Podcast

No Bullshit Founders

Der No Bullshit Founders Podcast ist mehr als nur ein Gespräch unter Gründern – er zeigt, wie unternehmerische Entscheidungen wirklich getroffen werden, wenn es um Wachstum, Verantwortung und nachhaltige Systeme geht.

Ole, Moritz und Tim sprechen offen über die Realität hinter digitalen Geschäftsmodellen: Welche Entscheidungen tragen langfristig? Wo entstehen unnötige Risiken? Und warum scheitern so viele Projekte nicht an der Idee, sondern an der Umsetzung?

Zwischen den Zeilen wird klar, worauf es ankommt: klare Prozesse, belastbare Technologien und Systeme, die nicht nur starten – sondern dauerhaft funktionieren.

Wer verstehen will, wie erfolgreiche Unternehmen heute aufgebaut werden, bekommt hier nicht nur Einblicke, sondern auch ein Gefühl dafür, welche Qualität in Umsetzung und Technologie den Unterschied macht.

jeden Dienstag

Die Podcaster

Foto von Kai Ole Hartwig.

Kai Ole Hartwig

Founder · Moselwal Digitalagentur · OnlyOle

Programmiert seit 2002 – autodidaktisch gelernt, 2012 mit KO-Web selbständig gemacht, heute Moselwal. Über 100 Projekte, Fokus auf Security, Performance, Automatisierung und Qualität.

Moritz Hofmann

Gründer & Geschäftsführer · FastPal · Hofmann Handelsgesellschaft mbH · Luxintent

Tim Uhlott

Gründer & Software Architekt · GuardingPearSoftware · KHS Group · User-Aid

Uns gibt es auf…

Aktuelle Folgen

S1 E1051:29

No Bullshit Founders mit Conrad Böhnke: Vom Minecraft-Plugins zum Aufbau mehrerer Unternehmen

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In dieser Folge von No Bullshit Founders sprechen wir mit Conrad über einen Weg, der alles andere als gewöhnlich ist: vom Coden von Minecraft-Plugins als Teenager bis zum Aufbau mehrerer Unternehmen. Gemeinsam mit Tim, Ole und Moritz geht es um frühe Selbstständigkeit, die ersten Kunden, echte Learnings aus dem Agenturgeschäft, den Kauf eines Unternehmens per Asset Deal und die Frage, was Gründer wirklich voranbringt, wenn es hart wird. Conrad teilt offen, warum Netzwerk oft mehr wert ist als Kaltakquise, weshalb Leidenschaft langfristig stärker ist als der Wunsch nach schnellem Geld und was ihn auch in schwierigen Phasen weitermachen lässt. Eine Folge über Unternehmertum ohne Romantisierung, klare Entscheidungen, Rückschläge, Wachstum und den Mut, Dinge einfach zu machen. Jetzt reinhören. Alle Links bei LinkTree: https://linktr.ee/no_bullshit_founders

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Moritz Hofmann

Schön, dass ihr wieder einschaltet zu einer neuen Folge Null Bullshit Founders. Wie immer mit Tim, Ole und mir, ich bin Moritz. Heute noch mit Konrad Böhnke als Gast. Willkommen. Konrad, erzähl doch gerne mal ein, zwei Worte von dir.

Conrad

Moin, ich bin Conrad, 20 Jahre alt, ich bin jetzt seit vier Jahren selbstständig und das mit zwei Firmen. Ja, und jetzt freue ich mich hier zu sein. Danke.

Kai Ole Hartwig

Respekt erstmal, also mit 24 Jahren selbstständig zu sein, ist glaube ich eine respektable Leistung. Erzähl doch mal, was war deine erste Selbstständigkeit so? Oder die erste Firma, mit der du gestartet bist?

Conrad

Die erste Firma, mit der ich gestartet bin, die habe ich bis heute, ist es UI Rocket, eine Webdesign, Webentwicklungsagentur. Es hat sich so ein bisschen entwickelt von erst nur Webdesign, dann war es alles Design, dann war es nur noch Webdesign und Entwicklung und das ist auch das, wo ich so mittlerweile geblieben bin, hauptsächlich Entwicklung und mit WordPress Elementor und Design, Figma ganz normal. Genau, die erste so wirkliche Unternehmung vor dem Ganzen war ganz back in the days, als ich so 12, 13 war, habe ich Minecraft-Plugins programmiert für andere und das war so der Grundstein für die Selbstständigkeit. Aber ja, erste Firma war das, habe ich 2023, müsste es sein, 2022 gegründet, eins von beiden, ich bin gerade gar nicht sicher. Genau.

Tim Uhlott

Ja, war geil mit den Minecraft-Plugins. Was hast du denn für welche programmiert? Weil ich habe damals auch Minecraft-Plugins entwickelt. Ja.

Conrad

Ah, echt? Ah, cool. Es ist bei mir jetzt schon wirklich lange her und ich war sehr jung. Aber ich habe für Kunden praktisch, ich sage mal, also damals ja Spiget, ich weiß nicht, wie du es aussprichst, aber ich habe es nur mit Spiget ausgesprochen. Bungee Cord, also Multiserver-Sachen und so, nichts, kein Crazy Shit. Ich war jetzt nie so ultra krass, aber keine Ahnung, so ein bisschen so World-Edit-Kopien, sowas in die Richtung.

Tim Uhlott

Ah, okay, verstehe. Mhm.

Conrad

Inventarmanagement, irgendwelche Lobby-Systeme, was habe ich noch gemacht, so ein, hier so ein, ich weiß nicht, ob ihr das kennt, auf GOMMAD gab es so ein Daily oder ich weiß nicht, Weekly oder Daily, da konnte man so Kisten öffnen, wie so ein Lucky, so Lucky-mäßig, dass du halt gucken kannst, hast irgendwie 100 Coins bekommen oder so. Ja sowas, irgendwelche Minigames, also simple Minigames, jetzt kein Bad Wars oder so, eher simpler. Ja sowas, also echt, aber sehr, sehr, sehr, sehr viel Unterschiede. Ja.

Tim Uhlott

sagt ihr denn fortstand noch was gab es das ja genau genau okay okay weil ich

Conrad

Forge, ja für, aber es war ja eher Modloader. Also genau, ja ja, Forge, aber eher mit Forge habe ich eher gespielt, ne? Also Mods, Mods habe ich nie angefasst. Das war nicht meine Welt. Ich habe immer alles, ja.

Tim Uhlott

weil ich meine, bei mir waren es dann die Mods. Ich habe dann für Forge Mods geschrieben.

Conrad

Ja, genau, ne Mods, ja. Ne, Mods haben mich irgendwie, ich fand das immer cool, aber das war so, ich fand das irgendwie geil, so Boundaries zu setzen, was kriege ich mit dem Vanilla-Zeug, was es in Minecraft schon gibt hin, weil Plugins bist du halt komplett begrenzt auf das, was in Games schon ist. Und dann kannst du Sachen umbenennen, du kannst irgendwelche Custom-Enchantments machen, Interaktionen und so weiter, aber Du kannst halt nichts Neues dem Spiel hinzufügen, was es generell nicht gibt. Du kannst dem Ofen, keine Ahnung, einen weiteren Slot geben oder so, aber du kannst ja so und das war es halt auch ungefähr. Oder sagen, neue Crafting-Rezepte, neue Ofen-Rezepte und so, aber das war es halt auch.

Tim Uhlott

Ah, okay. Okay. Okay, witzig.

Conrad

Ja, das fand ich mal ganz cool.

Moritz Hofmann

Wo du jetzt dann durchgestartet bist, du hast ja jetzt sehr viel Erfahrung gesammelt. Was sind Dinge, die du am Anfang komplett falsch gemacht hast? Was würdest du sagen?

Conrad

Boah, komplett falsch gemacht. Ich bin ja so ein Typ, ich schaue nicht zu viel zurück. Ich bereue auch nicht allzu viel, was ich so gemacht habe. Ich sage mal, business-wise, glaube ich, hat mir einfach das Learning gefehlt. dass ich, ich habe zu technisch gesprochen, also das kennt vielleicht viele, die so in die Selbstständigkeit starten, die sind dann, weiß ich, Informatiker und quatschende Leute voll, was man damit alles Tolles machen kann, aber es interessiert die Nutzer nicht. Die Nutzer, oder beziehungsweise je nachdem, was für Nutzer es ist, aber ich sage mal jetzt B2B beispielsweise, Der Unternehmer interessiert hauptsächlich, wie kann er dadurch Zeit sparen und mehr Geld verdienen, so ungefähr. Ich glaube, das ist ein großer Fehler, den ich gemacht habe, dass ich das zu wenig gemerkt habe und gleiches und ähnliches Learning, dass man nicht einfach nur Dienstleistungen macht, sondern am Ende wirklich diesen Mehrwert bietet. Das spielt so ein bisschen zusammen. Also ich mache nicht Design, sondern ich sorge dafür, dass du im besten Fall mit dieser Seite, je nachdem, was dein Ziel mit der Seite ist, aber das erreichst. Ich glaube, das sind so Sachen, die ich falsch gemacht habe. Ansonsten, keine Ahnung. Ich glaube, so viel falsch gemacht, weil es vielleicht zu viel gelesen, zu wenig gemacht.

