du noch ein Add-on gehabt. Also das war noch nicht mehr PHPStorm, Eclipse war das genau. Und da gab es dann Add-ons, die dann, wenn du auf Speichern gedrückt hast, die Dateien per SFTP hochgeladen haben aufs Podsystem. Und da hast du dann mit dem Kollegen...
Es war damals kein SFTP, Daniel, das war FTP.
Doch, also ich verdränge einfach die Sachen. Das war bestimmt SFTP. Ja, ja.
Nein, am Anfang war es auch übrigens gar nicht SSH, ne? Also auf meinen ersten Server bin ich garantiert noch per TeleNet draufgegangen. Ja, aber es gab so schicke Plugins, die automatisch hochgeladen haben, ich erinnere mich, ja.
Aber das war so der Modus. Ja. Und dann waren natürlich immer Sachen kaputt. Du hast immer Sachen von Kollegen überschrieben und sowas. Das war schon ätzend. Dann...
Ja, das war auch die Zeit noch, bevor SVN und Git oder SVN erst und dann ja später Git oder Subversion und BAC, PHP underscore BAC1, BAC2, bla.
Es war noch SVN-Zeit.
Ja.
Ja, also es gab echt viele Schmerzen damals und es war halt schön, so jeden Schritt mitzubekommen, wenn Git ins Projekt kam. Ich meine, außer, dass viele am Anfang auch damit Schmerzen hatten, war einfach so, nachdem der Modus drin war, war die Zusammenarbeit auf einmal viel einfacher. weil jeder sich um seine Konflikte kümmern musste und es nicht mehr auf Prott geknallt hat. War so der erste Aha-Moment. Dann hast du die ganzen Hoster gehabt, also die Git-Hoster, sage ich mal, entweder GitLab, GitHub oder Bitbucket, wo du dann im Team zusammengearbeitet hast und auf einmal so ein Diff sehen konntest von dem, was der Kollege gemacht hat. Und auf einmal hast du dann, du musstest nicht mal lokal bei dir irgendwie rumgucken, was da passiert ist. Das fand ich auch super interessant.
Hast du den Sprung quasi direkt gemacht von der von ohne Versionskontrolle zu Git? Ja.
Ne, ne, ne, also... Also... Ach du Scheiße.
weil bei mir gab es noch diesen Zwischenschritt auch in den Agenturen, wo ich unterwegs war, mit Subversion.
Hm?
Dazu vielleicht eine, also aus heutiger Sicht ganz spannende Anekdote kurz eingeschoben. Aber ich war mal dann zu dem Zeitpunkt in der Agentur und die haben ein Subversion für alle ihre Kunden und Projekte gehabt. Und dann ist natürlich passiert, was passieren musste. Es musste in einem Projekt zurückgerollt werden. Und dann wusste auch kein Mensch, wenn ich jetzt diesen einen Ordner zurückrolle, was passiert denn jetzt mit allen anderen?
Go for it, Freitagabend. Oh Mann.
Das war da, also... Also, ich sag jetzt mal... Die Entscheidungen, die damals ja so getroffen wurden, waren schon spannend, ja, aus heutiger Sicht. Und heute kann ich zum Glück darüber lachen und es war zum Glück auch nicht mir passiert. Also ich hatte jetzt nicht den Brust da zu sitzen und Panik zu haben, dass ich jetzt die Arbeit von allen zerstöre. Ähm... Aber das war schon krass, ja, also auch wirklich dieser Wechsel von Subversion auf Kit dann nochmal, also wie auch überhaupt auf eine Versionskontrolle, wie konträr die Strömungen damals waren, also wirklich dagegen zu sein.
Ja, es ist ein komplett anderes Denkmodell gewesen. Also Subversion oder SVN ist ja sehr linear gewesen. Und dann kamst du da mit Git an und Branches und am Anfang gab es ja auch nicht so die ganzen etablierten Workflows, sage ich mal, wo man gesagt hat, es gibt so den einen, also gibt es heute auch viele Diskussionen drüber und das möchte ich am Anfang das Thema, aber du kannst ja tausend Varianten machen, wie du von wo nach wo mergst und wie die Änderungen da kommen und das ist halt schon... schwer gewesen für gewisse Kollegen, sich so daran zu gewöhnen oder damit klar zu kommen.
Ja, und damals hatte man ja auch im Prinzip immer MAMP oder WAMP oder so auf dem eigenen Rechner laufen.
Aber das hat halt auch funktioniert mit der Zeit. Boah, Xen.
Das war ja auch so diese Zeit, wo, ich sag jetzt mal, aus heutiger Sicht echt unvorstellbar, dass man so diese Server ja quasi lokal laufen hatte, auch komplett andere Konfigurationen und alles.