Moritz Hofmann

Wie bist du denn an deine ersten Kunden gekommen?

Conrad

Also ich habe mich so in den ersten Jahren, also das erste Jahr echt viel unterschiedliche Bücher gelesen, aber mittlerweile so, also ich will nicht sagen, scheiß aufs Lesen, aber vom Machen lernen zu halt mehr. Tatsächlich hat sich das alles so ein bisschen ab diesem Minecraft-Punkt entwickelt. Ich habe da jemanden kennengelernt, das ist mittlerweile, kann ich den Namen nennen, David heißt er, den Nachnamen nenne ich jetzt nicht. Der war damals auch so in der Minecraft-Entwicklung, war aber schon ein paar Jahre älter, hat dann irgendwann eine Software-Agentur gegründet. Ich habe dann zu dem Zeitpunkt, wie er das gestartet hat, habe ich mit Design angefangen. Dann hat er irgendwann gesehen, da war ich so, 14, 15, hey, du machst ja Design, das könnte ich für uns gebrauchen, dann habe ich mit ihm das erste Mal zusammengearbeitet, dann den ersten so wirklichen Website-Kunden beispielsweise, total random, ich habe auf TikTok bei einem, auf einem TikTok einen Kommentar geschrieben bei so einem Idiotentest, ich weiß nicht mehr genau, was es war, bei einem, es war ein Werbesprecher und der hat so einen Idiotentest auf TikTok gemacht. Und da hatte ich irgendwas geschrieben und dann kamen wir so ein bisschen in den Austausch, weil, keine Ahnung, warum auch immer. Und dann meinte ich irgendwann so, ja, ich bin 15, ich mache so Websites und so seit einem Jahr. Und dann meinte er, ja, du, sonst lass das doch mal zusammen machen. Das war so zum Beispiel der erste Website-Kunde. Design-Kunde, wie gesagt, war in dem Fall dann David, der mich dann so ein bisschen wiederentdeckt hat. Ja, ansonsten Netzwerk, ich habe den Discord-Server, wo wir uns ja auch herkennen, Moritz, mit dem guten Marcel und noch ein, zwei anderen aufgebaut, ungefähr seit meiner Selbstständigkeit, da auch sehr viele Leute kennengelernt. Ich habe zeitweise Google-Werbung geschaltet, das war aber eher Geldverbrennen als wirklich Kundengewinn. Ja, also ich würde sagen, kurz gesagt, Netzwerk und so Empfehlungen, sowas halt. Also Kalterquise habe ich zum Beispiel fast gar nicht, weil ich habe es probiert. Ich fand es absolut schrecklich. Genau. Ja. Ja, es gibt so ein...

Kai Ole Hartwig

Das ist cool, ne? Das ist ja auch das, was ich irgendwie immer mache. Netzwerk, schauen, dass man Kontakte hat und eben keine Kaltakquise und den Leuten auf die Nerven gehen. Und, naja, ich hoffe, das ist völlig, da so einzusteigen. Ähm,

Conrad

Es gibt so einen Spruch, will ich ganz kurz reinwerfen. My Network is my Net Worth. Vielleicht kennt ihr den Spruch, aber ich habe von Netzwerk schon mal sehr viel gehalten, weil Leute kennen Leute, die Leute kennen und so kommst du, ich merke das auch jetzt wieder in der neuen Firma, die wir mittlerweile haben, du kommst da an Leute ran, daran hättest du nie gedacht.

Tim Uhlott

Gut, das war.

Conrad

Und da kannst du noch so viele Leute anrufen. So, mit denen arbeitest du dann einmal zusammen, verdienst vielleicht dein Geld, aber diese Kontakte, die bleiben und das im besten Fall lange und da kommen es dann Leute ran, die sonst nicht rankommen würden. Deswegen, ja.

Kai Ole Hartwig

Definitiv, ja.

Conrad

Ja.

Kai Ole Hartwig

Jetzt habe ich vergessen, was ich fragen wollte. Ja, dann mach du. Das fällt mir wieder ein.

Tim Uhlott

sonst habe ich noch eine Frage. Ja, wird dir gleich wieder einfallen. Mit UI Rocket, du hast gesagt, du machst es jetzt noch weiterhin, vier Jahre lang jetzt schon. Ist es denn trotzdem dein Side-Hustle, sage ich mal noch, neben deinen anderen Businesses oder ist es dein Main-Fokus? Mhm.

Conrad

Also ich sage mal, ich weiß nicht, wann sich das ergeben hat, aber irgendwann habe ich einfach gemerkt, dass UiRocket eher so zum Sprungbrett wird, zu der eigentlichen Selbstverwirklichung an Firma, die ich eigentlich immer wollte. Also meine allergrößte Leidenschaft ist das Motorradfahren, spezifisch das Motorradrennenfahren. Und ich wollte eigentlich immer eine Firma in dem Bereich haben. Und im besten Fall auch mit meinem Bruder zusammen, der ist auch selbstständig und das wäre natürlich ein Traum. Und irgendwann habe ich gemerkt, okay, Mit UI Rocket kann ich das gut finanzieren und mittlerweile ist UI Rocket dadurch, weil wir jetzt diesen Traum uns erfüllt haben von, wir haben zwei Shops, also eine, die unter einer Firma laufen, also zwei Marken praktisch, zusammen als Brüder und das läuft sehr, sehr gut und dadurch mache ich UI Rocket, ich sage mal, weiß nicht, vielleicht

Tim Uhlott

Mhm.

Conrad

vier, fünf Stunden in der Woche oder so, also nur noch so ein bisschen, einfach weil es noch Spaß macht, weil ich Bock drauf habe, ab und zu noch ein paar Sachen zu designen, zu entwickeln, aber jetzt so wirklich als Main-Business absolut gar nicht mehr.

Tim Uhlott

Okay, verstehe.

Conrad

Also das ist, ja, genau.

Tim Uhlott

Also das heißt, nach UI Rocket hast du dann zusammen mit deinem Bruder BUMA Racing dann gegründet.

Conrad

Ja, genau. Also ich würde nicht sagen danach. Es war so ein laufender Übergang.

Tim Uhlott

Oder?

Conrad

Also der konkrete Ablauf, kurz gesagt, war so, UI Rocket lief sehr, sehr gut. Ich habe 2025, letztes Jahr, wirklich gut Geld verdient damit. Also so für mein Alter, muss man auch dazu sagen. Jetzt nicht sonst was, aber echt gut. Und dann haben wir Anfang 2025 haben wir BUMA Racing gegründet, beziehungsweise die Firma ist BUMA Motorsport.

Tim Uhlott

Vielen Dank.

Conrad

weil wir es so ein bisschen generell halten wollen, weil wir immer so den Traum an, noch mehrere Shops zu haben. Und dann haben wir irgendwann gemerkt, ey, BUMA Racing läuft gut und so, aber davon werden wir nicht leben können. Das heißt, wir brauchen irgendwie eine Firma, von der wir leben können. Wir beide wollten unsere Selbstständigkeiten aber nicht mehr komplett weitermachen, sondern wollten uns auf diesen Motorradbereich fokussieren. Das heißt, wir haben gesagt, ey, pass auf, wir stecken jetzt das Geld, was wir verdient haben. Mein Bruder hat auch sehr gut verdient mit seiner Firma. Stecken wir in eine Firma, die schon gut läuft. Und können unsere Selbstständigkeiten so ein bisschen einstampfen, sag ich mal. Und so war der fließende Übergang so 2025 ungefähr. Genau.

Moritz Hofmann

Was hast du eigentlich mit deinem ersten größeren Geld gemacht, wenn du sagst, es ist gut gelaufen, das läuft mega gut und so?

Conrad

Jetzt ist es schwierig zu sagen, was größeres Geld für euch ist. Also ich glaube, ich habe mir mal eine relativ teure Uhr gekauft, als ich ein bisschen mehr verdient habe. Ich sage mal, so mit dem wirklich größeren Geld habe ich dann eine Firma gekauft. Also kaum da drin investiert. Also ich sage mal, wenn wir jetzt über... hoch fünfstellig reden, dann die Firma gekauft. Also die war sechsstellig, aber wir hatten ja beide einen Anteil, mein Bruder und ich. Ansonsten, ja, mein Motorrad. Ich habe ein komplettes Race-Build-Rennmotorrad, was ja auch relativ teuer ist. Also das Ganze, so mit meinen Leidenschaft finanziert. Das glaube ich, also das Rennmotorrad, vielleicht so, wenn man sagen würde, die Ur-Rennmotorrad-Filma. So würde ich jetzt einfach mal grob sagen, genau.

Moritz Hofmann

Was findest du, unterscheidet Leute, die Geld verdienen, von Leuten, die es nicht schaffen?

Conrad

Das ist sehr schwer zu beantworten, weil das schwer zu sagen ist, man weiß ja nie, warum es Leute nicht schaffen. Also meinst du jetzt von Leuten, die einen normalen Beruf haben oder einfach, oder okay, also Selbstständige, die es schaffen und Selbstständige, die es nicht schaffen.

Moritz Hofmann

Ich meine eher in der Selbstständigkeit, ne? Ja.

Conrad

Also, ich glaube, wenn du es einfach lang genug probierst, dann wird es irgendwann, aber ich kann mir vorstellen, dass es für viele auf dem Weg irgendwann einfach an irgendeinem Punkt, ich sage mal, du hast immer Ups und Downs und irgendwann wird ein Down mal für diese Person zu down sein. Und dann hat er vielleicht auch noch irgendwie eine gute Jobmöglichkeit und die Eltern oder Familie redet einem ein, ja, Job ist auch sicherer, vielleicht ist das das Richtige für dich. Ich glaube das, weil ich glaube, wenn du wirklich lang genug es einfach durchziehst und das machst, worauf du Bock hast, das ist auch noch so ein Punkt, warum es viele nicht schaffen, weil sie gar nicht das machen, die haben so diesen Fokus, ich will einfach nur Geld verdienen. Wenn du das machst, dann kannst du schon aufhören. Also darum geht es nicht. Du musst irgendwas haben, was du jeden Tag machst, wo du dich nicht überwinden musst, zur Arbeit zu fahren. Und wenn das der Fall ist, dann ist es, glaube ich, eigentlich in Anführungsstrichen einfach, erfolgreich zu werden. Wenn du daran nicht dauerhaft denkst, sondern einfach versuchst, beispielsweise das beste Produkt für den besten Preis zu machen, weil du da so hinter stehst, dann werden die Leute das lieben, die werden das sehen und du wirst automatisch mehr oder weniger erfolgreich. Und du wirst... nicht eine Firma haben, also ich glaube viele, jetzt zurück zum ersten Punkt, dieses, die haben dann eine Firma, die läuft auf einmal gar nicht mehr, geht vielleicht sogar pleite und dann war es das.

Tim Uhlott

Ja, das ist gut.

Conrad

So, und dann geben sie auf. Und ich sage mal, wie gesagt, ich kenne, glaube ich, keinen erfolgreichen Menschen, der nicht schon Downs hatte, wo er kurz davor war, entweder pleite zu gehen oder pleite gegangen ist und dann wieder angefangen hat. Also ich glaube, die Disziplin, beziehungsweise so der Glaube an sich fehlt dann einfach so diese letzten 10%, glaube ich, fehlen dann einfach, würde ich sagen. Oder halt, also entweder Herangehensweise ist falsch, oder also man will einfach nur Geld verdienen und das möglichst schnell und so.

Kai Ole Hartwig

Das ist

Conrad

Ich glaube, das ist halt eine falsche Herangehensweise, dann wird es nichts. Oder wie gesagt, der Glaube, diese letzten 10%, die Disziplin, der Glaube an sich fehlen einfach ein bisschen, würde ich sagen.

Kai Ole Hartwig

Also aus meiner Erfahrung her ist es das immer wieder aufstehen.

Conrad

Ja, genau. Exakt.

Kai Ole Hartwig

Und das Spannende ist, es gibt auch ein Paper dazu, ich habe nur vergessen, wie es heißt, weil du hast halt auch immer ein besonders großes Down, bevor es dann wirklich durchstartet mit einer Idee.

Conrad

Ja, richtig.

Tim Uhlott

Auf jeden Fall.

Conrad

So ist es. Ja. So ist es. Aber wie gesagt, wenn du

Kai Ole Hartwig

Und Unternehmer sein oder selbstständig sein bedeutet halt ganz häufig einfach weitermachen. Jeden Morgen aufstehen und Spaß daran haben, was man macht.

Conrad

Ja, exakt, aber wie du schon sagst, wenn du Spaß daran hast, dann ist es meiner Meinung nach nicht schwer weiter zu machen. Wisst ihr, wie ich meine?

Kai Ole Hartwig

Ja.

Conrad

Also ich stand auch schon manchmal beim Verpacktisch und habe beim Laptop, als ich vor ein paar Wochen gerade einmal einen falschen Button gedrückt in der Software bei uns für das Warenwirtschaftssystem und habe erstmal alles zurückgesetzt.

Tim Uhlott

Ja.

Conrad

So ungefähr. So, da könnte ich im Grunde einen Boden versinken. Aber erstens habe ich eh keine Optionen jetzt weiter zu machen. Also ich muss ja weitermachen, weil es gibt ja keine andere Optionen. Und zweitens macht es mir ja trotzdem weiterhin Spaß. Also musst du jetzt einfach einmal diesen Schritt gehen, das überwinden und dann nach Regen folgt Sonne. So, und dann wird das schon. Ja, sehe ich genauso.

Tim Uhlott

Na klar, ist auf jeden Fall wichtig. Man muss halt sein Thema wirklich, wirklich lieben und da dranbleiben.

Kai Ole Hartwig

Ja.

Tim Uhlott

Das merken halt die Kunden auf jeden Fall.

Conrad

Ja.

Tim Uhlott

Das heißt, mit BUMA Racing, weil ich das jetzt richtig verstanden habe, ihr baut Tuning-Teile, ne?

Conrad

Ja. Ja, ich finde, ich habe da gar nicht so richtig den perfekten Begriff gefunden, weil Tuning, glaube ich, denken viele, oh, Leistungssteigerung und so, aber das ist es halt nicht.

Tim Uhlott

Okay.

Conrad

Es ist eher so ein bisschen so, beispielsweise, du kannst Tuning-Teile irgendwo auch nennen, aber ich glaube, das kommt bei vielen Leuten falsch an. Ich sage mal, wir haben alles von, du machst dir einfach so kleine Metallstücke an den Lenker ran, damit du weniger Vibration beim Lenker hast, zu, du hast in der Mitte eine einfach besser aussehende, leichtere Gabelbrücke, die dein Motorradparagramm leichter macht, so ein bisschen racier aussehen lässt, so, also ja, Performance-Tuning-Parts, CNC-Parts, irgendwas so dazwischen, genau.

Tim Uhlott

das heißt die produkte auch selber plant ja auch selber und okay geil

Conrad

Ja, ja, genau, genau, also wir designen, entwickeln, prototypen und entwickeln, also produzieren die dann auch, genau.

Kai Ole Hartwig

Wo produziert ihr? Ah, okay, cool.

Conrad

Bei uns, also wir haben Maschinen dafür. Wir haben CNC-Dreh- und Fräsmaschinen.

Tim Uhlott

Cool. Praktisch. Hm.

Conrad

Mein Bruder war in dem Bereich selbstständig, da hat er die Maschinen, deswegen hat das gut zusammengepasst. Ja, genau. Und muss man aber ehrlicherweise auch sagen, bei uns ist so die erste kleine Charge an Produkten, ich sag mal die ersten 5 bis 10 Teile, die machen wir selber und wenn es nachher in Masse geht, dann haben wir ein, zwei sehr gute deutsche Partner, die mein Bruder schon kennt und dadurch weiß, dass die Qualität mindestens genauso gut ist, als wenn wir es selber machen. da geben wir es dann ab, weil wir haben jetzt nicht den Riesenmaschinenpark, also es sind, wir haben jetzt letztens ein paar Maschinen verkauft, es sind jetzt noch, ich glaube, zwei oder drei Maschinen, die wir haben und da kannst du nicht die Masse drauf machen und vor allem schaffen es andere auch kostengünstiger, weil die eine bessere Maschine haben, deswegen geben wir das teilweise ab, aber alles andere passiert trotzdem bei uns.