Ja, aus heutiger Sicht, ja, ja.
Und fast unvorstellbar so ein bisschen, also zumindest in meiner Realität, in meiner Arbeitsrealität echt schwer vorzustellen, dass das damals so funktioniert hat.
Aber das war so. Wir haben zum Beispiel auch, wir hatten in einer Agentur halt Entwicklungs-Server. Also du hast nicht lokal bei dir entwickelt, sondern hast kein XAMP und nichts gehabt, sondern du hast halt dich auch auf das Testsystem geschaltet und da entwickelt. Und wenn ich was gemacht habe, also damals war ich dann mit Drupal unterwegs, da hast du dann irgendwas geändert und dann hat die Datenbank nicht mehr dazu gepasst. Und alle, die auf dem System gearbeitet haben, Haben dann da gestanden und geguckt. Und dann ging nichts mehr. Und das war die Zeit, wo ich dann VirtualBox gefunden habe.
Mhm.
Und da bin ich dann, glaube ich, so ein bisschen abgedriftet im Sinne von, oder da fing das dann bei mir an, dass ich mich auch mit Servern auseinandergesetzt habe. Weil das hat mich komplett getriggert, dieses, ich kann lokal etwas starten, was mir eine komplette Entwicklungsumgebung aufbaut. Und das habe ich dann damals auch mit Ansible angefangen. Und hat sich dann auch in der Agentur verbreitet. Dass wir dann gesagt haben, erstmal in unserem kleinen Team, also waren auch so in Teams aufgeteilt, haben wir das dann genutzt und das war cool, weil du hast dann morgens einen Rechner angemacht, gab eine neue Version oder so, hast gesagt, komm, starte das Ding und das hat das gebaut und nach zehn Minuten, bist du einen Kaffee trinken gegangen, war die Box fertig und du konntest in Ruhe arbeiten und auf einmal Datenbankänderungen ausprobieren und ohne, dass irgendwas kaputt geht oder das zurückdrehen und sagen, nee, komm, hat nicht funktioniert, ich starte nochmal von vorne. Und das war so das erste Mal, wo ich dann natürlich auch die ganze Zeit saß und irgendwelche Pakete installiert habe, geguckt habe, wie konfigurierst du das, HTTP-Server, also ein Apache-Server da irgendwo hingemacht und, und, und.
Ja, ich überlege gerade, was war nochmal das, was so verbreitet war vor Docker?
Das war so, das fing ganz gut an.
Das war nicht VirtualBox, oder?
Das ist VirtualBox gewesen, ja, ja.
Sicher? Ja.
Also das ist eine Komplett-Virtualisierung gewesen vom Betriebssystem.
Ja, ja, es ist, naja, es kann sein, dass es das auch war. Ich erinnere mich nämlich noch, gut, wir haben uns ja damals dann kennengelernt, irgendwie als Docker aufkam. Also ich weiß noch, Docker war dann so für viele und ich hatte dann die spannende Mischung, also war für viele einfach herausfordernd und hatte dann die spannende Mischung, ein Teil, damals war ich dann schon selbstständig. und als Freelancer unterwegs und ein Teil meiner Kunden hatte schon Docker und ein anderer Teil das andere Ding. Es kann sein, dass es VirtualBox tatsächlich war. Ich bin mir einfach nicht mehr sicher. Das ist zu lange her, ich habe das gründlich verdrängt, weil Docker war es dann nach den ersten Schmerzen irgendwie cooler. Und das war auch, fand ich, so ein ganz spannender Wechsel. Da war dann ja letztendlich Git total etabliert und jeder hat nur noch Git benutzt, zumindest bei mir so in meinem Umfeld.
Mhm.
Und zum Teil gab es dann auch die ersten automatischen Deployments bei den Agenturen, wo ich unterwegs war. Und man hat zumindest die Idee gehabt, dass man nicht mehr alles so manuell macht und solche Sachen. Und dann gab es diesen großen Wechsel auf Docker hin. Und das war letztendlich dann der Einstieg, wo ich, oder war für mich so der erste Einstieg in tatsächlich das, was heute so DevOps ist. Da habe ich dann wieder angefangen, mich mehr und professioneller mit Servern zu beschäftigen und auch intensiver nochmal in diese ganzen Pipelines einzusteigen.
Ja, das hat das ja auch möglich gemacht.
und ja es war viel einfacher auf einmal ja wobei vor zwei jahren habe ich das noch mal gebaut da wollte unbedingt jemand so eine virtuelle box haben und das haben auch in die pipeline gebaut aber das war nicht schön
Also mit so einem kompletten, ein komplett virtualisiertes Betriebssystem irgendwie in der Pipeline, also eine Virtualbox in der Pipeline. Könnte ich vielleicht hinkriegen, aber das wird echt wehtun. Also... Ja, also das... Damals war das cool.