Kai Ole Hartwig

Ja.

Tim Uhlott

Das heißt dann im Vergleich zu Uirocket, was macht dir mehr Spaß? Diese Kundenarbeit oder jetzt wirklich diese neuen Produkte zu entwickeln und das zu vermarkten? Was findest du cooler?

Conrad

Das ist richtig schwer zu sagen. Ich sage mal, UI Rocket hatte ich echt geile Projekte auch, die mir wirklich viel Spaß gemacht haben. Also es hat mir immer Spaß gemacht, irgendwie Sachen zu designen und ich finde auch das irgendwo Künstlerische und auf der anderen Seite Psychologische daran echt ultra spannend und dann zu sehen, dass die Seite auch gut funktioniert, gut bei den Nutzern am Ende ankommt, sowohl als auch beim Kunden.

Tim Uhlott

Ja. Hm.

Conrad

Aber so dieses Arbeiten in der Motorrad-Szene und du hast dauerhaft damit zu tun, ist halt einfach so, ich liebe es. Also es ist so, UI Rocket ist glaube ich die beste Arbeit, die ich mir vorstellen könnte und BUMA Racing beziehungsweise jetzt Moto Renzo auch noch, also unser zweiter Shop. ist so noch mehr Richtung Leidenschaft, das so noch mehr kombiniert, also lass es nochmal ein bisschen mehr sein, aber Joywalker hat trotzdem echt viel Spaß gemacht, gab aber auch Scheißprojekte, das kann ich jetzt nicht anders sagen, aber ich sag mal zu 95% hat es immer sehr viel Spaß gemacht mit den Leuten, ja. Genau.

Tim Uhlott

Okay, das ist doch cool. Das ist auf jeden Fall eine wichtige Erfahrung. Ah.

Moritz Hofmann

Thema Motorenzo, das ist der Online-Shop, den ihr angekauft habt, richtig?

Conrad

Ja, genau. Also wir haben nicht die Firma gekauft, sondern das war ein Asset-Deal, nennt sich das. Das heißt, wir haben alle Bestandteile aus dieser Firma, also unsere Firma hat die Bestandteile dieser Firma aufgekauft. Also für die, die wissen, was es ist, materiell und immateriell. Also materiell das gesamte Lager haben wir aufgekauft, also den gesamten Lagerbestand, was auch mit Abschneid am meisten war. Und immateriell, also Shop-Kunden, Stamm-Kunden, Kontakte, alles in die Richtung. Lieferanten, das ist ja auch ein sehr großes Thema. Es ist ein Handel, also es ist ein Ersatzteilehandel.

Tim Uhlott

Mhm.

Conrad

Da geht nichts ohne gute Lieferanten, ohne gute Partner in dem Sinne. Genau, also das alles aufgekauft und das ist dann als Bestandteil in unsere Firma eingegangen. Ja.

Moritz Hofmann

Ich habe dazu die eine oder andere Frage, das finde ich nämlich mega spannend. Erstmal, wie habt ihr abgeweckt, die Firma zu kaufen versus ein eigenes Projekt zu gründen und dann halt ganz viel Geld in Ads zu stecken oder so? Also wie habt ihr das entschieden?

Conrad

naja, also ich sage, BUMA Racing hatten wir schon, also BUMA Racing hatten wir seit unser eigenes absolutes Herzenprojekt, also es geht nichts über BUMA Racing für mich, weil es sind ja am Ende auch die Teile, die ich auf der Rennstrecke fahre, sag ich mal, also so, Aber wir brauchten irgendwie was, wie ich gesagt hatte, wo wir beide sicher von leben können, dass wir unseren Traum mit BUMA Racing noch mehr ausleben können, weil wir halt zu dem Zeitpunkt einfach das Geld, was wir mit der einen Selbstständigkeit jeweils verdient haben, reingesteckt haben. Wir wollten aber, dass das alles eins ist. Also der eine Shop verdient das große Geld und das können wir dann in den anderen Shop stecken, so ungefähr. Jetzt ist aber das Problem, wenn du viel Geld in Ads steckst, ich sag mal, so eine Community, so ein Stammkundenstamm baut sich nicht von heute auf morgen auf. Eine Firma zu kaufen, das war bei uns im Fall eine Sache von nicht mal einem Monat. Also und von dem Monat war die meiste Zeit warten, bis man einen Termin hat und hinfährt. Also das war bei uns wirklich, es ging schnell. Und wir haben eine Firma gefunden, also mein Bruder hat schon immer sehr, sehr viel nach Filmen geguckt, die man kaufen könnte. wo man viel Potenzial drin sieht, dann waren wir vor Ort, haben uns mit dem vorherigen Inhaber sehr, sehr gut verstanden, also wirklich richtig, richtig gut, haben bis heute noch super Kontakt und dann haben wir die Zahlen gesehen, die schon mal gut waren, sehr gut waren, aber haben noch viel mehr Potenzial drin gesehen. Also ich sage mal, der Shop lief einfach gut, ohne viel dran zu machen, sage ich mal. Und mit unserem Know-how, was wir aus unseren Selbstständigkeiten rausnehmen konnten oder mitnehmen konnten, war das für uns eigentlich wie Freifahrtschein zu sagen, ja, die Firma nehmen wir und die werden wir im nächsten Jahr ziemlich sicher. Vielleicht nicht verdoppeln, aber zumindest, ich sage mal, um 30, 40 Prozent mindestens steigern können. So, einfach nur mit einfachen Maßnahmen. Und da war für uns klar, das müssen wir machen. Und mein Bruder und ich, Johannes heißt mein Bruder, war für uns beide, wir gehen auch gerne Risiko ein, wir sind Unternehmer, so ist es, kalkulierte Risiken eingehen, was Unternehmen, was machen und ja, was soll schon schief gehen, einfach machen und gucken. Und genau.

Tim Uhlott

Ich hatte noch eine Zwischenfrage, Moritz, bevor du weitermachst. Das ist natürlich ziemlich cool. Also ich glaube, von uns hat jetzt noch keiner irgendwie eine Firma mal gekauft oder so Assets-Deal wirklich durchgeführt. Kannst du das irgendwie grob beschreiben, wie das so ablief, wenn du das sagen darfst, dass es keine MDA gab oder so?

Conrad

Ja, nein, nein, nein, das war alles ganz entspannt. Ich muss sagen, es hört sich immer krass an, als es am Ende war. Also ich muss euch vorstellen, wir hatten den Besitzer, Jürgen heißt er, kontaktiert, der hat gesagt, ja, kommt gerne vorbei, es war in der Nähe München, wir wohnen ganz im Norden von Deutschland, also mussten einmal runterfahren. Sind hingefahren, haben uns das angeschaut, er hat uns einmal einen halben Tag lang alles geschaut und an dem Tag haben wir gesagt, Handschlag machen wir so.