So, ich möchte da nicht weiter drüber reden, aber die Idee war, also die Idee, eine VirtualBox zu haben, war schon nicht schön.
Von davor der Schritt war schon cool. Also es ist besser geworden, ne? Ja, damals, ja. Okay. Okay.
Ja, ja, also damals als Docker aufgekommen ist schon und davor. Ich meine, vor zwei Jahren war es nicht cool. So, und ich meine, das war ja auch einfach eine spannende Zeit, ne, so interessanterweise, als dann Docker aufgekommen ist und dann ja auch diese, damit ja auch diese ganze DevOps-Bewegung irgendwie entstanden ist, zu sagen, ja, Entwicklung muss näher in diese Betriebsthemen reinrücken und da auch mehr Verantwortung letztendlich übernehmen können, übernehmen und auch dabei sein und auch das Verstehen, ja, also nicht zu sagen, ich schreibe hier nur meinen PHP oder was auch immer, ja, damals gab es dann ja auch schon Node.js auf dem Server und solche Dingen,
Ja.
Da gibt es ja heute immer noch, nicht, dass jetzt die Hater herbekommen, du bash wieder JavaScript. Ja, ich mag es immer noch nicht und ich würde es nicht auf dem Server installieren. Wenn ihr das tun möchtet, tut es bitte, aber ich persönlich möchte das nicht machen in meiner täglichen Arbeit. Und das fand ich so eine ganz spannende Zeit, weil davor hatte ich auch so ein richtig riesiges Projekt, das bei einem großen deutschen Telekommunikationsanbieter, das heute auch noch als Produkt existiert. Und da kam schon das auf, was ich heute auch so diese ganze Zeit erzähle, immer mit Secrets raushalten und so.
Also das.
Also deswegen, ich fand, die Zeit war wirklich technologisch total spannend. Der Weg in die Container rein, was ich dann übrigens auch wieder ein bisschen später dann auch wieder da intensiver gemacht habe. So, ich bin damals ja sehr hin und her gewechselt, aber das ist, ja.
Coole fand ich einfach so, von VirtualBox war halt so, du hast das große Ding gehabt und die Docker-Container waren einfach auf einmal klein.
Nee, sorry, mach du. Hm.
Auf einmal hast du ganz viele kleine Dienste gehabt. Also das hat mich auch viel Energie gekostet, das zu verstehen, dieses ein Prozess pro Container und dass du damit so eher deine komplette Infrastruktur lokal abstrahieren kannst. Also mit dem Web-Server, mit dem PHP-Server zum Beispiel, eine Datenbank irgendwo. Früher hättest du ja alles in eine große Virtualbox geklatscht und das so geschippt. Und so sah das Produktivsystem aber auch aus. Also wenn du jetzt guckst, passend zu der Entwicklungsumgebung hat sich Operations auch so komplex entwickelt. Früher war das so, ein Bare Metal Server maximal groß, wo die Agentur dann 1000 Euro ausgegeben hat und alles drauf lief. Zu mittlerweile ist ja alles irgendwie orchestriert. Entweder das ist Kubernetes oder irgendwie ein Hyperscaler, der dann irgendwie Docker-Container organisiert.
Ja, nicht immer, ne? Also du kannst ja auch auf einer auf dem VPS, auf dem Virtual Private Server oder auf Bare Metal kannst du es dir auch selber da aufpacken.
Kannst du immer noch machen, ja.
Also ich finde auch ich mag ja Microservices an sich oder die Denkweise und ich liebe auch so Kubernetes vom Prinzip her, aber manchmal finde ich, man sollte Keep Simple mehr bedenken an diesen Stellen. Manchmal habe ich so diese, denke ich mir so, komm, wir packen jetzt einfach Container auf eine VPS und sind damit glücklich, weil mehr braucht dieses Projekt und dieser Kunde gar nicht. der kommt mit dem Shit aus, dann können wir das schön verpackt dahin packen und alle sind glücklich. Und wenn das Ding mal wächst, dann haben wir echt wenig Schmerzen mit dem Umzug.
Wenn das kontainerisiert ist, ja. Definitiv. Echt? Neun schon? Krass, ja. Mhm.
Ja. Also von Container möchte ich gar nicht mehr heute abweichen, ne? Aber es ist auch schon verrückterweise jetzt über neun Jahre her, dass wir uns getroffen haben, ne? Ja, ja, das ist, das, äh, damals wurde ja mein Sohn geboren und der hatte ja vor ein paar Tagen Geburtstag. Und das ist neun geworden. Ähm, ja.
Ja, da war ich noch festangestellt und du als Externer. Theoretisch beim Kunden dann. Dann hast du mir erzählt, wie schön das ist als Freiberufler.