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Conrad

Also wir waren einen Tag da, hatten vorher nicht viel Kontakt, haben gesehen, passt. Dann haben gesagt, Ja, passt, so machen wir. Worauf sollen wir jetzt warten? Weil die Zahlen sind praktisch, ich sage mal, jedes Jahr ein bisschen hochgegangen und er hat eigentlich fast nichts an der Firma gemacht, sage ich mal, also an Werbung, an Conversion Rate Optimierung, an Newsletter, an tausenden Dingen. Und da haben wir gesagt, ja, machen wir, Handstag gegeben. Dann haben wir unseren Steuerberater kontaktiert, der hat Kaufvertrag fertig gemacht und Der wurde dann ein, zweimal abgeändert, weil noch ein paar Sachen bearbeitet werden mussten. Ja, und dann haben wir einen Stichtag festgelegt. Das war, lass mich nicht lügen, ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, es müsste der 31. Oktober oder November gewesen sein. Also auf jeden Fall der letzte Tag, einer von den beiden Monaten. Und dann haben wir an dem Tag einfach eine Überweisung gemacht über den Kaufbetrag und hatten vorher, also praktisch dann waren wir, bevor das passiert ist, waren wir eine Woche wie so Praktikum machen. Und dann haben wir da praktisch, als wir da waren, haben so ein bisschen eingearbeitet für eine Woche, er hat uns alles gezeigt. Wie gesagt, das ist jetzt auch nichts Wildes. Bestellung kommt rein, du guckst, was brauchst du denn, nimmst es aus dem Lager raus, packst und tschüss. Also Tagesgeschäft. Und alles andere war, wie gesagt, eigentlich viel, was er gemacht hat. Und ja, genau. Dann Kaufvertrag, wie gesagt, ein paar Mal abgeändert, eingearbeitet, Lager komplett mit zu uns in den Norden genommen, mit zwei Transportern, Anhänger. was war, wie gesagt, ein großes Lager, ja, wie läuft das ab, ja, dann überweist du den Kaufbetrag, dann gehört es dir, also, es waren noch ein, zwei Sachen dazwischen, der Verkäufer Jürgen hat uns beispielsweise ein Privatdarlehen gegeben, weil wir die gesamte Summe nicht auf einen Schlag geben konnten. Das heißt, das zahlen wir praktisch monatlich weiterhin ab für ein paar Jahre. Aber das war jetzt kein Riesenbetrag. Also das gab es zum Beispiel noch. Aber ansonsten Kauf- bzw. Verkaufsvertrag fertig gemacht, ein paar Mal überprüfen lassen. Er hat seine Steuerberaterin drüber schauen lassen. Wir haben unseren Steuerberater drüber schauen lassen. Aber wir hatten so das Gefühl, dass der Jürgen wirklich ein super ehrlicher, toller Typ ist und das ist oft, würde ich sagen, mit das Wichtigste beim Kauf, also du musst gegenseitig extrem viel Vertrauen haben. Und ich glaube, das war gegenseitig und dann war klar, gut, wir überweisen das jetzt und dann gehört das uns und dann war es das. Und ob da jetzt im Kaufvertrag irgendwie ein minimaler Punkt oder irgendwas fehlt, das wird niemals irgendwie jemanden interessieren. Also, weil unser Steuerberater hat gesagt, ja, theoretisch könntet ihr noch diese Klausel machen und diese Klausel. ja, aber der Typ will einfach nur in Rente gehen und fertig. Also, genau. Aber er hat zum Beispiel, falls euch was interessiert, was dann zum Beispiel draufsteht, also dann zum Beispiel ein Wettbewerbsverbot. Also der gute Jürgen darf, ich glaube, für die nächsten zwei oder drei Jahre kein Geschäft auch nur annähernd in diesem Bereich wieder eröffnen. Also, weil sonst könnte er sagen, ey, ich bin eigentlich hier der Motorenzo und Ja, genau. Also sowas zum Beispiel steht dann drin. Kaufpreis, was man übernimmt, wie viel das Warnlage ist, sowas alles. Aber das war es eigentlich schon. Also super easy. So ein asset deal geht eigentlich relativ schnell.

Tim Uhlott

Okay, cool. Danke dir fürs Teilen. Ja.

Conrad

Ja, sehr gerne.

Moritz Hofmann

Asset Deal ist ja auch weniger Risiko, wenn du jetzt die Firma übernimmst und die müssen auch irgendwie Steuern nachzahlen oder so, das ist ja ziemlich nervig.

Conrad

Ja. Genau, muss man aber auch dazu sagen, das stand zum Beispiel auch im Kaufvertrag drin, dass jegliche, ich sag mal alles, was irgendwie noch theoretisch an Forderungen und so kommen könnte, die vor diesem Stichdatum sind, die dann noch ihn betreffen.

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Conrad

Damit haben wir nichts zu tun. Das ist auch wichtig, das noch aufzuschreiben, weil sowas... Genau, aber theoretisch bei einer Firma könntest du halt irgendwelche Altlasten haben, dann musst du ganz andere Steuervorauszahlungen auf einmal machen, denn dein Bankkonto ist ja aber leer, das heißt, ich sag mal, BUMA Racing hat ja im ersten Jahr wenig Umsatz gemacht, das heißt, du musst fast oder gar keine Vorauszahlungen machen. Hättest du jetzt die Firma genommen, hättest du direkt eine Vorauszahlung machen müssen und so. Also deswegen, so ein Essendier ist eigentlich schon relativ simpel, einfacher. Ich glaube, sonst brauchst du wahrscheinlich auch noch einen Notar oder so, aber wie gesagt, es ist einfach nur Kaufvertrag, beide unterschreiben, jeder hat den Eimer und dann mitnehmen und überweisen an dem Tag.

Moritz Hofmann

Darf ich fragen, wie ihr oder dein Bruder die Firma gefunden hat? Wo?

Conrad

Ja, es ist ziemlich simpel.

Moritz Hofmann

Welche Plattform oder so?

Conrad

Also wenn mich nicht alles täuscht, ist das NextChange, glaube ich, heißt die Plattform. Da stehen immer wieder Firmen zum Verkauf. Wir hatten da, wir hatten zwischen zwei Firmen überlegt, also die und noch eine andere. Wir haben uns dann aber auf eine langen Autofahrt und viel Diskussion zu der entschieden und wir wollten schon mal eine Firma kaufen, da hatten wir aber das Geld noch nicht. Das heißt, wir sind zur Bank gegangen und die haben uns aber keinen Kredit gegeben und dann haben wir es gelassen. Am Ende alles richtig gemacht, genau. Und NextChange, da stehen immer wieder Firmenverkäufe. Dann kannst du gucken, zum Beispiel, wir haben immer so Motorrad-Bereiche geguckt, Motorrad-Online-Shop geguckt und dann kam der rein, genau. Dann war es das. Also ich glaube sogar von Deutschland, von der Regierung, ganz normale Plattformen, wie zum Beispiel Bundesanzeiger und sowas auch, das ist so eine offizielle Plattform, da stehen immer wieder Firmenverkäufe drin. Kann man einfach schauen, ist immer ganz interessant zu sehen, wer da so verkauft aktuell, ja.

Moritz Hofmann

Du hattest gesagt, ihr hattet jetzt beidseitig ein großes Vertrauen. Gab es trotzdem irgendwelche Sorgen vor dem Kauf?

Conrad

Ja, also ich sage mal, es war klar, dass wir ein gewisses kleines Rebranding machen müssen, weil der Shop sehr alt aussah. Und wir haben gesagt, auf der Basis können wir nicht viel machen. Das heißt, es war so ein bisschen erstens, okay, wir wollen Logo und Branding so ein bisschen, also das Ganze halt ein bisschen überarbeiten. Und dass man dann merkt, oh Gott, oh Gott, die Stammkunden springen vielleicht zum Teil ab. Das war eine Sorge. Eine andere Sorge war, dass vielleicht manche Lieferanten sagen, ja, nee, ihr bekommt neue Konditionen. Das heißt, wir haben ein bisschen weniger Gewinn am Ende, weil wir halt mehr zahlen für die Einkäufe. Und halt allgemein, dass wir mit dem ganzen Verpacken gar nicht klarkommen, weil es sind, nur so zur Vorstellung, es sind knapp 4.500 Artikel, also unterschiedliche Artikel, die wir aktiv auf Lage haben. Also es ist wirklich schon viel, Und man muss ehrlicherweise sagen, Johannes und ich kennen uns gut im Motorradbereich aus, aber nicht in diesem Bereich. Also es war auch eher nischig, das heißt, es war ein komplett neuer Bereich auch irgendwie für uns. Und ich glaube, somit die größte Sorge für mich zum Beispiel war, schaffen wir das mit dem Verpacken, finden wir die Teile überhaupt, weil es leider auch nicht sehr gut nummeriert und durchsortiert war und so, also es war schon gut durchsortiert, aber es war jetzt nicht, das Teil X liegt in Reihe 1, Platz 1 oder so, sondern es war einfach, du musst die richtige Kiste finden. Und das war auch der größte Struggle am Anfang, mit Abstand. Und ja, das war so eine Sorge, würde ich sagen, dann natürlich, dass das einbricht vom Umsatz her, dass die Maßnahmen vielleicht gar nicht so was bringen, wie wir uns das erhoffen, weil wir uns natürlich so ein bisschen durchkalkuliert haben, okay, das könnte vielleicht 5 bis 10 Prozent Umsatzsteigerung bringen, das nochmal so 2, 3 Prozent, das vielleicht 20 Prozent.

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Conrad

Ja, das waren so Sorgen, würde ich sagen. Aber wie gesagt, jetzt so vom Preis her oder so zwischen Käufer und Verkäufer oder so, gar nicht. Also wenn eher, dass wir irgendwas nicht hinbekommen, das war, denke ich, eher eine Sorge. Ja, ich sage mal,

Tim Uhlott

Kannst du oder möchtest du die Größenordnung von den Umsätzen teilen? Was macht man ungefähr mit so einem Motorrad-Shop?