Jetzt kommt es raus. Ich bin schuld, dass du dich selbstständig gemacht hast.
Ja, der NBA ist ja abgelaufen, also du kannst nicht mehr verklagt werden oder hast auch niemanden abgeworben. Nein.
Ich habe gar keinen abgeworfen. Ich habe nur gesprochen, wie cool ich es eigentlich finde in diese tausend unterschiedlichen Themen und Arbeitsweisen zu kommen und halt auch dann Sachen damals ja noch wirklich verändern zu können, ja, indem du halt, also da war ja auch die, ich sag jetzt mal, der Spirit in den Agenturen ja noch ein anderer, du hast ja nicht nur Externer reingeholt für, ah, wir müssen hier was programmieren, ich finde, das ist wo das heute passiert ist sehr häufig so, sondern es war ja wirklich auch ein Wissenstransfer. Die Strukturen und Denkweisen waren noch gar nicht so festgelegt. Ich finde, heute ist das alles so, hat sich das sehr stark wieder verändert und jeder sagt so, ah, der Weg und das ist das, was wir gehen, was auf der einen Seite echt gut ist, starke Standards bin ich auch total für,
Die Neugier ist weg, ja.
ähm, aber es ist weniger ein geworden, ah, das ist eigentlich eine geile Idee, lass uns mal schauen, ob wir das auch machen und mal probieren und experimentieren, ne, ich bin ja, ja, ich bin ja so ein Mensch, ich, ähm, auch wenn man in meinen LinkedIn-Beiträgen irgendwie drunter kommentiert, so, mach doch, das ist viel besser oder so, dann ist meine Option gar nicht so sehr, nee, voll der scheiß Weg, den du vorsteckst, sondern es ist, ich bin grundsätzlich immer erstmal neugierig, weil vielleicht kenne ich diesen Weg einfach noch gar nicht, habe den noch gar nicht entdeckt und schaue es mir zumindest mal an, um dann entweder zu sagen, nee, ist voll scheiße oder halt ein
Als zweite Antwort. Finde ich gut.
Ja, oder halt einfach auch zu schauen, weil das ist etwas, was ich finde auch verloren gegangen ist in den letzten Jahren, das Wissen und die Akzeptanz, dass man selber einfach Dinge vielleicht weiß, die das Gegenüber gar nicht weiß. Oder dass es auch Problemstellen oder Pfade gibt, wo einfach eine Lösung valide sein kann, auch wenn man selber sagt, die ist eigentlich nicht so cool.
Ja, genau, weil sich die Voraussetzungen ändern. Nicht jede Lösung passt überall rein und vielleicht hat halt der Kunde andere Anforderungen oder der Fall braucht gerade was Besonderes. Deswegen tue ich mich auch immer mit so Schema-F-Lösungen ganz schwer.
Ja.
Die passen oft, aber nicht immer.
Genau, und ich sage ja, für eine gewisse Gruppe an Menschen oder an Kunden passt schon so eine Standardlösung. Ich sage ja auch, wir machen ja so etwas wie standardisierte Individualität. Also sprich, aus der Erfahrung raus, der der zwei Jahrzehnte, über zwei Jahrzehnte, Gott, ähm, ist ja was entstanden in dieser Zeit, aus diesen ganzen Änderungen und Erfahrungsschatz aufgebaut. Und ja, aber Berghaus
Erfahrung ist aber nicht Schema F. Also ich behaupte mal, du oder wir haben so viel gesehen, dass wir einfach kommen können und sagen können, guck mal, es gibt unterschiedliche Muster und das passt jetzt dahin, diese Anforderung braucht diese Lösung. Das sehen wir einfach mittlerweile. Aber was ich vorher meinte, ist, es gibt viele, die laufen rum, die denken entweder schwarz-weiß oder gerade versuchen auf LinkedIn dann mit Posts irgendwie zu sagen, alles ist tot, nichts funktioniert mehr, dies, das oder jenes.
Mhm.
Damit habe ich immer mein Problem, weil das gibt es nicht. Es gibt gewisse Lösungen, die sind wiederkehrend. Und das bilden wir mit unserer Erfahrung ab. Wir können ins Projekt kommen, wir reden mit einem Kunden und sagen, guck mal, wo drückt der Schuh? Und dann sagt er, ich möchte schneller deployen, ich möchte irgendeine Zertifizierung haben und muss dadurch sicherer sein oder Credentials könnten ein Problem sein. Da gibt es Lösungen für und die kennen wir mit der Zeit.
Ja, aber das, was ich tatsächlich mittlerweile mache, ist, wir haben quasi ein fertiges Ding, einen fertigen Baukasten mit diesen Lösungen.
Vielen Dank.