Conrad

Es ist ein guter, nicht sehr niedriger, aber auch nicht hoher sechsstelliger Umsatz. Also es ist so im unteren sechsstelligen Bereich, kann man sagen. Also ich sage es vielleicht noch ein bisschen konkreter, wenn dieses Jahr gut läuft, gehen wir auf die Viertelmillionen zu ungefähr.

Tim Uhlott

Hm.

Conrad

Das ist so das, was realistisch ist, genau.

Tim Uhlott

Okay, sehr gut.

Conrad

Verstand jetzt.

Tim Uhlott

Das heißt, ihr könnt auch davon entspannt leben. Hm.

Conrad

Ja, also, ja, es ist halt schwierig, also wir haben dieses Jahr zum Beispiel, es ist so ein bisschen widersprüchlich, weil wir gesagt haben, wir wollen beide gut von leben, wir haben es jetzt aber am Ende doch ein bisschen anders gemacht, weil wir gesagt haben, ey, wir wollen das erste Jahr jetzt erstmal alles, was wir damit verdienen, in Wachstum stecken, sodass wir dann noch besser ich sag mal, aus der Situation rauskommen. Weil dafür müsste man jetzt die konkrete Situation und die Zahlen alles genau wissen, dann würde man es besser verstehen. Aber wir haben erstmal gesagt, pass auf, wir leben jetzt doch erstmal einfach so ein bisschen von Toast und auf der Matratze so ungefähr, dass wir das noch mehr wachsen lassen können. Genau. Und uns wenig auszahlen. Mhm.

Moritz Hofmann

Und jetzt, du machst ja noch ein bisschen das Design, dann hast du jetzt zwei Shops.

Tim Uhlott

Cool.

Moritz Hofmann

Wie strukturierst du mehrere Businesses gleichzeitig, jetzt wenn du mehrere Sachen gleichzeitig machst?

Conrad

Boah, ja, das ist ein Thema, das habe ich auch noch nicht ganz herausgefunden, wie ich das mache. Also bei mir ist, ich würde sagen, ich habe einen relativ strukturierten Ablauf. Also ich stehe morgens entweder bei meiner Freundin auf oder bei mir, je nachdem, wo wir schlafen. Dann fahren wir ins Gym zusammen und danach fahre ich Pakete verpacken. Und das mache ich so lange, bis ich alles abgearbeitet habe, weil das ist das Tagesgeschäft, das muss gemacht werden. Danach kümmere ich mich um alles, was so einfache Arbeit ist. Ganz viele E-Mails beantworten, weil bei so vielen Bestellungen und so hat man natürlich auch viele Kundenanfragen. Leute rufen an, wollen Fragen zum Produkt, zur Bestellung und so weiter. Kümmere ich um sowas alles. Und der Ablauf ist dann meistens, dass ich das so ungefähr bis 17, 18 Uhr mache. Und dann noch ungefähr eine Stunde. Deswegen meinte ich jetzt so vier, fünf Stunden UI Rocket immer so. Ich versuche immer ungefähr eine Stunde am Tag UI Rocket noch zu machen. Ja, genau. Und BUMA Racing ist, wie gesagt, das Gute ist, wir sind ja zu zweit. Das heißt, ich übernehme zum Beispiel zu 99,9% das Tagesgeschäft und mein Bruder fokussiert sich in seiner Zeit, die er dafür nimmt, zum Beispiel auf die Teile und Produktentwicklung. Weil der ist bei uns der, der, ich kann so Teile nicht entwerfen, Design und so. Ich kann nur, wenn ein Prototyp da liegt, sagen, vielleicht können wir das noch ein bisschen kürzer machen, das ein bisschen dicker, kürzer. noch ein Loch rein oder so, das kann ich machen, dafür bin ich gut, eben auf den Sack zu gehen damit praktisch, aber so das Design macht eher, deswegen können wir es gut teilen, wisst ihr, also und ob ich jetzt Tagesgeschäft Motorenzo mache oder BUMA, der lief wahrscheinlich da, ich verpacke das, was ich brauche und ob das jetzt BUMA Racing oder Motorenzo ist, ist mir dann egal, ja, so würde ich sagen, ist das strukturiert.

Tim Uhlott

Okay, ziemlich cool. Du bist ja nochmal ein paar Tage jünger als wir drei.

Conrad

Marketingstrategie.

Tim Uhlott

Wie sieht deine Marketingstrategie aus? Bist du viel bei TikTok, Instagram unterwegs oder wie geht dir da vor?

Conrad

So persönlich, über mich als Gründer oder die Firma?

Tim Uhlott

Beides gerne.

Conrad

Also ich sage mal, bei Motorenzo ist es einfach so, die Zielgruppe ist so zwischen 45 bis 60, wenn nicht sogar 65, also wirklich älter. Und die können halt damit, ja, so Facebook, Instagram, genau, aber teilweise nicht mal das.

Tim Uhlott

Okay, also Facebook. Okay.

Conrad

Aber teilweise nicht mal das. Also es ist eher auf dem Level, dass Leute bei dir anrufen und sagen, was sie bestellen wollen teilweise, statt auch im Onlineshop zu bestellen. Also so vom Vergleich her, dass man das irgendwie einordnen kann. Das heißt, bei Moto Renzo zum Beispiel Social Media bei uns gar nichts fasst. Also wir haben ein Profil, da ist ein Video, was wir gemacht haben, wo wir so einen Handschlag mit dem ehemaligen Inhaber, wo wir einmal so ein bisschen sagen, pass auf, wir sind jetzt die neuen Inhaber, dass wenn Leute gucken, dass sie es dann gleich sehen und das checken. dann ist, glaube ich, noch einmal irgendwie Black Friday Rabatt oder so gepostet worden, aber mehr halt auch nicht. Bei BUMA Racing ist es zum Beispiel so, da posten wir immer, wenn es, oder ich in dem Fall, immer, wenn es passt, zum Beispiel Reveals von neuen Produkten oder Storys, ey, was wünscht ihr euch an Produkten? Versuchen da halt so, ja, einfach eine coole Community an interessierten Leuten aufzubauen, ne? Also, aber da muss ich ehrlicherweise sagen, das ist auch so ein bisschen noch so ein Punkt, an dem ich arbeite, an dem wir arbeiten müssen. dass es da einen klareren Plan gibt, wann was wie gepostet wird, weil aktuell ist so ein bisschen, ich versuche so mindestens ein, zwei Mal die Woche irgendwie wenigstens eine Story und einen Post zu machen, ab und zu noch ein Reel, beziehungsweise TikTok dann und teile das auch auf Instagram. Ja, ansonsten Marketing zählt natürlich auch Google-Werbung dazu, also bei Motorenzen zum Beispiel funktioniert viel bei Google, weil die Leute nach einem Ersatzteil suchen und uns dann gleich finden, weil wir meistens unter den ersten mindestens ein oder zwei, maximal drei sind, neben unseren ein, zwei Mitbewerbern, so in dem Bereich, also den größeren Mitbewerbern. Und Ja, ich weiß nicht, Z-Marketing zum Beispiel sowas wie, also bei Ebay kann man Anzeigen schalten, sowas haben wir zum Beispiel noch, also Ebay haben wir mit reingebracht, das gab es vorher in dem Shop gar nicht, das hat den Umsatz auch extrem gesteigert.

Tim Uhlott

Ja, alles.

Conrad

Da machen wir zum Beispiel so eine mit Schickkarten rein, dass sie sagen, ey, bei Ebay zahlt ihr viel mehr, ist auch einfach so, ein höherer Versand bei uns auf Ebay, höhere Artikelpreise, weil 10-15% Ebay-Gebühren, das heißt, wir müssen es teurer machen. Das heißt, die sollen bei uns kaufen, so gewinnen wir natürlich Stammkunden. Ja, so würde ich sagen, ist die Marketingstrategie. Genau.

Moritz Hofmann

Mega cool.

Tim Uhlott

Okay, sehr spannend.

Moritz Hofmann

Du machst jetzt so viel, diese verschiedenen Businesses, die du alle weiter ausbaust und du hörst dich auch so richtig vor, als wenn du so viel Energie hättest an, also du bist richtig dabei. Gibt es bei dir auch mal Überforderungen oder kennst du sowas oder wie gehst du damit um?

Conrad

Ja, ja, ja, ja, ja. Also ich glaube, was da ein sehr großer Segen ist, ist einfach, also erst mal zu deiner Frage, ja, also. ich sage mal, bestimmt jeden Tag habe ich irgendwie einen kleinen Punkt, nicht, dass ich sage, oh Gott, oh Gott, sondern einfach, oh, jetzt ruft der Kunde an und ich wollte eigentlich gerade verpacken und dann, weil ich bin leider auch Mensch, ich komme sehr schnell vom roten Faden ab. Ich weiß nicht, ob man es jetzt im Podcast merkt, ich gebe mir wirklich Mühe, aber ich komme sehr schnell vom roten Faden ab und ich bin so, weil das Handy klingelt, da habe ich schon wieder vergessen, was ich gerade eigentlich verpackt habe, dann sehe ich die Lieferung von unserem Lieferanten, sortiere die auf einmal ein und dann

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Conrad

Da ist Chaos. Also das, um die Frage zu beantworten, ja, auf jeden Fall. Aber ich kann halt nur unterstreichen, mir macht Spaß, ich mag es gerne, ich verpacke gerne Pakete, so dummes ich anhört, weil ich mir immer denke, vielleicht sieht das ja mal ein Kunde von uns hier in dem Podcast, wer weiß, aber ich gebe mir wirklich Mühe beim Verpacken, ich stelle mir immer so ein bisschen vor, im besten Fall bekommt er das morgen oder übermorgen. weil ich das am gleichen Tag gleich dann zur Post, zur DAL bringe, dann packt er das aus und man sieht gleich diese Danke-Karte und so eine Packung Gummibärchen und mich macht das glücklich, darüber nachzudenken, wie der das dann aufmacht und seinen Teil sieht, was er aber auch für sein Motorrad braucht und zu wissen, ey, ich bin vielleicht schon mal an jemandem vorbeigefahren, den Teil jetzt von uns, es ist ein Ersatzteil, aber ein Ersatzteil oder so von uns hat, das macht mich überglücklich und deswegen glaube ich, habe ich auch immer wieder diese Energie, Was ich aber ganz, ganz, ganz unbedingt dazu sagen muss, ich habe einen großen Segen, dass ich eine Freundin, Partnerin habe, die mir so ein bisschen diese innere Ruhe dann abends gibt, sage ich mal, wisst ihr? Also ich glaube, ohne das, also ich, das ist so die erste wirkliche Beziehung, die ich dann praktisch jetzt habe, so. Und davor war es teilweise wirklich, ich war in einem mental, glaube ich, in einem sehr schlechten Zustand, würde ich mal behaupten. Jetzt nicht depressiv, aber Ja, also meine mittlerweile immer noch Freunde, aber die beschreiben mich so, ich bin in die Schule reingekommen, ich hatte Tunnelblick, wenn einer mich angesprochen hat, habe ich gesagt, geh mir nicht auf den Sack. So, und ich war wirklich voll in meinem Thema, ich war null sozial und das hat sich zum Glück seit hier, würde ich sagen, auch deutlich gebessert, dass ich da jemanden habe, wo ich darüber reden kann, was, ich sage mal, für doofe Situationen auf Arbeit waren und oh, wie könnte ich das jetzt machen? Man hat natürlich irgendwie immer ein paar Bedenken und so und will es immer perfekt machen, wenn man auch kein Perfektionist, würde ich sagen, ja, also definitiv, aber es hält sich die Grenzen. Ja, ja.

Moritz Hofmann

Also ich erkenne da gewisse Sachen wieder von mir damals. Aber vielleicht noch einen Punkt dazu zu haben. Was war denn dein größter mentaler Tiefpunkt bisher?

Conrad

Oh, das ist ganz klar. Das ist ganz, ganz klar, würde ich sagen. Also ich würde sagen, ich habe so zwei Sachen. Ich will einmal den nicht so schlimm sagen. Ich hatte mal so zwei, drei Wochen, wo ich gar nicht gearbeitet habe. Ich war nicht im Urlaub, ich habe einfach nur gezockt, gepennt. Ich weiß nicht, ich war so unmotiviert, ich war in so einem Loch, ich weiß nicht, ich weiß nicht, was mit mir da los war, das war einfach, ist irgendwie gekommen, ich war überfordert. Ich hatte ja, wie gesagt, mein Abi währenddessen ja noch gemacht und dann die Selbstständigkeit und zu dem Zeitpunkt hatte ich viele amerikanische Kunden, das heißt, ich war bis drei, vier Uhr nachts, um mit denen noch telefonieren zu können und mit denen Feedbacks durchgehen zu können und so und da war ich schlaftechnisch und mit allem echt an so einem Tiefpunkt für drei, vier Wochen, zwei, drei Wochen. Und ein Punkt war, ich war nach dem Abi für einen Monat in Georgien, vielleicht kennen das Land manche nicht, Georgien ist so unter Russland, rechts ein Stück weiter und ja, da war ich in Batumi und hatte mir so ein Apartment für einen Monat praktisch gemietet, einfach weil ich, ich weiß nicht, ich hatte Bock drauf, ich wollte mal ins Ausland, ich hatte da Bock drauf, ich bin alleine hin. Und da war so die Kombination aus, ich hatte ein Projekt, was leider kurz nachdem ich da war, so vier, fünf Tage, auf einmal viele Probleme gemacht hat. Also bis zu einem Punkt, wo, das habe ich auch mal auf Instagram in einem Video darüber gemacht, wo ich ein bisschen mehr dazu gesagt habe, wo ich kurz davor war, um Millionenbeträge verklagt zu werden. So schlimm war das. Und dann war zusätzlich der Punkt, dass ich niemanden dort kannte. Ich hatte null soziale Kontakte, Zeitverschiebung, das heißt, ich war auch noch schwerer mit Leuten von zu Hause zu sprechen und so. Ich kannte mich nicht aus, ich kannte die Sprache nicht, ich hatte null Tagesrhythmus, ich bin ein Mensch, der das so ein bisschen braucht. Und das war wirklich so diese Kombination aus, du kannst mit niemandem drüber reden, den du vor Ort hast, du kannst niemanden, ich sag mal einfach mal einen Arm nehmen und mit jemandem reden, gar nichts, du bist die ganze Zeit für dich, dann hast du auch noch dieses Projekt am Hals, wo Leute, wo Kunden auf einmal sagen, ja, Millionen Projekte sind bei uns jetzt dadurch flöten gegangen und auf einmal hörst du sonst was von Schadenminimierung und irgendwie willst du es einfach hinter dir haben, das war glaube ich echt so, boah, das war ganz schlimm, also das war, da war ich echt am Grund und Boden, muss ich sagen, ja, aber ansonsten die zwei, außer den zwei hier würde ich sagen, hatte ich nichts total Schlimmes, ja. Ich glaube, das ist schon ganz gut. Ja, es ist sehr viel wert.

Tim Uhlott

Ja, auf jeden Fall. Danke dir fürs Teilen. Es ist ja auch schön, dass du jetzt so ein paar anderen hast, die ich jetzt einfach so dabei supportet und dass ich das gemeinsam, sag ich mal, einfach schaffe, auf jeden Fall. Und du hast jetzt in den, ich sag mal, ja, vier Jahren jetzt ja ganz schön viel geschafft. Was hast du in den nächsten vier Jahren oder fünf Jahren vor?

Conrad

Also wir sind gerade bei, noch einen neuen Shop zu starten, aber das wird eher ein Projekt von den nächsten sechs bis zwölf Monaten. Das ist jetzt nicht, dass jetzt kommt der Shop und dann geht es los, weil wir gesagt haben, ey, wir wollen erstmal den einen jetzt wirklich investieren und so und dass das gut läuft.

Tim Uhlott

Ja.

Conrad

Aber da ist auf jeden Fall noch ein Shop geplant, den wir eigentlich auch schon immer in unserem Kopf irgendwie hatten, aber uns haben die Mittel dazu gefehlt. Das ist ein Motorrad-Rennreifen-Shop. Also spezialisiert auf wirklich nur ein paar verschiedene Reifen, lass es vielleicht 5, 6 sein, aber dann wirklich zu den besten Preisen und so weiter. ansonsten natürlich BUMA Racing vergrößern, noch mehr geile Produkte, vielleicht, ich sag mal, das erste Mal irgendwo ein Sponsor bei einem Rennevent sein, sowas ist auf jeden Fall eine Traumvorstellung, muss ich sagen, vielleicht das erste Mal auf der Rennstrecke jemanden sehen mit unserem BUMA Racing Produkt, mit, weiß nicht, einer Gabelbrücke, Umkehrschaltung, sonst was, ich sag mal, was so Größe und Wachstum angeht, ein kann ich das nicht sagen, da bin ich echt so, planning is guessing, also ich plane nicht zu viel, ich plane den nächsten Tag und so, weil mir ist egal, wie es in fünf Jahren ist, ich muss gucken, wie es jetzt gerade läuft, wie ich es morgen besser machen kann und das ist für mich alles, was zählt und das hat bisher ja immer nur zu Wachstum geführt, deswegen bin ich damit ganz zufrieden, aber ich würde sagen, ich würde gerne mich selber

Tim Uhlott

Ja.