Und ich sage jetzt mal, für 95 Prozent in unserer Gruppe, die wir so eigentlich als Ziel sehen oder die ich als Ziel sehe, mit denen ich arbeiten möchte, Da passt das Ding echt gut drauf und dann musst du halt noch ein bisschen anpassen und individualisieren. Aber du hast halt einen starken Standard, der aus über 20 Jahren Erfahrung irgendwie entstanden ist und mit dem starte ich da rein und da baue ich drauf aus. Deswegen auch einfach mit diesen komplexen Pipelines und Regeln Und so. Aber das ist halt jetzt kein Ding, was irgendwie unveränderlich ist, sondern das ist einfach ein Startpunkt, wo man auch Sachen rausnehmen kann und durch andere ersetzen kann.
Okay, dann sagst du das anders, meinst du das Gleiche?
Und ich glaube, das macht das, das ist, glaube ich, das, was dann nachher die Erfahrung bringt, wo man halt sagt, hey, ich weiß eigentlich, das sind alles deine Probleme, auch wenn du die noch nicht so kennst.
Ich war da, hab mir die Finger verbrannt, das funktioniert nicht.
Ja. Und
Okay.
Genau, und das ist der Weg. Und wenn wir feststellen, das eine Ding passt jetzt hier nicht rein, dann tauschen wir das gegen was anderes.
Mhm.
Ich finde, das ist, also für mich persönlich, ist das, glaube ich, der Weg, den ich im Moment gehe. Nicht glaube ich, sondern es ist der Weg, den ich mache. Auch mit dem Hintergrund und dem Wissen für einige polarisiert das zu sehr und ist nicht der Weg und da wird dann halt gesagt, ja, das ist so ein typisches One-Size-Fits-All, aber ist es eigentlich gar nicht, weil du kannst halt immer wieder anpassen und verändern und das Ding verändert sich halt auch. Ja, also nur weil heute Lösung A in der Pipeline drin ist, heißt das nicht, dass das übermorgen da noch drin ist. Wenn dann was Besseres ist, sich was anderes findet, was besser funktioniert oder auch Anforderungen sich verändern, dann verändern sich halt auch diese Standardkomponenten.
wenn die Anforderungen sich ändern, ja.
Aber das Ding ist halt, unser Ziel ist oder mein Ziel ist, wir verwenden die immer wieder und dadurch sind die gut durchgetestet und all solche Dinge. Das ist eigentlich der Antrieb, mit dem ich heute so durch die Welt laufe und sage, okay, wir finden das Rad nicht ständig neu, sondern wir gehen da rein mit dieser Erfahrung, die ja auch mein Team hat. Das sind ja auch nicht Leute, die jetzt gerade irgendwie angefangen haben, den Computer einzuschalten. Die haben ja auch Lebenserfahrung in der Programmierung einige Jahre oder Jahrzehnte Und dahin zu gehen und zu sagen, wir haben diese starken Standards, die wir mitbringen, die wir uns anschauen und wenn diese Dinge wirklich nicht passen, dann passen wir sie an. Ja.
Der ist wie ein Schneider, der hat auch seine Schnittmuster und wenn du aber kommst und willst maßgeschneidert einen Anzug haben, dann kommt er mit diesen Mustern und passt sie auf dich oder dein Feld dann an.
Ja, genau.
Und
Ja, so. Und, ähm, Ich mag diesen Gedanken, ich weiß, einige mögen den gar nicht und sagen, das geht alles nicht, wir machen jedes Ding individuell. Aber ich finde, das passt in den Zeitgeist nicht mehr. Alles individuell hat sich verloren. Allein dadurch, dass wir angefangen haben, Frameworks zu programmieren, hat sich gezeigt, wir wollen eigentlich gar nicht. Oder wir wissen eigentlich, es ist nicht jeder individuell.
Genau, also das Rad nicht immer neu erfinden. Also gewisse Sachen möchtest du nicht andauernd machen. Also Docker-Container bauen in der Pipeline ist jetzt nicht, was ich jedes Mal für mich neu erfinden muss. Das passiert immer.
Wir haben auch den PHP-Docker-Container halt einfach gar nicht.
Diese Erfahrung, dass...
Das PHP, also wenn ich jetzt sage, ich deploye System A und deploye System B, das eine ist ein CMS, das andere ist ein Shop-System, also quasi ich, das CMS, du, das Shop-System, dann wissen wir beide eigentlich relativ gut, welche Pakete wir immer brauchen. So, das kann man halt mitbringen und einbauen und nutzen und muss nicht raten oder irgendwelche Spezifikationen nachlesen, weil das ist halt die Erfahrung und das Wissen und weil wir es jeden Tag letztendlich tun. Ja.