Conrad

ein Stück mehr belohnen. Weil ich glaube, das ist vor allem in den letzten ein bis zwei Jahren sehr kurz gekommen. Sehr kurz gekommen. Weil ich sage mal, der Firmenkauf, ich hätte mit dem Geld, ich hätte mit 19 auch einen Sportwagen fahren können und mir einen Traum erfüllen können. Aber ich habe es nicht gemacht. Ich habe gesagt, okay, ich rede bis jetzt wieder Geld und immer und immer und immer wieder. Ich glaube, das ist was, was in den nächsten vier, fünf Jahren, ich habe so ein, zwei Träume, die ich mir da gerne erfüllen würde, Ich glaube, das beantwortet das ganz gut. Ich glaube, mir selber so ein bisschen was zurückgeben würde mir ganz gut tun. Was Wachstum angeht, ja, vielleicht die ersten paar Millionen Umsatz wäre natürlich ein Traum. Ja.

Tim Uhlott

Ja, geil.

Conrad

Noch mehr Pakete versenden.

Tim Uhlott

Da musst du noch mehr Pakete versetzen.

Conrad

Noch mehr Pakete versenden, noch mehr Kunden glücklich machen. Das ist so.

Tim Uhlott

Ja, da musst du in vier Jahren auf jeden Fall wiederkommen und dann schauen wir auf jeden Fall nochmal.

Conrad

Das, ja.

Kai Ole Hartwig

Das ist doch ein gutes Ziel.

Conrad

Ja. Ja, genau.

Tim Uhlott

Ich hätte noch eine letzte Frage. Was würdest du jetzt anderen Gründern oder anderen Startups raten? So an Tipps geben.

Conrad

Boah, da habe ich so viele, ich liebe es, Leuten Tipps zu geben, Mehrwert zu geben und irgendwie vor Fehlern zu bewahren, die ich vielleicht gemacht habe.

Tim Uhlott

vielleicht Top 3.

Conrad

Ich glaube aber, was ich immer wieder sagen muss, was mich so ein bisschen, ich will nicht unstoppable, was mich unstoppable gemacht hat sagen, aber so ein bisschen ist es, ich habe extrem starken Glauben an mich selber. Jetzt nicht, dass ich sage, ich bin selbstverliebt oder so, sondern einfach nur, ich glaube nicht nur, dass ich es schaffen kann, sondern ich weiß, dass ich es schaffen werde. So, und ich glaube, sich das immer wieder einzureden, und das habe ich aus einem Buch, Und sich immer wieder zu sagen, ey, das wird was, das wird was. Weil es hat noch nie jemandem was gebracht, negativ zu denken. Es hat noch nie was gebracht. Also was bringt es dir? Also ich versuche in allem irgendwie das Positive zu sehen, egal was für ein Niederschlag ist. Es gibt neue Türen öffnen sich. Wie gesagt, nach Regen kommt Sonne. Und ich glaube, das ist so was, was ich sagen würde, was ich jedem empfehlen würde. Glaubt so sehr an euch, wie ihr könnt. Seid so überzeugt von euch, wie ihr könnt. Das merkt nämlich auch Kunden.

Tim Uhlott

Mhm.

Conrad

Kann ich kurz überlegen, was ich sage. Ich würde noch gerne eine Sache vielleicht sagen. vielleicht an die jüngeren Leute, die das sehen. Das gilt natürlich an alle, aber ich glaube jetzt an die Jüngeren. Ich glaube, viele sind, ich sage mal, durch Menschen wie Andrew Tate oder Ähnliche in diesem Bereich so sehr drauf gedrillt, ich muss schnell reich werden und ich muss Hauptsache jetzt irgendwie einen Shop machen und so. Und ich möchte es nur nochmal sagen, das habe ich auch in der Präsentation in der Schule gesagt, dieser Erfolg wird nur dann kommen, wenn euch das wirklich Spaß macht und ihr da so hintersteht, ich sag mal, ich würde dir mein Produkt andrehen, obwohl du gar nicht Motorrad fährst, so ungefähr, also sehr liebe ich meine Produkte, unsere Produkte. Und das ist einfach, das Schlimmste, was dir passieren kann, ist, dass du in 30, 40 Jahren irgendwie zurückschaust und sagst, oh, hätte ich mal irgendwas anderes gemacht, was mir mehr Spaß gemacht hat, wäre ich mir mit meiner Leidenschaft nachgegangen. Also so dieses weg von dem Gedanken, ich muss schnell viel Geld verdienen, sondern ich will, so sehr ich es kann, meiner Leidenschaft nachgehen und das kommerzialisieren und an Leute bringen und Leute glücklich machen, weil ich gesagt habe, nur wenn du einen Mehrwert bietest, kriegst du auch was zurück. So funktioniert die Welt, so funktioniert die Wirtschaft. Und ich glaube, das ist was, was ich sagen würde, schnelles Geld heißt auch nicht nach drei Monaten, nach sechs Monaten, nach zwölf Monaten, Ich sage mal, bei mir kommt ja so langsam das große Geld nach jetzt vier Jahren, sage ich mal. Und ich habe wirklich durchgezogen, wie es gut ist. Also erwartet nicht zu viel. Habe ich letztens gestern gerade wieder gesagt, greif nach den Sternen, auch wenn du es nur bis zum Mond schaffst. Aber trotzdem ein bisschen realistisch bleiben ist aber ganz gut. Und realistisch zu bleiben heißt nicht, ich habe nach drei Monaten einen Monat, wo ich 5.000, 6.000 verdiene.

Kai Ole Hartwig

Vielen Dank.

Conrad

Das ist einfach nicht realistisch, vor allem wenn du neu anfängst. Das hast du vielleicht, wenn du es richtig gut machst, nach vielleicht ein, zwei Jahren. Aber die Kombination aus den drei Sachen, so sehr du kannst an dich selber glauben, Erwartungen hochschrauben, aber trotzdem realistisch bleiben und deiner Leidenschaft beziehungsweise etwas nachgehen, was dir wirklich, wirklich, wirklich Spaß macht. Die drei Sachen, ach, perfekt zusammengefasst. Ja, das ist genau so, würde ich es, glaube ich, sagen.

Tim Uhlott

Ist ein Top-Kombi. Ja, cool. Auf jeden Fall. Sehr cool. Ja, cool.

Conrad

Ja, genau. Ich glaube, das hat mich dahin gebracht, wo ich jetzt mittlerweile bin und ich bin sehr zufrieden. Ich denke mir nicht, ich habe irgendwas falsch gemacht oder ich müsste schneller sein. Ich denke mir nicht, oh, andere sind schon weiter oder verdienen mehr. Sondern ich bin einfach happy mit der Situation, wo ich mittlerweile schon bin und genieße das. Ja, genau.

Tim Uhlott

Danke dir, Konrad. Auf jeden Fall, dass du da warst. Es hat uns sehr, sehr, sehr viel Spaß gemacht auf jeden Fall. Und es ist sehr cool, mit so einem jungen Gründer auf jeden Fall auch zu quatschen. Es ist schon ziemlich beeindruckend, was du und dein Bruder zusammen schon geschafft haben. Das ist schon echt ziemlich cool. Wie findet man dich am besten, wenn Leute mit dir in Kontakt treten wollen? LinkedIn, Mail oder Discord oder...

Conrad

Ja, ich sage mal Discord, der.com-Club ist wahrscheinlich eine Anlaufstelle auf jeden Fall, wo ich viel in den Voice-Shets bin, wo man mit mir reden kann. Für Fragen einfach mal ein bisschen schreiben. Instagram Konrad Böhnke findet man einmal mein Rennprofil und einmal mein Unternehmensprofil. Also Unternehmens ist so, wo ich über meine Selbstständigkeit quatsche, so wie ich hier auch Tipps gebe, Fehler sage und so weiter und so fort.

Tim Uhlott

Okay, sehr cool. Danke dir. Das freut uns. Okay, dann haben wir es und dann sage ich mal bis nächste Woche.

Conrad

Die beiden Wege sind wahrscheinlich am besten. Sehr gerne. Haben wir Spaß, Mann.

Kai Ole Hartwig

Bestehen.

Moritz Hofmann

Es ist ein sehr so.

Conrad

Bis nächste Woche.