Ja, genau. Und dadurch wird man ja auch, also schnell im Sinne von, weil einfach ein Grundstock schon da ist. Und dann kommt halt die Erfahrung dazu zu sagen, guck mal, das, was ich hier habe, ist für Problem A, B und C, aber du hast noch Problem D und C hast du gar nicht. Und dann fängt man an und dann entsteht ja die Maßgeschneidung, also das Individuelle, wo du sagst, du passt dann deine Lösung dem Kunden an und nicht umgekehrt.
Ja.
Und das ist... Was mich halt immer triggert, wo ich, also wenn ich sage, one size fits all, ist das genau immer umgekehrt. Das heißt, das, was ich verwerflich finde, ist zu sagen, mein Weg ist der richtige und du musst da jetzt reinpassen. Wenn du das nicht machst, machst du etwas falsch. Und das sind immer die, die mich so triggern, wo die sagen, ach guck mal, ich habe das gemacht, ich habe so viele Jahre Erfahrung, wenn du das nicht machst, dann bist du kein richtiger Unternehmer, bist du kein richtiger Online-Shop. wenn ich solche Sachen schon höre, dann sage ich immer so, es gibt mehr als eine Lösung. Und deswegen sage ich, Grundstock mitbringen, individualisieren und dann passt man sich dem Kunden an oder passt sich die Software dem Kunden an und dann hast du auch Sachen, die echt gut funktionieren. Oh ja.
Ja, die spannendste Frage ist ja auch bei sämtlichen Lösungen, die man sieht. was ist denn die Geschichte dahinter? Jedes Schild hat eine Geschichte und so ist es ja auch mit allem in der Softwareentwicklung, Pipelines, DevSecOps, also in diesem ganzen Bereich. Es gibt eine Geschichte immer hinter den Sachen und die, und das wird heute, finde ich, sehr, sehr häufig vergessen.
Ja.
Und das finde ich schade. So, da, ich sage mal, mehr neugierig sein, mehr hinterfragen und einfach mal auch sich andere Lösungen anschauen, das ist eigentlich der Weg, den ich bevorzuge. Ja, gar nicht, um meinen Weg ständig zu verändern, aber auch, um den bei Bedarf zu justieren. Ja, zu sagen, ah, schau mal, die lösen das eigentlich viel eleganter und viel besser, als ich das mir vielleicht ausgedacht habe, als ich das bisher wusste, dass es geht, neues Tool und so weiter und so fort. So, und, ähm,
Und was mir noch fehlt ist, erzähl.
Ja, dann halt... Oh ja, sorry. Nein, mach du, was dir noch fehlt. Mach das. Hm.
Ich wollte das Thema wechseln. Ich wollte nämlich noch darauf hinaus, also was mir noch fehlt ist, am Anfang war der ganze Bereich IT offener. Zum Beispiel gerade als Quereinsteiger hatte man früher weniger Gegenwind gehabt und es war weniger so mit, guck mal, ich habe das gelernt, du gehörst nicht dazu und mein Weg ist der richtige und das passt nicht. Und wenn ich jetzt heutzutage sehe, wie viele auch gerade durch KI eigentlich einen ähnlichen Weg einschlagen in Richtung IT, wie ich damals, also ich habe zwar keine KI gehabt, aber diese Neugier ist bei allen gleich. die wird jetzt geweckt, weil die irgendwas schaffen zu bauen, vielleicht wird sogar schon MVP gebaut und dann kommen Leute und sagen so, boah, nee, also du gehörst nicht dazu, du hast keine komplette Pipeline, du hast das nicht, du hast das nicht, du hast das nicht, du hast das nicht, alles Mist, bleib du mal weg, das mag ich nicht, weil natürlich haben die das nicht, die sind ja kein Enterprise, also die haben nicht 50.000 Euro im Monat.
Das muss halt auch aufgebaut werden.
Genau, weil die Anforderungen auch andere sind.
Oder das kann auch aufgebaut werden, wenn der Bedarf da ist.
Richtig.
Wenn du da irgendwie ein Proof of Concept hinstellst, dann brauchst du das alles gar nicht. Wenn du natürlich einen Partner hast, der das alles mitbringt und sagt, ach ja, schau mal, wir schauen jetzt, dass wir das benutzen, dann ist das eine ganz andere Kiste. Ich finde aber auch, das trifft nicht nur auf die IT zu, sondern ich finde, das ist viel krasser in der Agenturwelt.
Okay.
Ich finde, in der Agenturwelt merkst du das sehr, sehr stark, dass man viel verschlossener geworden ist. Ja.
Da habe ich mich nicht so viel bewegt die letzten Jahre. Also ich war eher beim Kunden vor Ort oder größere Unternehmen. Deswegen fehlt mir ein bisschen so der Einblick, was die Kulturwelt betrifft.
Ja, ich ja auch durch meine Lebensrealität ja auch nicht mehr so viel überall unterwegs.
Mhm.
Weder beim Kunden direkt vor Ort, noch in Agenturen vor Ort, sondern ja mehr so bei Events und so. Aber ich finde, die Grundstimmung hat sich da sehr krass verändert. Einfach. Und das finde ich schade. Also gerade Agenturwelt war ja sehr alternativ früher und sehr offen dabei. und auch experimentierfreudig und dabei auch die Open Source Community war offener und mehr in ja auch nicht.
Einladender.
Also ich finde, es hat sich sehr viel professionalisiert. Und sehr viel auch während Arbeitszeiten so verlegt, so rein in diese Wochentage. Viele Events sind jetzt irgendwie schon in der Woche, auch Barcamps irgendwie dann Donnerstag, Freitag oder Freitag, Samstag, wo ich so sage, ja, aber das Open-Source-Ding ist vielleicht eher mein Freizeit-Ding, also in einer gewissen Art und Weise. Und jetzt machen wir es zum Teil in der Arbeitszeit, Und das ist zum Beispiel eine Veränderung, die bekomme ich mit meiner Lebenssituation, in der ich bin, zum Beispiel gar nicht auf die Kette. Jedes Mal, wenn das quasi in der Woche stattfindet, ist das halt ein unfassbar hoher Aufwand, Dinge zu organisieren, Vertretungen zu organisieren.
Mhm.
Und das ist halt wirklich schade, weil man damit halt zum Beispiel auch einfach Leute ausschließt. Ich bekomme es halt einfach nicht gut hin, zu Events zu fahren, die in der Woche stattfinden. Außer sie sind dann wieder so spät abends, dass die meisten Leute sagen, das ist mir zu spät. Also zum Event, das um 19 Uhr ist, wollen die meisten Leute nicht hinfahren, verstehe ich. Aber das ist realistisch erst die Zeit, zu der ich los kann.
Ja.
Oder dann freitags, ein Event am Freitag. Jetzt gibt es ja eins, das ich dir auch geschickt hatte, wo ich auch immer noch überlege. Aber das Freitagsding bedeutet halt effektiv, ich muss jemand anderen finden, der dann halt einfach in der Schule steht, um diesen doofen Rucksack abzuholen. So, ja, Realität. wenn man irgendwie ein Kind mit einer Seitenerkrankung hat, muss man quasi ein fliegendes Elternteil ist, muss man sich auf einmal um Dinge kümmern und ich finde, das hat sich so sehr verschoben und das finde ich total schade, weil das halt für mich persönlich bedeutet, dass ich an diesen Dingen nicht mehr teilnehmen kann. Ja.
Ja, aber generell ist es, so wie du es sagst, bei vielen das Hobbyprogrammieren weniger geworden. Also viele verdienen jetzt Geld damit, haben sich professionalisiert und...
Was ich auch gar nicht verkehrt finde. Also ich finde, es ist gut und wichtig, dass sich auch Open Source professioneller organisiert und professioneller geworden ist und wir alle damit Geld verdienen. Ich finde, es ist halt schade, dass diese Verschiebung auf nur professioneller Ebene stattfindet.
Also mein großes Problem ist einfach auch, wenn du Familie hast, musst du gucken. Du hast nicht mehr so viel Zeit wie früher. Vor Frau und Kind hatte ich einfach am Abend mehr Zeit oder auch nachmittags mehr Zeit. Die verteile ich jetzt natürlich anders. anders. Ich würde mir wünschen, dass ich ab und zu mal öfter Zeit hätte. Also auch für solche Sachen wieder. Einfach so ein bisschen hinsetzen, rumspielen, ausprobieren, kaputt machen und reparieren.
ja gut das mache ich dann irgendwie am wochenende wenn hier abends am wochenende meistens ein bisschen ruhe schon einkehrt dann ist die zeit wo ich halt experimentiere und umspiele oder
Mhm.
an so Tagen, wo ich weiß, ich kann eh nicht produktiv arbeiten, wenn dann mal wieder so ein Terminplan voll ist, wenn irgendwie vormittags alles Termine geplant sind, wo ich irgendwo in der Klinik, wo ich dann nicht weiß, wann komme ich denn nach Hause? Die Qualität ist ja so, die Wartezeiten sind nicht kalkulierbar. Ähm, dann das sind die Tage, wo ich dann rumspielen und ausprobieren kann, weil danach fange ich nicht mehr an zu arbeiten, wenn ich dann um 13, 14, 15 Uhr irgendwie wieder zu Hause bin und das ist dann auch ehrlicherweise anstrengend, da diese Wartezeiten, dann fange ich nicht an produktiv zu arbeiten für ein Kundenprojekt oder so. Dann ist die Zeit, wo ich experimentiere.
Das fühlt sich gerade so an, ja.
Sofern das dann meine Kinder zulassen. Die Einschränkung gibt es immer noch. So, heißt, wir beide sind selbstständig, wir beide machen Software. Und das irgendwie echt lange. Ich glaube, ich bin alt geworden. Schlechte Podcast-Folge. Ja, naja. So. Haben wir was vergessen in unserer Geschichte?
Ich glaube, wir haben zehn Jahre ausgelassen.
Er geführt schon.
Ja, aber generell ist es so, ich glaube, wir haben beide noch genauso viel Spaß und Neugier wie am Anfang. Also zumindest kann ich das für mich so sagen und bei dir habe ich auch den Eindruck, dass wir immer noch gerne an Problemen sitzen und so ein bisschen ausprobieren und uns das nicht in Ruhe lässt, wenn Sachen nicht funktionieren und dass das keine Option ist. Und dass wir uns immer freuen, wenn wir so ein paar Bug-Year fixen oder irgendwas schaffen, was dann automatisch läuft. Mittlerweile ein bisschen zielgerichteter, glaube ich, arbeiten wir, dass wir so ein bisschen auf den Mehrwert achten, der dann geliefert wird.
Das ist auch die Erfahrung aus der Zeit. Ja.
Ja, früher hat man einfach Sachen gemacht, weil es ging. Mittlerweile freue ich mich zum Beispiel, also wie du gesagt hast, eine Pipeline bauen, die auf einmal, weiß ich nicht, anstatt eine Stunde nur noch 15 Minuten dauert, aber die gleichen Tests macht, weil sie anders konfiguriert ist, parallel läuft, was auch immer, weil man auf einmal Tests schreibt, die dann ein paar Tage später schon den ersten Bug verhindern. Ja.
Oder auch ganz reelle Sachen für den Kunden, so ein Import mit tausenden Stellenanzeigen, der dann statt einmal in der Stunde auf einmal alle fünf Minuten laufen kann, wenn man das möchte.
Oder
Einfach auch, weil das System so viel, weil auch so viel da passiert. Sonst überlegt man sich ja nicht, oh, wir müssen schneller werden mit dem XML-Import. Nicht aus der Puchenfreude der Performanceoptimierung.
Oder zum Beispiel so ein Black Friday ansturmen, in einem Shop überleben und einfach da sitzen, auf Logs gucken und sich wirklich freuen, dass das Ding irgendwie das Zehnfach an Traffic hat und nichts passiert, also nichts Schlimmes passiert so rum. Du siehst nur die Zahlen nach oben gehen, du siehst Umsätze nach oben gehen und muss ehrlich sagen, da... habe ich echt Spaß gehabt, an einem Tag dann zu sitzen und zu sagen, cool, habe ich gebaut. Ein halbes, dreiviertel Jahr lang mit dem Team Vorbereitung und es läuft.
Ja. Ja.
Und es merkt, also Vor- und Nachteil gleichzeitig, im Backend ist es halt so, es merkt keiner, ist immer ein gutes Zeichen, weil dann hast du deine Arbeit richtig gemacht.
So, und es ist ja auch so ein bisschen verrückt, wenn man jetzt heute zurückblickt, wo heute eigentlich überall Software von einem läuft, ne? Gerade wenn man halt auch in Open-Source-Projekten contributed, ähm,
Mhm.
ist das schon verrückt, auch wenn es gar nicht mehr auf diesem Planeten stattfindet zum Teil. So. Ja. Oder sich halt auch sehr dann in verbreitet, wo andere dann halt nicht entwickeln dürfen können. Also es gibt da, glaube ich, relativ viel, wo man sehr unbewusst auf uns trifft. Ähm. Und viele Menschen, wenn man das dann mal erzählt, sind auch sehr überrascht darüber.
Das ist eine Berufskrankheit. Ja.
Was mich persönlich dann immer sehr freut. Ich bin ja ein fröhlicher Mensch vom Grundgedanken her. Auch wenn ich meine eigenen Fehler immer sehr negativ bewerte. Das ist so das. Ja, ja. Das mit sich selber härter sein, als man müsste. Das ist es. Aber vielleicht sollten wir zum Ende kommen. denn wir haben mal wieder unser Ziel völlig verfehlt, nur eine halbe Stunde zu quatschen. Trotzdem, schön war's.
Krass. Geht schnell und macht Spaß. Bis dann. Ciao.
Ich hoffe, wir kennen uns alle ein bisschen besser. Und dann gibt's nächste Woche von der 11. Folge Secrets Not Included. Verwirkt. fantastisch. Wir sehen uns nächste Woche, Daniel. Mach's gut. So.



